a16z: Warum Krypto-Startups öffentliche Token-Verkäufe in den USA vermeiden sollten

– a16z Crypto rät aufgrund der strengen SEC-Vorschriften von öffentlichen Token-Verkäufen in den USA ab.
– Die SEC und Krypto-Entwickler vertreten unterschiedliche Ansichten zu Dezentralisierung und Anlegerschutz.
– a16z skizziert fünf Schlüsselstrategien für Token-Launches, um die US-Wertpapiergesetze zu erfüllen.
Die Krypto-Sparte von Andreessen Horowitz, a16z Crypto, rät Krypto-Startups dringend, Token-Verkäufe auf dem US-Markt gut zu überdenken. Sie verweist auf eine Diskrepanz zwischen der Vision von Blockchain-Entwicklern von Dezentralisierung und dem regulatorischen Rahmenwerk der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), die die meisten Token als Wertpapiere einstuft, die nach US- Recht registrierungspflichtig sind.
Spannungen mit der SEC
Die Spannungen zwischen Krypto-Entwicklern und der SEC rühren von einem grundlegenden Perspektivenkonflikt her. Die SEC hat es sich zum Ziel gesetzt, Anleger zu schützen, indem sie Transparenz gewährleistet und Informationsasymmetrien zwischen börsennotierten Unternehmen verhindert.
Die Befürworter der Blockchain hingegen propagieren ein dezentrales Modell, das die Macht unter allen Teilnehmern – Entwicklern, Investoren und Nutzern gleichermaßen – verteilt, indem es auf transparente Register setzt und die Abhängigkeit von einer zentralen Instanz verringert.
Dieser dezentrale Ansatz, dem es in traditionellen Unternehmensstrukturen an einem direkten Pendant mangelt, weckt bei Regulierungsbehörden oft Skepsis und lässt die Frage offen, wer zur Rechenschaft gezogen werden kann. Das Fehlen zentraler Kontrolle und die Schwierigkeiten bei der Messung tatsächlicher Dezentralisierung machen ihn zudem anfällig für Manipulationen und stellen somit die Regulierungsbehörden vor Herausforderungen.
Strategische Leitlinien für Token-Einführungen
a16z Crypto betont, dass das Verständnis des US-amerikanischen Wertpapierrechts ein sorgfältiges Vorgehen erfordert, insbesondere die Vermeidung öffentlicher Token-Verkäufe in den USA zur Kapitalbeschaffung, da diese den SEC-Vorschriften direkt widersprechen. Sie schlagen alternative Kapitalbeschaffungsmethoden vor, wie beispielsweise private Verkäufe und Angebote außerhalb der USA, die nicht denselben regulatorischen Prüfungen unterliegen.
Das Unternehmen erläutert fünf wichtige Regeln für Token-Launches:
- Vermeiden Sie öffentliche Verkäufe in den USA: Seit dem ICO-Boom 2017 hat sich vieles verändert. Die SEC wendet den Howey-Test an, um zu bestimmen, ob Transaktionen als Wertpapierangebote gelten. Dadurch sind ICOs selten geworden und wurden durch andere Formen der Tokennutzung ersetzt, die nicht unbedingt eine Geldinvestition oder die Abhängigkeit von den Bemühungen anderer erfordern.
- Dezentralisierung fördern: Projekte sollten von Anfang an auf Dezentralisierung setzen, um regulatorische Hürden zu umgehen. Eine ausreichende Dezentralisierung kann viele derdentvon der SEC identifizierten
- Sorgfältige Kommunikation ist entscheidend: Die Art und Weise, wie ein Projekt über seine Token kommuniziert, kann die regulatorische Behandlung maßgeblich beeinflussen. Gewinnversprechen und zentral gesteuerte Entwicklungen könnentrac. a16z empfiehlt daher eine strikte Kommunikationspolitik, die den Eindruck minimiert, Token seien lediglich Investitionsmöglichkeiten.
- Risikomanagement im Sekundärmarkt: Die Nutzung von Sekundärmärkten und die Sicherstellung von Liquidität ohnetracStrafen erfordern ein sensibles Gleichgewicht. Die SEC hat Projekte für verfrühte Börsennotierungen und Market-Making-Aktivitäten bestraft, die ein formelles Token-Angebot implizieren.
- Token-Sperrfristen durchsetzen: Die Einführung einer mindestens einjährigen Sperrfrist für an Insider und verbundene Unternehmen ausgegebene Token ist unerlässlich. Dies beugt Rechtsstreitigkeiten vor und fördert die langfristige Projektstabilität, indem der Marktdruck reduziert und das Engagement für die Zukunft des Projekts demonstriert wird.
Um regulatorischen Risiken weiter vorzubeugen, empfiehlt a16z Crypto Strategien wie „Protocol Owned Liquidity“ und „Liquidity Bootstrapping Pools“, die indirekte Tokenverkäufe über dezentrale Mechanismen wie DAOs und Liquiditätspools beinhalten.
Diese innovativen Ansätze helfen, die Fallstricke direkter Kapitalbeschaffung zu umgehen, indem sie die Governance und Finanzkontrolle an eine dezentrale Community anstatt an eine zentrale Instanz delegieren. Darüber hinaus verdeutlicht die Inkonsistenz der SEC-Durchsetzungsmaßnahmen, wie sie in Fällen gegen Unternehmen wie Telegram, Rippleund Terraform Labs deutlich wird, die Unberechenbarkeit der Anwendung des US-Wertpapierrechts auf Kryptoprojekte.
a16z Crypto betont, wie wichtig es ist, sich an diese regulatorischen Besonderheiten anzupassen und dabei Modelle zu vermeiden, die zwar innovativ erscheinen mögen, aber dennoch gegen US-amerikanisches Wertpapierrecht verstoßen. Ziel ist es, den Fokus auf echte Dezentralisierung und Compliance zu legen, anstatt Schlupflöcher auszunutzen, die kurzfristige Gewinne, langfristig aber rechtliche Probleme verursachen.
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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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