- Die US-Staatsverschuldung dürfte bis 2034 von 97 % des BIP auf 116 % steigen und möglicherweise sogar noch höhere Werte erreichen.
- Die aktuellen Prognosen könnten zu optimistisch sein, da sie die realen Zinssätze und die Wahrscheinlichkeit einer Beibehaltung der Steuersenkungen nicht berücksichtigen, was die Schuldenquote auf 123 % treiben könnte.
- Die Simulationen von Bloomberg Economics zeigen eine 88%ige Wahrscheinlichkeit, dass der US-Schuldenpfad nicht tragbar ist, was auf erhebliche finanzielle Instabilität hindeutet.
Amerika steht am Rande eines finanziellen Abgrunds, und die Musik ist bald verstummt. Stellen Sie sich Folgendes vor: eine riesige Waage, auf deren einer Seite die US-Wirtschaftpulsiert – voller Leben, Träume und Burger. Auf der anderen Seite ein kolossaler Schuldenberg, der das Gleichgewicht zu kippen droht. Das Congressional Budget Office (CBO) hat Alarm geschlagen und ein Szenario entworfen, in dem die Staatsverschuldung der USA von 97 % des BIP im letzten Jahr auf unglaubliche 116 % bis 2034 ansteigen wird. Denken Sie darüber nach. Diese Zahl übertrifft die Schuldenstände während des Zweiten Weltkriegs bei Weitem, und ehrlich gesagt, die Aussichten sind alles andere als rosig.
Die Wettervorhersage ist nicht sonnig
Schaut man etwas genauer hin, wird die Lage noch düsterer.
Die im Kern optimistische Prognose des CBO blendet einige harte Realitäten aus. Marktbeobachter gehen, unter Berücksichtigung der realen Zinssätze, davon aus, dass die Schuldenquote bis 2034 auf 123 % des BIP steigen wird. Berücksichtigt man Trumps Steuersenkungen weiterhin, wird die fiskalische Belastung noch erdrückender.
Es ist ein Spiel mit Simulationen, von denen Bloomberg Economics eine Million durchführt, um die Fragilität der amerikanischen Finanzzukunft zu ermitteln. Das Ergebnis? In 88 % dieser Szenarien steuert die USA geradewegs auf untragbare Schuldenberge zu, was überall Alarm auslöst. Trotzdem preist die Biden-Regierung die Haushaltsstabilität an und setzt ihre Hoffnungen auf Steuererhöhungen für Unternehmen und Wohlhabende. Doch angesichts eines gespaltenen Kongresses gleicht die Suche nach einem Konsens dem Versuch, einen Faden durch ein Nadelöhr zu fädeln.
Die Republikaner fordern drastische Ausgabenkürzungen, während die Demokraten die Beibehaltung der Ausgaben betonen und sich stattdessen auf Zinssätze und Steuereinnahmen konzentrieren. Es ist eine Pattsituation ohne einfachen Ausweg, und die Gefahr einer Krise schwebt wie ein Damoklesschwert über uns, die möglicherweise einen Sturm am Anleihemarkt auslösen oder Panik um die Zukunft von Medicare oder der Sozialversicherung hervorrufen könnte.
Erinnern Sie sich noch an die Turbulenzen des letzten Sommers? Eine Herabstufung durch Fitch Ratings und ein sprunghafter Anstieg der Emissionen langfristiger US-Staatsanleihen sorgten für rippleam Markt und zeigten, wie schnell das Vertrauen schwinden kann. Die USA könnten dank der Dollar-Dominanz zwar glimpflich davonkommen, doch Selbstzufriedenheit ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können.
Variable Variablen und eine parteipolitische Spaltung
Die Annahmen des CBO zu Schlüsselvariablen wie BIP-Wachstum und Inflation mögen auf den ersten Blick plausibel erscheinen, doch Optimismus trübt ihre Prognosen. Die Erwartung, dass die diskretionären Ausgaben lediglich mit der Inflation und nicht mit dem BIP-Wachstum Schritt halten werden, zeichnet ein unrealistisches Bild, insbesondere angesichts des steigenden Verteidigungsbedarfs in Zeiten globaler Instabilität.
Der Markt, der den optimistischen Zinsausblick des CBO skeptisch betrachtet, signalisiert steigende Kreditkosten. Diese Skepsis ist nicht unbegründet, denn Anpassungen an die Markterwartungen deuten darauf hin, dass die Verschuldung bis 2034 123 % des BIP erreichen wird. Eine solche Belastung würde die USA erheblich treffen, da die Kosten für den Schuldendienst potenziell wichtige Haushaltsbereiche wie die nationale Verteidigung und die Sozialversicherung übersteigen könnten.
Prominente Stimmen aus Politik und Finanzwelt haben Bedenken hinsichtlich dieses nicht tragbaren Kurses geäußert. Von Fed-Chef Jerome Powell bis zum ehemaligen Finanzminister Robert Rubin ist die Botschaft eindeutig: Es ist höchste Zeit zu handeln. Doch die bittere Realität der parteipolitischen Grabenkämpfe erschwert ein einheitliches Vorgehen bei diesem Problem.
Der Streit um die Schuldenobergrenze im vergangenen Sommer ist ein Paradebeispiel dafür und brachte die USA an den Rand des Staatsbankrotts. Da die Entscheidung über die Schuldenobergrenze auf 2025 verschoben wurde, droht eine erneute Auseinandersetzung, die die Spannungen wieder aufflammen lassen könnte. Angesichts dieser Herausforderungen steht die fiskalische Stabilität der USA auf dem Spiel, und ein schwindendes Vertrauen in den Dollar und US-Staatsanleihen könnte globale Auswirkungen haben.
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