Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen aufgrund der anhaltenden Inflation schockierend an

- Die Renditen von US-Staatsanleihen erreichten unter Einfluss anhaltender Inflation und verstärkter Produktionstätigkeit den höchsten Stand seit zwei Wochen.
- Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen um 0,13 Prozentpunkte auf 4,32 %, und die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen stiegen um 0,09 Prozentpunkte auf 4,71 %.
- Diese Kursbewegungen stellen laut LSEG-Daten den dritt- bzw. fünftgrößten Anstieg für 10-jährige bzw. 2-jährige Anleihen im Jahr 2024 dar.
Die Finanzbranche ist gerade etwas spannender geworden, und wenn Sie – wie ich – immer über die Entwicklungen in der US-Wirtschaft sein wollen, sollten Sie jetzt aufpassen. Die Renditen von US-Staatsanleihen sind leicht gestiegen und haben ein Niveau erreicht, das wir in den letzten Wochen nicht gesehen haben. Dies spiegelt den anhaltenden Kampf zwischen hartnäckiger Inflation und der Hoffnung auf sinkende Zinsen wider. Doch bevor wir uns näher damit befassen, möchte ich Ihnen kurz den Kontext erläutern.
Am Montag kletterten die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit zwei Wochen – offenbar waren sie ihnen nicht hoch genug. Konkret handelt es sich um die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe, die um 0,13 Prozentpunkte auf 4,32 Prozent stieg.
Auch die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen, die tendenziell etwas sensibler auf Zinsänderungen reagieren, stiegen um 0,09 Prozentpunkte auf 4,71 Prozent. Diese Renditesprünge sind alles andere als geringfügig. Sie sind so signifikant, dass sie 2024 den dritt- bzw. fünftgrößten Anstieg für zwei- bzw. zehnjährige Anleihen verzeichnen. Und ja, die Daten der LSEG belegen dies.
Der von der Inflation inspirierte Tango
Doch woher kommt dieses plötzliche Interesse an steigenden Kursen? Nun, alles hängt mit der Inflation zusammen – einem Prozess, der sich eher als Marathon denn als kurzer Sprint erweist. Jüngste Daten rücken dieses anhaltende Problem in den Fokus: Die jährliche Inflationsrate in den USA erreichte im Februar 2,5 Prozent. Dieser Wert, abgeleitet vom Indikator für die privaten Konsumausgaben, ist ein wichtiger Indikator für die US-Notenbank und zeigte einen leichten Anstieg gegenüber den Januarzahlen. Hinzu kommen Daten, die einen deutlichen Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im März belegen – und schon ist die Mischung aus Marktverunsicherung perfekt.
Diese Datenkonstellation veranlasste Händler, ihre Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der US-Zinssätze zu überdenken. Prognosen gehen nun von zwei bis drei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte bis Ende des Jahres aus – ein Rückschritt gegenüber den fünf bis sechs Senkungen, die Anfang 2024 erwartet wurden.
Laut Gennadiy Goldberg, dem Experten für US-Zinsstrategien bei TD Securities, ist diese Trendwende auf dietronals erwartet ausgefallenen Konsumausgaben (PCE) und die robusten ISM-Zahlen zurückzuführen. Goldberg weist jedoch auch auf einen weiteren Aspekt hin: Aufgrund der Osterfeiertage waren die Handelsvolumina geringer als üblich, was die Kursbewegungen des Tages möglicherweise verstärkt hat.
Der Effekt
Der Aufwärtstrend der Renditen von US-Staatsanleihen sorgte nicht nur am Anleihemarkt für Schlagzeilen, sondern hatte auch rippleauf verschiedene Finanzsektoren. Der S&P 500, der sich keiner Marktbewegung entziehen wollte, gab um 0,3 Prozent nach. Dieser Abschwung war kein Einzelfall: 290 Aktien verzeichneten ebenfalls Kursverluste. Selbst der technologieorientierte Nasdaq Composite spürte die Auswirkungen und gab um 0,1 Prozent nach. Die europäischen Aktienmärkte hingegen blieben geschlossen und bekamen von den Entwicklungen jenseits des Atlantiks nichts mit.
Im Gegensatz dazu entschieden sich asiatische Aktien gegen den allgemeinen Trend und starteten stark ins Quartal. Der chinesische CSI 300 und der Hongkonger Hang Seng Index enjeine leichte Rallye, beflügelt durch eine Erholung der chinesischen Industrieproduktion. Dieser Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft verlieh den Wachstumsprognosen neuen Auftrieb.
Und dann ist da noch der glänzende Reiz von Gold, das mit einem neuen Rekordhoch alle Blicke auf sich zog. Der Goldpreis, der bei 2.239,3 US-Dollar pro Feinunze notierte, glänzte noch etwas heller und erreichte im Tagesverlauf ein Hoch von 2.265,49 US-Dollar. Nicht zu vergessen: Brent Crude, die internationale Referenzsorte für Öl, legte um 1 Prozent zu und erreichte den höchsten Stand seit Ende Oktober.
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