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Warren Buffett übertrifft den S&P 500 um das 140-Fache mit einer Rendite von 5,5 Millionen Prozent bei Berkshire Hathaway

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Warren Buffett übertrifft den S&P 500 um das 140-fache mit einer Rendite von 5,5 Millionen Prozent bei Berkshire Hathaway.
  • Warren Buffett wird Ende 2025 als CEO von Berkshire Hathaway zurücktreten.

  • Berkshire hat seit 1964 eine Rendite von 5,5 Millionen Prozent erzielt und damit den S&P 500 um das 140-fache übertroffen.

  • Greg Abel wird die Position des CEO übernehmen, falls der Vorstand dem Übergang am Sonntag zustimmt.

Warren Buffett hat eine Performance hinterlassen, die jeden Aktienindex in den Schatten stellt. Seit 1964 erzielte Berkshire Hathaway eine Rendite von 5,5 Millionen Prozent und übertraf damit die Rendite des S&P 500 von rund 39.000 Prozent im gleichen Zeitraum um ein Vielfaches.

Hätte jemand vor sechs Jahrzehnten 10.000 Dollar in Berkshire Hathaway investiert, besäße er heute 550 Millionen Dollar. Der S&P 500 hätte da selbst bei maximalem Wachstum nicht mithalten können. Warren Buffett hat ihn um das 140-fache übertroffen.

Die Zahlen waren am Wochenende bei der Jahreshauptversammlung von Berkshire in Omaha, Nebraska, in aller Munde. Tausende von Aktionären versammelten sich, ohne zu ahnen, dass sie in eine Bombe hineinstolpern würden.

Der mittlerweile 94-jährige Warren kündigte an, bis Ende des Jahres zurückzutreten – ein Schritt, mit dem niemand gerechnet hatte. Der Mann, der aus einem einst schwächelnden Textilunternehmen einen 1,2 Billionen Dollar schweren Giganten gemacht hatte, erklärte, dies sei seine letzte Amtszeit als CEO.

Buffett schockiert die Öffentlichkeit mit seinem Ausstiegsplan nach 60 Jahren an der Spitze

„Ich bin fassungslos“, sagte Jim Ross, ein Aktionär und Buchhändler, der nur vier Häuser von Warrens Haus im Viertel Dundee-Happy Hollow in Omaha entfernt wohnt. Der Schock war umso größer, als Warren vor der Bekanntgabe lediglich zwei seiner Kinder, die beide im Aufsichtsrat von Berkshire Hathaway sitzen, informiert hatte.

Alle anderen, einschließlich des restlichen Vorstands, hörten die Übertragung live. Warren beendete die mehrstündige Fragerunde mit der Ankündigung, er werde den Vorstand in seiner Sitzung am Sonntag um Zustimmung zum Übergang bitten. Er bestätigte, dass Greg Abel, der die Energiesparte von Berkshire Hathaway leitet, die Position des CEO übernehmen wird.

„Ich denke, es ist an der Zeit, dass Greg zum Jahresende die Position des Vorstandsvorsitzenden übernimmt“, sagte Warren. Er stellte außerdem klar, dass er keine seiner Berkshire-Aktien verkaufen und dem Unternehmen weiterhin in irgendeiner Form verbunden bleiben werde.

Wenn der Vorstand zustimmt, würde Warrens Ausscheiden seine 60-jährige Amtszeit an der Spitze des Unternehmens beenden. Die diesjährige Veranstaltung zeichnete sich bereits als anders ab. Es gab kein Einführungsvideo, und Warrens Fragerunde war kürzer, mit kürzeren Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten.

Berkshire versteigerte signierte Exemplare eines neuen Buches über die Geschichte des Unternehmens; der gesamte Erlös ging an eine Obdachlosenhilfeorganisation in South Omaha.

Grant Macklem, ein Softwareentwickler aus Colorado Springs, reiste extra an, um Warren Buffett ein letztes Mal als CEO zu sehen. Er hält seit 15 Jahren Berkshire-Aktien und sagte: „Wir konnten es irgendwie kommen sehen, nur hatte ich es dieses Jahr nicht erwartet.“ Macklem sagte, er habe vor dem Treffen überlegt, weitere Aktien zu kaufen, sei aber nicht dazu gekommen. Nun überlegt er, bei einem Kursrückgang nachzukaufen. Die Aktien hatten erst am Freitag ein Allzeithoch erreicht.

Andere, die das Unternehmen genau beobachtet haben, waren nicht so überrascht. David Kass, Finanzprofessor an der University of Maryland, sagte, Warrens Gang mit einem Gehstock und sein Brief aus dem Jahr 2024, in dem er andeutete, Abel könnte bald die Aktionärsmitteilung verfassen, hätten die Zeichen der Zeit deutlich gemacht. „Die Ankündigung bestätigt einiges von dem, was wir bereits wussten“, sagte Bill Stone, CIO der Glenview Trust Company. „Greg hat das operative Geschäft im Wesentlichen schon geführt. Jetzt wird er aber auch die Entscheidungen über die Kapitalallokation übernehmen.“

Das Unternehmen hat sich seit dem Tod von Charlie Munger, Warrens langjährigem Freund und Geschäftspartner, im Jahr 2023 verändert. Für die Fondsmanager war die Nachfolgefrage von zentraler Bedeutung. „Berkshire Hathaway ist nicht mehr nur ein Unternehmen, das Aktien auswählt und über einen hohen cash verfügt. Es ist nun eine Gruppe bekannter Unternehmen mit cash für Reinvestitionen“, sagte Bill Smead, CIO von Smead Capital Management. „Der Verlust von Charlie Munger und sein Alter haben die Ära Warren beendet.“

Die Menge in Omaha machte deutlich, wie viel er ihnen immer noch bedeutet. Viele hatten sich schon frühmorgens angestellt, nur um dabei zu sein. Nach Warrens Ankündigung erhob sich die Arena zu stehendem Applaus. Die Leute trugen T-Shirts und Kapuzenpullover mit seinem Konterfei.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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