Sam Altmans Worldcoin versprach einen globalen Ausweis, warum also verschließen die Länder die Tür?

- Sam Altman gründete Worldcoin im Jahr 2023, um Menschen durch einen Augenscan eine digitale ID zu geben und ihnen kostenlose Kryptowährung zu verleihen.
- Viele Menschen und Regierungen äußerten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Datensicherheit und der Art und Weise, wie das Unternehmen die Augenscans der Menschen nutzte.
- Worldcoin versuchte, die Probleme durch mehr Transparenz und die Möglichkeit für die Nutzer, ihre Daten selbst zu kontrollieren, zu beheben, doch viele Experten vertrauen dem Unternehmen noch immer nicht vollständig.
OpenAI-Mitbegründer Sam Altman rief 2023 Worldcoin ins Leben, um Menschen eine digitaledentzu geben, mit der sie sich sicher und anonym online verifizieren können.
Die Idee hinter dem Projekt bestand darin, dass die Teilnehmer ihre Iris scannen sollten und das Unternehmen sie im Austausch für ihre persönlichen Daten mit einer kleinen Menge Kryptowährung belohnen würde, was nach seiner Überzeugung mehr Menschen zur Anmeldung animieren sollte.
Altman erklärte seine Absicht für Worldcoin als „Beweis der Persönlichkeit“, da KI menschliches Verhalten imitieren und wie Menschen sprechen könne, wodurch es schwieriger werde, online zu erkennen, wer oder was real ist. Er wolle außerdem die Kluft zwischen Arm und Reich verringern, indem er allen gleichen Zugang zu digitalen Diensten ohne Papierkram oder Passwörter ermögliche.
Anfangs war Worldcoin ein riesiger Hype. In den sozialen Medien kursierten Bilder von Menschen, die in langen Schlangen warteten, um ihre Iris scannen zu lassen, insbesondere in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Die meisten Freiwilligen freuten sich, Teil dieser globalen Tech-Bewegung zu sein, während andere vor allem an der kostenlosen Kryptowährung interessiert waren, die das Unternehmen jedem Iris-Scanner auszahlte.
Altmans Vision einer vernetzten und gleichberechtigten Welt begann jedoch zu bröckeln, als Bürger und Regierungen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Datensicherheit, der Fairness und der Einwilligung im Rahmen des Projekts äußerten.
Datenschutzgruppen kritisieren Worldcoin wegen biometrischer Risiken und Ausbeutung
Technologieexperten und Datenschutzorganisationen warnen davor, dass die biometrischen Daten dieser Augenscans extrem sensibel sind, da sie direkten Rückschluss auf die eigene Person zulassen. Und da man seine Augen nicht wie ein Passwort ändern kann, könnten Hacker einen leicht ausspionieren oder bestehlen.
DietronFrontier Foundation (EFF) kritisierte das Projekt ebenfalls und sagte, das Unternehmen habe es übereilt, Informationen aus Entwicklungsländern zu sammeln, da die Menschen nicht wüssten, wie Worldcoin ihre Daten verwenden, schützen oder löschen würde.
Zudem äußerten Nutzer Bedenken hinsichtlich der Einwilligung, da Worldcoin mitunter gezielt Personen mit eingeschränktem Internetzugang oder geringer Bildung anspreche, da diese die Risiken weniger gut verstehen und daher weniger fundierte Entscheidungen treffen könnten. Einige Nutzer gaben sogar an, sich lediglich wegen der kostenlosen Kryptowährung bei Worldcoin registriert zu haben, ohne zu wissen, wie das Unternehmen ihre Daten verwenden würde.
Worldcoin geriet auch wegen mangelnder Transparenz in die Kritik, da das Unternehmen nicht klar darlegte, wie die Nutzerdaten gespeichert wurden, wer Zugriff darauf hatte und was im Falle eines Eigentümerwechsels oder einer Schließung des Unternehmens geschehen würde.
Obwohl Worldcoin die Anonymisierung der Daten angab, wiesen Experten darauf hin, dass diese mit den richtigen Tools dennoch zur jeweiligen Person tracwerden könnten. Sobald ein Scan in der Datenbank des Unternehmens gespeichert ist, kann er dort aufdefiZeit verbleiben.
Aufgrund zunehmender Bedenken haben verschiedene Regierungen Untersuchungen zu den Geschäftspraktiken von Worldcoin eingeleitet. Länder wie Spanien, Portugal und Kenia fordern vehement die Einstellung des Geschäftsbetriebs von Worldcoin in ihren Regionen. Diese Maßnahmen belegen, dass viele Regierungen weltweit zu voreilig handeln und dabei gegen Gesetze verstoßen, die eigentlich die Interessen der Nutzer schützen sollen.
Worldcoin versucht nach den Sperrungen das Vertrauen zurückzugewinnen
Aufgrund des Widerstands der Regierung versuchte Worldcoin schnell, sein Image zu retten und auf die wachsende Kritik zu reagieren, indem es den Quellcode seines Orb-Scanners veröffentlichte, um den Menschen zu helfen, die Funktionsweise zu verstehen und zu beweisen, dass es nicht heimlich mehr Daten sammelte, als es behauptete.
Darüber hinaus führte das Unternehmen die Funktion „Persönliche Datenspeicherung“ ein, die es Nutzern ermöglicht, ihre Daten selbst zu speichern oder aus der Datenbank zu löschen. Außerdem beauftragte Worldcoindent Experten mit externen Prüfungen, um sicherzustellen, dass die Technologie und die Richtlinien des Unternehmens den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen, wie von Worldcoin behauptet.
Trotz dieser Bemühungen gehen die Meinungen von Rechts- und Technologieexperten auseinander, denn einige sagen, es sei der erste Schritt zur Wiedergutmachung gewesen, während andere behaupten, diese Bemühungen seien nicht ausreichend gewesen und das Unternehmen habe noch große Probleme zu lösen.
Deshalb bleibt die Kluft zwischen den Behauptungen des Unternehmens und den Ansichten der Regulierungsbehörden auch nach all den Änderungen, die Worldcoin vorgenommen hat, groß, da die Regulierungsbehörden sagen, dass das Unternehmen noch mehr erklären, beheben und beweisen muss, bevor es zu einem Verbot der Kurserhöhungen kommt.
Das indonesische Ministerium für Kommunikation und Digitales (Komdigi) plant, die Entwickler von Worldcoin und WorldID nächste Woche vorzuladen. Dieser Schritt folgt auf die vorübergehende Sperrung der Plattformen, die Irisdaten von Nutzern sammeln, wegen mutmaßlicher Verstöße gegen regulatorische Bestimmungen.
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