Gewalttätige Angriffe auf Kryptowährungsinhaber nehmen im Jahr 2025 alarmierend schnell zu. Alena Vranova, Gründerin des Hardware-Wallet-Herstellers SatoshiLabs, warnte auf der Baltic Honeybadger 2025 Konferenz in Riga, Lettland.
Sie erklärte dem Publikum, dass diese Verbrechen – bekannt als „Schraubenschlüsselangriffe“ – Entführungen, körperliche Angriffe und Erpressung umfassen, die alle darauf abzielen, die Opfer zur Herausgabe ihrer privaten Schlüssel zu zwingen.
Vranova erklärte dass jede Woche mindestens ein Bitcoin Nutzer irgendwo auf der Welt entführt, gefoltert, erpresst oder gar noch schlimmeren Verbrechen ausgesetzt werde. Sie fügte hinzu, dass entgegen der weit verbreiteten Annahme, solche Angriffe richteten sich nur gegen wohlhabende Bitcoin Veteranen, Fälle von Entführungen wegen Kryptowährungen im Wert von nur 6.000 US-Dollar und Morde wegen Kryptowährungen im Wert von 50.000 US-Dollar verzeichnet seien.
Branchenzahlen deuten darauf hin, dass 2025 das gefährlichste Jahr bisher werden könnte. Laut Chainalysis hat die Zahl der Schraubenschlüsselangriffe bisher fast das Niveau des schlimmsten Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht und könnte sich bis zum Jahresende verdoppeln, sollte sich der Trend fortsetzen.
Datenlecks beschleunigen kriminelle Angriffe
Einer der Hauptgründe für den Anstieg gewalttätiger Angriffe auf Kryptowährungsinhaber ist die massive Welle von Datenlecks bei zentralisierten Diensten. Alena Vranova, Gründerin von SatoshiLabs, erklärte dem Publikum der Baltic Honeybadger 2025, das Ausmaß des Problems sei erschreckend: Mehr als 80 Millionen Krypto-Nutzeridentitäten dent derzeit online offengelegt, wobei bei 2,2 Millionen davon die Wohnadressen preisgegeben werden.
Die meisten dieser Datenlecks stammen von zentralisierten Kryptowährungsbörsen und Wallet-Anbietern, die den Bestimmungen zur Kundenidentifizierung (KYC) unterliegen. Obwohl diese Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und anderen Finanzkriminalität eingeführt wurden, verpflichten sie die Plattformen zur Speicherung sensibler Daten wie Name, Telefonnummer,dentund Wohnadresse. Diese Daten dienen Kriminellen als „Einkaufsliste“, die sie stehlen oder nach dem Diebstahl weitergeben können.
Die Folgen sind nicht rein akademischer Natur. Die US-Börse Coinbase bestätigte im Mai 2025 einen Hackerangriff, bei dem Namen und persönliche Daten , darunter Adressen, gestohlen wurden. Einen Monat später entdeckte das Cybersicherheitsmagazin Cybernews diverse Datenbanken mit über 16 Milliarden gestohlenen Zugangsdaten dent dent von Kryptowährungsinvestoren verwendet werden
Gestohlene persönliche Daten werden nun mit Blockchain-Analysetools kombiniert, um Kriminelle zu befähigen, Personen mit großen Bitcoin oder anderen Kryptowährungsbeständen zudent. Sobald diese Opferdentsind, können gezielte Phishing-Angriffe oder SIM-Swapping-Attacken durchgeführt werden. Im schlimmsten Fall wird physische Gewalt angewendet, um die Opfer zur Herausgabe ihrer privaten Schlüssel zu zwingen. Da der Bullenmarkt neue und oft weniger sicherheitsbewusste Anlegertrac, führt dies auch zu Aktivitäten krimineller Organisationen, die diese erhöhte Aufmerksamkeit als Mittel sehen, um ihre Gewinne durch Diebstahl oder Erpressung zu steigern, so die Expertin.
Die wachsende Sorge besteht darin, dass, sollte sich der oben beschriebene Zyklus in Verbindung mit einemtronDatenschutz und besseren Datenschutzpraktiken wiederholen, das Durchsickern von KYC-Datenbanken in Verbindung mit steigenden Krypto-Bewertungen ein Umfeld schaffen wird, in dem BitcoinBesitzer weltweit bedroht sind.
Kryptowährungsbesitzer verstärken Sicherheitsmaßnahmen angesichts zunehmender Angriffe
Die Kryptowährungs-Community reagiert auf die Zunahme der Gewalt mit einem verstärkten Fokus auf physische und operative Sicherheit. Prominente BitcoinBesitzer engagieren private Sicherheitsdienste, verstärken die Sicherheitsvorkehrungen an ihren Häusern und nutzen Datenschutztools, um ihre Vermögenswerte zu verschleiern.
In manchen Fällen ergreifen sogar Privatanleger Vorsichtsmaßnahmen. Branchenexperten empfehlen, die öffentliche Präsenz von Kryptowährungen zu reduzieren, nicht-verwahrende Wallets zu verwenden, Bestände auf mehrere sichere Orte zu verteilen und öffentliche Diskussionen über Anlagevolumen oder -strategie zu vermeiden.
Experten betonen außerdem die Wichtigkeit von „Opsec“-Hygiene (operativer Sicherheitshygiene): die Verwendung einzigartiger Passwörter, die Aktivierung der Multi-Faktor-Authentifizierung, die regelmäßige Überprüfung, ob persönliche Informationen bei Datenpannen offengelegt wurden, und die Wachsamkeit gegenüber ungewöhnlichen Kontaktversuchen.
Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, wird das Jahr 2025 den bisherigen Rekord an gewalttätigen physischen Angriffen auf Krypto-Besitzer zwar übertreffen, ihn aber möglicherweise sogar verdoppeln – ein ernüchternder Meilenstein für eine Technologie, die einst als „digitales Gold“ gefeiert wurde

