Offenbar erfolgte die indische Zulassung der Kryptowährungsbörse Zebpay genau zu dem Zeitpunkt, als der Oberste Gerichtshof Indiens die indische Zentralbank bereits angewiesen hatte, das selbst auferlegte Verbot der Kryptowährung aufzuheben.
Laut jüngsten Berichten hat die Kryptobörse Zebpay nun bestätigt, dass sie vom indischen Ministerium für Unternehmensangelegenheiten geprüft wurde und dabei einige Verstöße festgestellt wurden. Den Berichten zufolge ist der Fall jedoch nun abgeschlossen.
Zebpay-Saga um die indische Abfertigung
Der Marketingchef von Zebpay, Vikram Rangala, erklärte dazu, die Prüfung sei Anfang 2019 durchgeführt und der Fall im September abgeschlossen worden. Der Verstoß, der die Probleme mit der indischen Zulassung von Zebpay auslöste, beruhte auf einem Buchhaltungsfehler, der korrigiert und mit einer Geldstrafe belegt wurde. Rangala führte weiter aus, der Fehler sei entstanden, weil die Vorschriften für die Erfassung und Meldung von Kryptotransaktionen entweder nicht existierten oder unklar waren.
Rangala lehnte es jedoch ab, die Höhe der Geldstrafe preiszugeben, da Zebpay die Entscheidung der Regierung, die Details der Geldstrafe nicht öffentlich zu machen, befolgt. Darüber hinaus erklärte Rangala, dass Zebpay im Zuge der neuen Geschäftsführung liquidiert wurde. Zebpay firmiert nun unter dem Namen Awlencan Innovation India.
Deepak Kapoor, Gründer des Thinktanks BEGIN India, erklärte, das Ministerium habe im Fall Zebpay die richtige Entscheidung getroffen, und solche Entwicklungen seien zu begrüßen. BEGIN India arbeitet im Kampf gegen Kryptokriminalität mit der indischen Regierung und den Ermittlungsbehörden zusammen.
Obwohl die Anordnung des Obersten Gerichtshofs noch nicht umgesetzt wurde, kommt diese Nachricht für die Kryptowährungsbörse gerade zur denkbar ungünstigsten Zeit als eher negative Publicity.

