Bei dem jüngsten Bitcoin -Lösegeldangriff wurde das größte Radionetzwerk Spaniens, Cadena SER (Sociedad Española de Radiodifusión), mit Ransomware infiziert.
Die Hacker hinter dem Angriff fordern ein Bitcoin Lösegeld in Höhe von 750.000 € (827.000 $), um das System zu entschlüsseln. Bitcoin Lösegeldangriffe bei Cyberterroristen zunehmender
Bitcoin -Erpressungsangriff von BitPaymer
Dem Bericht zufolge könnte das Problem mit dem größten spanischen IT-Unternehmen Everis zusammenhängen, das ebenfalls von Ransomware betroffen war. Everis wurde zuvor bereits von der Ransomware BitPaymer angegriffen; die genaue Variante der Ransomware, die SER befallen hat, ist jedoch noch unbekannt. Die Mitarbeiter wurden von ihrem Unternehmen aufgefordert, ihre Computer herunterzufahren, da diese von einem massiven Virus befallen waren.
Die an Everis übermittelte Lösegeldforderung warnte das Unternehmen davor, die Kontaktdaten der Angreifer preiszugeben. Es wird vermutet, dass das Funknetz von Cadena SER angegriffen wurde, da es ein Kunde von Everis war. Darüber hinaus musste der Telekommunikationsanbieter Orange den Zugang von Everis zu seinem Netzwerk sperren, um eine Infektion des eigenen Systems durch den Angriff zu verhindern.
Das spanische Ministerium für Innere Sicherheit erklärte, es sei sich des Angriffs bewusst, und das nationale spanische Institut für Cybersicherheit INCIBE bemühe sich um die Wiederherstellung der Systeme.
Die BlueKeep-Schwachstelle wurde möglicherweise ausgenutzt, um die Systeme des Dienstanbieters zu infizieren. Diese Schwachstelle ist in allen ungepatchten Windows NT-basierten Versionen des Microsoft-Betriebssystems bekannt. Ein Mitarbeiter von Everis berichtete zudem, dass beim Versuch, einen Patch zur Behebung der Schwachstelle zu implementieren, die Bildschirme aufgrund einer Antiviren-Abfrage schwarz wurden.
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Hacker fordern 800.000 Bitcoin nach Ransomware-Angriff auf größtes Radionetzwerk Spaniens