Indien könnte dank der Reliance Group unter der Führung des Milliardärs Mukesh Ambani schon bald das kapazitätsmäßig größte Rechenzentrum der Welt beherbergen. Dies ist Teil des weltweiten Investitionstrends in Projekte für wachsende KI-Dienstleistungen.
Laut einem Bericht hat das von Ambani geführte Team Nvidias KI-Chips der nächsten Generation erworben, um in Jamnagar die größte geplante Dateninfrastruktur mit einer maximalen Leistung von drei Gigawatt zu errichten. Dieses Projekt übertrifft alle bestehenden Rechenzentren, da keines eine Größe von mehr als einem Gigawatt aufweist.
Ein Vertreter von Reliance lehnte eine direkte Stellungnahme ab, verwies aber auf die jüngsten Äußerungen von Akash Ambani. Der CEO von Reliance Jio, Akash Ambani, bestätigte, dass die Fertigstellung des neuen Projekts zwei Jahre dauern werde. Er versicherte, dass das Team den bei den Jamnagar-Projekten etablierten „echten Jamnagar-Stil in Rekordzeit“ anwenden werde.
Ambanis Rechenzentrumsbau kann die größte Betriebskapazität erreichen
Laut DC Byte verfügen die derzeit größten Rechenzentren über eine Gesamtkapazität von unter einem Gigawatt. Die Rechenleistung für KI-Modelle erfordert enorme Energieressourcen, und die Megawatt-Kapazität der Rechenzentren setzt die Betriebsschwellen.
Ambanis ambitionierte strategische Vorgehensweise spiegelt sich auch in seinem Ansatz zur Entwicklung künstlicher Intelligenz wider. Sein branchenveränderndes Telekommunikationspreismodell steht im Einklang mit zukünftigen Plänen für deutlich reduzierte KI-Inferenzgebühren – jener Technologie, die KI-Systeme wie ChatGPT antreibt. Diese Maßnahmen könnten Startups und Unternehmen, die solche KI-Tools nutzen, erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen.
Das Rechenzentrum von Ambani wird auf bis zu 30 Milliarden US-Dollar geschätzt
Jamnagar wird für die Technologieinfrastruktur von Reliance noch wichtiger werden, da sich die Rechenzentrumskapazität verdreifacht, was die indische KI-Branche maßgeblich voranbringen wird. Reliance betreibt in derdentmit 650.000 Einwohnern mehrere Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien.
Experten schätzen die Projektkosten auf 20 bis 30 Milliarden US-Dollar, doch Reliance fehlt weiterhin eine defiFinanzierungsstrategie. Die jüngste Bilanz des Unternehmens weist Rückstellungen in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar aus.
Reliance hat sich zum Ziel gesetzt, die Kapazitäten und die Bezahlbarkeit der KI-Transformation zu verbessern.
Reliance plant, sein Rechenzentrum unter anderem mit erneuerbarer Energie aus benachbarten Solar- und Windkraftanlagen zu betreiben. Alternative Lösungen wie fossile Brennstoffe und große Batteriespeicher sind jedoch notwendig, um eine konstante Energieversorgung zu gewährleisten, da erneuerbare Energien allein keine zuverlässige Leistung liefern können.
Ambanis Ambitionen sind klar. In seiner Rede im vergangenen Jahr skizzierte er Pläne für erschwingliche KI in Indien durch die Zusammenarbeit von Reliance mit dessen Infrastrukturkompetenz und weltweiten Partnerschaften.
Die Einführung generativer KI-Systeme wie beispielsweise ChatGPT von OpenAI wird eine massive Marktnachfrage nach KI-fähigen Rechenzentren erzeugen.
Bis 2030 prognostiziert eine Verdreifachung der globalen Rechenzentrumskapazität, während die USA mit einem Defizit von 15 Gigawatt zu kämpfen haben. Um die vorhergesagte Nachfrage zu decken, müssten Unternehmen ihre bestehende Kapazität verdoppeln, verglichen mit dem seit dem Jahr 2000 neu errichteten Umfang.

