- Der britische Wohnungsmarkt verzeichnete 2023 einen Rückgang von 1,8 %, für 2024 wird mit weiterer Stagnation oder einem weiteren Rückgang gerechnet.
- Nationwide berichtet, dass die Immobilienpreise aufgrund hoher Hypothekenzinsen derzeit 4,5 % unter ihrem Höchststand von 2022 liegen.
- In Schottland und Nordirland stiegen die Preise, während Ostanglien den größten Rückgang verzeichnete.
Der britische Immobilienmarkt, ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage des Landes, befindet sich auf einem Kurs, der sowohl Hausbesitzer als auch potenzielle Käufer mit Spannung erwarten lässt. Laut Nationwide, einem der größten Hypothekengeber, verzeichnete der britische Immobilienmarkt 2023 einen Rückgang von 1,8 %. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend 2024 entweder abschwächt oder fortsetzt.
Die Immobilienpreise, die zwischen November und Dezember unverändert blieben, liegen nun fast 4,5 % niedriger als im Sommer 2022 auf ihrem Höchststand. Dieser Abschwung spiegelt die Auswirkungen der stark gestiegenen Hypothekenzinsen wider, die durch die Entscheidung der Bank of England beeinflusst wurden, die Kreditkosten von einem Rekordtief von 0,1 % Ende 2021 auf ein 15-Jahres-Hoch von 5,25 % anzuheben.
Regionale Unterschiede und wirtschaftlicher Druck
In diesem Kontext stellen Schottland und Nordirland Ausnahmen dar, da sie die einzigen Regionen im Vereinigten Königreich sind, in denen die Immobilienpreise 2023 stiegen. Ostanglien hingegen war am stärksten vom Abschwung betroffen und verzeichnete einen Rückgang der Immobilienpreise um 5,2 %. Insgesamt sanken die Preise in England im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 %, wobei die südlichen Regionen hinter denen im Norden zurückblieben. Diese regionale Diskrepanz verdeutlicht den ungleichen wirtschaftlichen Druck, dem das Vereinigte Königreich.
Robert Gardner, Chefökonom von Nationwide, hob die Herausforderungen für Erstkäufer hervor. Trotz etwas niedrigerer Preise entspricht die typische Anzahlung eines Erstkäufers sage und schreibe 105 % seines durchschnittlichen jährlichen Bruttoeinkommens. Darüber hinaus verschlingt die durchschnittliche monatliche Hypothekenrate 38 % des Nettoeinkommens – deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt von 30 %.
Die Analyse von Nationwide zeigt einen polarisierten Markt: Hypothekentransaktionen lagen in den letzten sechs Monaten um ein Fünftel unter dem Niveau vor der Pandemie. Die Nachfrage von cash hat den Markt jedoch vor einem stärkeren Rückgang etwas abgefedert. Die Daten von Nationwide deuten zudem auf eine Stabilisierung der Preise im Dezember hin, was auf ein langsameres jährliches Rückgangstempo im Vergleich zum November schließen lässt.
Ein Blick in die Zukunft: Prognosen und Analystenmeinungen
Mit Blick auf das Jahr 2024 herrscht am britischen Wohnungsmarkt eine vorsichtige Skepsis. Nationwide prognostiziert eine Stagnation oder einen weiteren Rückgang der Immobilienpreise um bis zu 2 %. Diese Einschätzung deckt sich mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Kontext, in dem aufgrund eines soliden Einkommenswachstums, leicht sinkender Immobilienpreise und Hypothekenzinsen eine allmähliche Verbesserung der Bezahlbarkeit erwartet wird.
Halifax, der Hauptkonkurrent von Nationwide, rechnet mit einem stärkeren Rückgang der Hauspreise und prognostiziert einen Rückgang von 2 bis 4 % im Jahr 2024. Einige Immobilienanalysten vertreten jedoch eine optimistischere Haltung und verweisen auf die Widerstandsfähigkeit des Marktes gegenüber den hohen Kreditkosten im vergangenen Jahr.
Die jüngsten offiziellen Daten, die sowohl cash als auch Hypothekenkäufe umfassen, deuten auf einen Preisrückgang von 1,2 % in den zwölf Monaten bis Oktober hin. Die aktuelleren Indizes von Nationwide und Halifax lassen auf eine jüngste Preisstabilisierung schließen, die durch einen überraschenden Rückgang der Verbraucherpreisinflation und die Aussicht auf eine vorgezogene Zinssenkung der Bank of England im Jahr 2024 begünstigt wird.
Andrew Wishart, Analyst bei Capital Economics, hält ein Szenario für zunehmend wahrscheinlich, in dem die Hauspreise im nächsten Jahr gar nicht fallen werden. Diese Prognose wird durch die anhaltende Nachfrage von cash , wenige Zwangsverkäufe und einen prognostizierten Rückgang der Kreditkosten gestützt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung des britischen Wohnungsmarktes im Jahr 2024 von einem komplexen Zusammenspiel wirtschaftlicher Faktoren abhängt. Regionale Unterschiede, das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage sowie die allgemeine Wirtschaftslage werden den Marktverlauf beeinflussen. Auch wenn die Aussichten weiterhin ungewiss sind, bietet die Widerstandsfähigkeit des britischen Wohnungsmarktes angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen einen Hoffnungsschimmer für einen stabilen oder sich möglicherweise erholenden Markt im kommenden Jahr.
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