Schweizer Abgeordnete wehren sich gegen neue Regeln zur Bekämpfung von Finanzkriminalität

- Schweizer Abgeordnete wehren sich gegen staatliche Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche, die zur Eindämmung von Finanzkriminalität beitragen sollen.
- Die Gesetzgeber argumentieren, dass die Schweiz ihre Geldwäschebekämpfungsinitiativen aus Wettbewerbsgründen einschränken müsse.
- Die Boston Consulting Group prognostizierte, dass die Schweiz ihren Status als weltweit größtes Zentrum für Vermögensverwaltung bereits in diesem Jahr verlieren könnte.
Schweizer Abgeordnete lehnten das Geldwäschegesetz der Regierung ab, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhalten. Sie erklärten, die Initiative ziele darauf ab, die Schweiz im globalen grenzüberschreitenden Vermögensmanagement wettbewerbsfähiger zu machen, wo Länder wie Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Boston Consulting Group prognostizierte, dass die Schweiz bereits in diesem Jahr ihren Status als weltweit größter Standort für Vermögensverwaltung verlieren könnte. Das Land verstärkte seinen Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, nachdem die Trump-Regierung Zölle in Höhe von 39 %.
Die Regierung des Landes erklärte, die Abgeordneten hätten nach der Verschärfung der US-Handelspolitik begonnen, nach Wegen zur Stärkung der nationalen Wirtschaft zu suchen.
Die Schweizer Geldwäschebekämpfungsgesetzgebung zielt auf Transparenz bei Briefkastenfirmen in den Ländern ab
Die Schweizer Regierung erklärte damals, der Gesetzgeber werde sich verstärkt auf regulatorische Entlastungen für Schweizer Unternehmen konzentrieren und neue, kostenintensive Regelungen ablehnen. Im August bekräftigte die Regierung, ihre wirtschaftspolitische Agenda entschlossen voranzutreiben und den Fokus auf die Reduzierung des bürokratischen Aufwands für Unternehmen zu legen.
Die Abgeordneten begründen die aktuellen Vergeltungsmaßnahmen der Regierung im Kampf gegen Geldwäsche mit Wettbewerbsgründen, ähnlich wie in der Debatte um die vorgeschlagenen neuen Kapitalvorschriften für die größte Schweizer Bank, die UBS. Die Geldwäschegesetzgebung zielt darauf ab, die Vorgaben der Financial Action Task Force (FATF) umzusetzen, die Staaten zur Offenlegung von Scheinfirmen aufruft.
Die Schweizerische Volkspartei-Abgeordnete Barbara Steinemann argumentierte, die Schweiz neige dazu, Regeln einzuführen, sobald ausländischer Druck auf die Finanztransparenz bestehe. Sie ist der Ansicht, dass diese Initiative die Bürokratie aufblähe und die Wettbewerbsfähigkeit untergrabe, während andere Finanzzentren sich zurückhielten.
„Hier geht es um einen Krieg zwischen Finanzzentren und Wirtschaftsinteressen. Die Amerikaner und andere europäische Länder möchten unser Geschäft übernehmen.“
-Barbara Steinemann, Mitglied des Schweizerischen Nationalrats.
Das Land führte im vergangenen Jahr den OECD-Mindeststeuersatz von 15 % für große Unternehmen ein und implementierte in diesem Jahr die endgültigen Basel-III-Bankenstandards. Abgeordnete lehnen zudem die verschärften Gesetze der Regierung zur Bekämpfung unseriöser Anwälte ab, da sie diese für unnötig und belastend halten.
Die Schweizer Politikerin Simone Giannini argumentierte, dass das Streben nach Transparenz nicht zu Überregulierung führen dürfe. Die Schweizerische Volkspartei und die Zentrumspartei hatten sich bereits vor fünf Jahren gegen ein ähnliches Geldwäschebekämpfungsgesetz ausgesprochen.
Im Juni schloss die Schweizer Regierung auch gemeinnützige Organisationen, darunter Wohltätigkeitsorganisationen, von einem geplanten Transparenzregister zur Offenlegung der wirtschaftlich Berechtigten aus.
Die Gesetzgeber schlossen auch Treuhandverhältnisse von den Registerregelungen aus. Die Schweizer Finanzministerin Karin Keller-Sutter erklärte, Treuhandverhältnisse seien anfällig für Straftaten und könnten dazu missbraucht werden, diedenteines Kunden zu verschleiern.
Das Schweizer Parlament reduziert die Sorgfaltspflichten für Berater
Das Parlament reduzierte zudem die Sorgfaltspflichten für Berater und befreite einige Anwälte von der Umsetzung solcher Schutzmaßnahmen. Der Schweizer Finanzminister erklärte, die Änderungen hätten den Kreis der von den Pflichten betroffenen Anwälte verkleinert.
Die Boston Consulting Group gab bekannt , dass alle anderen wichtigen Finanzzentren im Jahr 2024 prozentual gesehen ein schnelleres Wachstum als die Schweiz verzeichneten. Laut dem Bericht führte Singapur mit einem Wachstum von fast 12 % beim grenzüberschreitenden Vermögenstransfer. Das Unternehmen prognostiziert zudem, dass Hongkong im Jahr 2025 zum weltweit führenden Buchungszentrum für grenzüberschreitende Vermögenstransfers aufsteigen wird.
Die britische Non-Profit-Organisation Tax Justice Network stuft die Schweiz nach den USA als zweitgrößten Förderer von Finanzgeheimnissen weltweit ein. Anton Broennimann, Leiter der Schweizer Finanzkriminalitätsabteilung, erklärte, das Land müsse verhindern, dass es aus Wettbewerbsgründen für Kriminelletracwerde. Er begrüßt zudem strengere Regeln für risikoreiche Aktivitäten im Finanzberatungssektor, obwohl andere Länder in diesem Bereich keine solchen Verpflichtungen haben.
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