Derivate, Liquiditätslücken und Zinswetten – Warum die Fed die Volatilität nicht zähmen kann

- Die US-Notenbank hält die Zinssätze konstant, aber die Märkte wollen Antworten, die sie nicht hat.
- Die Wall Street ist nervös, der S&P 500 ist um fast 10 % gefallen, und die Volatilität nimmt zu.
- Das Vertrauen der Anleger ist eingebrochen, cash befinden sich auf dem höchsten Stand seit dem Börsencrash von 2020.
Die US-Notenbank steht unter Druck. Die Märkte geben nach, die Händler sind nervös, und die Wirtschaftslage verschärft die Situation zusätzlich. Es wird erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert lässt, doch das wird die Anleger nicht beruhigen.
Alle warten gespannt auf Jerome Powells Rede. Seine Pressekonferenz und die neuen Wirtschaftsprognosen der Fed werden die nächsten wichtigen Schritte bestimmen. Die Wall Street bereitet sich bereits auf das Schlimmste vor. Der S&P 500 ist seit seinem letzten Höchststand um fast 10 % gefallen. Die Anleger sind nervös.
Auch die Prognosen der Fed sind nicht verlässlich. Goldman Sachs warnt davor, dass sie trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit möglicherweise noch zwei Zinssenkungen beinhalten. Die Zollpolitik unter Donald Trump bleibt unklar, was die Inflationsprognose zusätzlich erschwert. Die Zentralbank wird zwar so tun, als hätte sie die Lage im Griff, aber der Markt weiß es besser.
Der nächste Schritt der Fed könnte das Marktvertrauen erschüttern
Händler haben auf die sogenannte „Fed-Put“-Strategie gesetzt, also darauf, dass die Zentralbank eingreifen wird, um einen kompletten Börsencrash zu verhindern. Diese Annahme wird nun auf die Probe gestellt. Sollte die Fed eine restriktive Haltung signalisieren oder gar zögern, könnte dies einen noch stärkeren Kursverfall auslösen. Der Markt hat bereits mit Schwierigkeiten zu kämpfen, und ein weiterer Rückschlag könnte die Kurse weiter drücken.
Venu Krishna, Stratege bei Barclays, erklärte Anlegern, dass die Panik zwar noch nicht vollständig ausgebrochen sei, sich aber durchaus noch verstärken könne. „Dies könnte am Vertrauen der Märkte in die Fed-Put-Option liegen, die diese Woche auf der FOMC-Sitzung entscheidend auf die Probe gestellt werden könnte“, so. Sollte Powell eine unerwartete Haltung zur Inflation oder zu Zinssenkungen einnehmen, könnte die Wall Street in eine Abwärtsspirale geraten.
Larry Benedict, Gründer von The Opportunistic Trader, verwies unterdessen auf den Cboe Volatility Index (VIX), der die Marktängste trac. Er liegt zwar niedriger als im August letzten Jahres, doch das ist nicht aussagekräftig. „Die Volatilität ist etwas höher, aber angesichts der aktuellen Marktlage ist sie nicht wirklich hoch“, so Benedict. Sollten die Märkte das Risiko unterschätzen, könnte sich die Lage schnell zuspitzen.
Der S&P 500 ist nach fünf der letzten zehn Fed-Sitzungen gefallen, wobei der größte Rückgang im Dezember fast 3 % betrug. Sollte Powells Pressekonferenz weitere Unsicherheit mit sich bringen, könnte sich dieser Trend fortsetzen.
Die Stimmung an der Wall Street bricht ein, während sich cash anhäuft
Die jüngste globale Fondsmanagerumfrage der Bank of America sendete ein weiteres Warnsignal. Die Anlegerstimmung verzeichnete den größten Einbruch seit März 2020, als die Märkte während der Pandemie einbrachen.
Michael Hartnett, ein Anlagestratege der Bank of America, sprach von einem „Bullenmarktcrash“, einer kompletten Kehrtwende in der optimistischen Stimmungslage aufgrund von Wachstumsängsten und Trumps Zollpolitik. Es war der siebtgrößte Stimmungsrückgang seit 24 Jahren.
Anleger ziehen sich zurück. US-Aktien verzeichneten den größten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen. Händler horten zudem cash in einem Ausmaß, wie es zuletzt beim Börsencrash im März 2020 zu beobachten war. Die Wall Street befindet sich in höchster Alarmbereitschaft.
Die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum brachen ein und verzeichneten den zweitgrößten Rückgang in der Geschichte. Das ist von Bedeutung. Die Wachstumsprognose der Umfrage korrelierte stets mit der Entwicklung des S&P 500, und der Rückgang deutet auf schlechte Nachrichten für Aktien hin.
Manche Händler glauben, das Schlimmste sei überstanden. Hartnett merkte an, dass ein solcher Stimmungsrückgang darauf hindeuten könnte, dass die Marktkorrektur ihrem Ende entgegengeht. Er warnte jedoch auch davor, dass die Daten noch nicht schlecht genug seien, um bereits einen tatsächlichen Tiefpunkt zu erkennen. Die Aktienkurse könnten noch weiter fallen.
Der S&P 500 konnte sich am Dienstag nur knapp aus dem Korrekturbereich befreien und einen Rückgang von 10 % gegenüber seinem letzten Höchststand verhindern. Der Markt befindet sich in einer gefährlichen Lage.
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