Amazon expandiert nach Neuseeland mit einem 4,4 Milliarden Dollar schweren Cloud-Angebot

- Amazon hat seine Cloud-Dienste in Neuseeland mit einer Investition von 7,5 Milliarden NZ$ in Rechenzentren gestartet.
- Das Projekt wird jährlich über 1.000 Arbeitsplätze schaffen und das neuseeländische BIP um etwa 10,8 Milliarden NZ$ erhöhen.
- Amazon wird außerdem 20 Milliarden australische Dollar in Australien investieren, um die Rechenzentren auszubauen und die Nutzung von KI zu fördern.
Amazon hat seine Cloud-Dienste offiziell in Neuseeland gestartet und damit einen erstmals im Jahr 2021 angekündigten Plan wiederbelebt, mehr als 7,5 Milliarden NZ$ (4,4 Milliarden US$) in Rechenzentren in dem südpazifischen Land zu investieren.
Amazon Web Services (AWS) plant die Eröffnung der AWS-Region Asien-Pazifik (Neuseeland), „um es lokalen Kunden zu erleichtern, auf die Cloud-Computing-Dienste zuzugreifen, die sie zum Ausführen von Anwendungen, zum Speichern von Daten und zur Erfüllung anderer lokaler Anforderungen benötigen“, teilte das Unternehmen am Dienstag in Wellington mit.
Der Ausbau von Rechenzentren soll über 1.000 Arbeitsplätze schaffen und das BIP um 10,8 Milliarden NZ$ steigern
Das Programm, das den Bau, die Verwaltung und die Instandhaltung von Rechenzentren umfasst, wird 1.000 Vollzeitstellen laut Amazon jährlich
Neuseeland bemüht sich aktiv um ausländische Investitionen, um seine Wirtschaft nach der tiefen Rezession des letzten Jahres wiederzubeleben, und reformiert Planungsgesetze und Visabestimmungen, um internationale Investoren und Unternehmertrac.
Bei einer Auftaktveranstaltung in Mt Wellington, Auckland, sagte Premierminister Christopher Luxon, Amazon habe darauf hingewiesen, dass Bauvorhaben in Neuseeland 20 % teurer seien als in Australien, was die Notwendigkeit neuer Planungsgesetze unterstreiche.
Lokale Medien berichteten, dass Amazon-Manager die genauen Standorte der neuen Rechenzentren nicht bekannt gegeben haben. Amazon fügte hinzu, dass lokale Kunden wie Xero und Kiwibank nun „Workloads ausführen, Daten lokal speichern und nahtlose digitale Erlebnisse“ mit „noch geringerer Latenz“ und schnellerer Markteinführung cloudbasierter Produkte bieten können.
Laut Luxon wurde der Investitionsplan ursprünglich vor fast vier Jahren angekündigt; er wies jedoch darauf hin, dass heute der offizielle Startschuss sei und es sich um eine bedeutende Investition für das Land handle.
„Das geht schon seit einigen Jahren so, das will ich gar nicht bestreiten“, sagte er Reportern. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir einen großen internationalen Investor hier in Neuseeland haben. Genau das wollen wir viel öfter sehen, und es entspricht dem Ziel dieser Regierung, Investitionen in diesem Land willkommen zu heißen, weil sie Arbeitsplätze schaffen.“
Amazon investiert 20 Milliarden australische Dollar in den Ausbau seiner Rechenzentren in Australien.
Amazon hat erst kürzlich angekündigt, 20 Milliarden australische Dollar in den kommenden fünf Jahren (2025 bis 2029) Premierminister Anthony Albanese traf sich in Seattle mit Matt Garman, dem CEO von Amazon Web Services, im Vorfeld des G7-Gipfels in Kanada. Dort wurde die Vereinbarung als Meilenstein der digitalen Zusammenarbeit präsentiert.
Dies ist die bedeutendste Investition in ein australisches Technologieunternehmen und wird die australische Wirtschaft erheblich ankurbeln. Es wird erwartet, dass das Unternehmen durch die Bereitstellung von Technologieprodukten und -dienstleistungen, die Beschäftigung lokaler Fachkräfte und die Bereitstellung von lokalem Support rund um die Uhr in den jeweiligen Landessprachen – beispielsweise für Regierungsbehörden und Betreiber kritischer nationaler Infrastrukturen – einen Multiplikatoreffekt für lokale Unternehmen erzielt.
Die australische Regierung wird die Investition, die mit ihrer Agenda zur Steigerung der Produktivität und zur Ankurbelung der Wirtschaft mithilfe von KI übereinstimmt, als Premiere feiern. Sie stellt Hunderttausenden von Amazon Web Services (AWS)-Kunden und -Partnern die neuesten Cloud- und KI-Funktionen zur Verfügung und gewährleistet die lokale Datenspeicherung sowie die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Laut dem australischen Ministerium für Industrie, Wissenschaft und Ressourcen werden KI und Automatisierung bis 2030 voraussichtlich jährlich bis zu 600 Milliarden AU$ zum australischen BIP beitragen. AWS engagiert sich langfristig in der Region Australien, und die erste AWS-Region Asien-Pazifik wurde 2012 in Sydney eröffnet. Im Jahr 2023 eröffnete AWS die AWS-Region Asien-Pazifik (Melbourne) sowie die ersten AWS Local Zones des Landes in Perth.
Im April 2024 stellte AWS Amazon Bedrock, den verwalteten generativen KI-Dienst von AWS, der AWS-Region Asien-Pazifik (Sydney) zur Verfügung und vereinbarte im Juli 2024 mit der australischen Regierung die Bereitstellung einer „streng geheimen“ AWS-Cloud, die die Cloud-Innovation sowohl in der nationalen Sicherheit als auch in der Verteidigung beschleunigen und die Verteidigungs- und Geheimdienstfähigkeiten des Landes stärken soll.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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