Das steckt wirklich hinter der Erholung des Aktienmarktes

- Aktienrückkäufe sind ein wichtiger Grund für die jüngste Marktrallye, wobei Unternehmen wie Palo Alto Networks und H & R Block die Vorreiterrolle einnehmen.
- Die Aktienrückkäufe haben ihren höchsten Stand seit mindestens 2010 erreicht, der S&P 500 verzeichnet seit 23 Wochen in Folge eine kontinuierliche Aktivität.
- Die Anleger beobachten die US-Notenbank Federal Reserve genau und hoffen auf Zinssenkungen, die den Markt weiter ankurbeln könnten.
Was steckt wirklich hinter dem jüngsten Aufschwung des Aktienmarktes? Ein wichtiger Faktor, der allerdings nicht die Schlagzeilen beherrscht, sind Aktienrückkäufe. Ja, Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien in einem Ausmaß zurück, das selbst den gierigsten Krypto-Investor vor Neid erblassen ließe.
Dies wird von Führungskräften als Zeichen finanzieller Stärke und Optimismus hinsichtlich zukünftiger Aktienkurse gefeiert. Die US-amerikanischen Unternehmen haben sich in diesem Jahr wie nie zuvor dem Aktienrückkauf-Trend angeschlossen.
Große Namen wie Palo Alto Networks und H & R Block sind nur zwei der jüngsten Unternehmen, die angekündigt haben, mehr Geld in ihre eigenen Aktien zu investieren.
Die Bank of America hat untersucht, wie viele Aktien Unternehmen zurückkaufen, und diese Rückkäufe mit der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 verglichen. Und siehe da? Die Zahlen sind so hoch wie seit mindestens 2010 nicht mehr. Das ist über ein Jahrzehnt!.
Noch verrückter? Aktien aus dem Bereich Kommunikationsdienstleistungen führen den Trend an und kaufen im Verhältnis zu ihrer Marktkapitalisierung mehr Aktien zurück als jeder andere Sektor im S&P 500.
Warum ist das also wichtig? Weil diese Aktienrückkäufe die Zuflüsse in die Höhe treiben, Aktientracerscheinen lassen und vielleicht – nur vielleicht – eine Rolle bei der Marktrallye spielen, die wir gerade erleben.
Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft, verringert sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien, was den Aktienkurs in die Höhe treiben kann. Einige Ökonomen fragen sich, ob dies mit der Markterholung nach dem Einbruch Anfang August zusammenhängt.
Vergessen wir nicht: Warren Buffett selbst ist ein großer Befürworter von Aktienrückkäufen. Wenn das Orakel von Omaha sie mag, dann sollte man sie im Auge behalten.
Unternehmen, die eigene Aktien zurückkaufen, setzen im Wesentlichen auf sich selbst und zeigen damit, dass sie glauben, ihre Aktien seien unterbewertet oder es gäbe keine bessere Verwendung für ihr cash.
Dies ist besonders wichtig in einem Markt, in dem das Vertrauen erschüttert ist und die Anleger nach jedem Grund suchen, im Spiel zu bleiben.
Doch nicht nur Aktienrückkäufe treiben den Markt an. Anleger beobachten auch die US-Notenbank Federal Reserve genau und hoffen auf positive Nachrichten.
Die globalen Aktienkurse notieren nahe ihrem höchsten Stand seit einem Monat, und der Dollar erreicht neue Tiefststände – alles nur, weil die Menschen glauben, die US-Notenbank könnte bereit sein, die Zinsen erneut zu senken.
Es hängt viel von den Protokollen der Fed-Sitzung vom Juli ab und davon, was Fed-Chef Jerome Powell bei der Sitzung in Jackson Hole Ende dieser Woche zu sagen hat.
Alle warten gespannt darauf, ob Powell im September Andeutungen auf eine Zinssenkung machen wird. Schon die bloße Andeutung niedrigerer Zinsen hat Wirkung gezeigt.
DerS&P 500 gab leicht nach und verlor 0,2 Prozent, während auch der Nasdaq und der Dow Jones leichte Verluste verzeichneten. Das eigentliche Geschehen spielt sich jedoch am Anleihenmarkt ab.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel auf 3,818 %, und die Terminmärkte preisen nun bereits eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September ein. Es besteht sogar eine Wahrscheinlichkeit von 25 %, dass eine Senkung um 50 Basispunkte erfolgen könnte.
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