Der wöchentliche Optionsverfall könnte die Grundlage für Kursbewegungen bei BTC und ETH bilden. Das reguläre wöchentliche Ereignis deutet jedoch derzeit nicht auf eine höhere Volatilität hin.
Der Verfall der wöchentlichen Deribit-Optionen deutet auf ein ruhigeres Wochenende hin. Normalerweise bringt der Verfall am Freitag zumindest eine etwas höhere Volatilität mit sich, die potenziell zu Wochenendrallyes führen kann. Diesmal signalisiert der Verfall der wöchentlichen Optionen jedoch eine leicht bärische Stimmung.
Am Freitag verfielen offene Optionen im Wert von insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar, wobei Put-Optionen überwogen. Das Put/Call-Verhältnis für Bitcoin stieg auf 1,3, was im Vergleich zu den Vorwochen auf eine deutlich pessimistischere Marktstimmung hindeutet.
Trotz der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank nächste Woche bleibt die implizite Volatilität am Optionsmarkt relativ stabil und zeigt sogar einen leichten Rückgang. Der Optionsmarkt preist eine relativ geringe zukünftige Volatilität ein, wobei ein Konsens über einen Zinssatz von 25 Basispunkten herrscht… pic.twitter.com/PqQJy3XmZV
— Greeks.live (@GreeksLive) 11. September 2025
Die jüngsten Verfallstermine der BTC- und ETH-Optionen deuten auf eine geringere zukünftige Volatilität hin. Der Markt berücksichtigt bereits die Möglichkeit einer Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte und signalisiert keine Erwartungen auf unerwartete Kursanstiege. ( Cryptopolitan berichtet , war eine Zinssenkung der Fed höchstwahrscheinlich schon im Kryptomarkt eingepreist.

Die übrigen wöchentlichen Ereignisse bis Ende September haben einen geringeren Nominalwert. Ende des Monats verfallen Optionen im Wert von rund 17,7 Milliarden US-Dollar, wobei Call-Optionen überwiegen.
Bitcoin bleibt trotz der Altcoin-Saisontron
Der Krypto-Angst- und Gierindex hat zwar einen kleinen Rückgang verzeichnet, befindet sich aber weiterhin im gierigen Bereich. Die Bitcoin-Dominanz sank auf 55,9 %, da Altcoins mit starken Kursanstiegen die Führung übernahmen. Trotzdem zeigt Bitcoin, ebenso wie Ethereum, weiterhin Anzeichen einer Erholung.
Vor dem Verfall der Optionen notierte BTC bei 115.400 US-Dollar, während ETH auf 4.549,37 US-Dollar stieg. Altcoins verzeichnetenmatic Kursanstiege, doch alles hängt von der soliden Performance von BTC und ETH ab.
Das offene Interesse an Bitcoin (BTC) liegt an allen Kryptobörsen vor dem Wochenende bei über 41 Milliarden US-Dollar , während das offene Interesse an Ethereum (ETH) sich auf über 29 Milliarden US-Dollar erholt hat. Auf Hyperliquid stieg das offene Interesse an BTC erneut leicht auf 3,9 Milliarden US-Dollar, während ETH 2,9 Milliarden US-Dollar erreichte.
Nächster Schritt für Bitcoin: 120.000 $ oder zurück auf 110.000 $?
Basierend auf dem Derivatehandel bewegt sich der BTC-Kurs in einer Spanne, in der die wahrscheinlichsten Kursbewegungen auf einen Bereich zwischen 111.000 und 116.000 US-Dollar begrenzt sein dürften.
Das offene Interesse an Short-Positionen hat sich bis zu 120.000 US-Dollar erhöht, der Großteil der Positionen liegt jedoch in einem niedrigeren Bereich, sodass ein Short Squeeze auf 120.000 US-Dollar weniger wahrscheinlich ist.
Auf der anderen Seite könnte der Bitcoin-Kurs auf 111.000 US-Dollar fallen und damit Long-Positionen im Wert von über 75 Milliarden US-Dollar gefährden. In den letzten 24 Stunden wurden bereits Short-Positionen im Wert von über 82 Millionen US-Dollar liquidiert. Die überraschende ETH-Rallye führte am Vortag zu Liquidationen im Wert von 92 Millionen US-Dollar, was die anhaltende Euphorie am Kryptomarkt verdeutlicht.
Nach einem Monat mit Rekordpreisen steuern Krypto-Assets auf einen der historisch langsamsten Monate zu. Diesmal fallen die Kursrückgänge geringer aus, doch Großinvestoren realisieren regelmäßig Gewinne, um ihre Positionen zu verbessern.
Der Bitcoin-Bullenmarkt gilt aktuell aufgrund der positiven gesamtwirtschaftlichen Lage als intakt. Kurzfristig kann es zu Marktschwankungen und Liquidationen kommen. Gleichzeitig ist die Volatilität auf ein Allzeittief von 1,12 % gesunken, wodurch das Risiko von Kaskadenverkäufen deutlich gesunken ist. Die Nachfrage nach Bitcoin befindet sich ebenfalls auf einem Höchststand, da viele Coins in Unternehmenskassen gebunden sind.

