Das US-Finanzministerium hat die Bank von Japan aufgefordert, die Zinssätze anzuheben und den Yen zu stärken

- Das US-Finanzministerium hat die Bank von Japan aufgefordert, die Zinssätze anzuheben, um den schwachen Yen zu stabilisieren und das Handelsungleichgewicht zu verringern.
- Washington warnte Japans öffentliche Pensionsfonds davor, die Währung durch ausländische Investitionen zu beeinflussen.
- Japan steht zusammen mit acht anderen Ländern weiterhin auf der US-Beobachtungsliste für Währungsüberwachung.
Das US-Finanzministerium hat die Bank von Japan aufgefordert, die Zinssätze weiter anzuheben, da dies der einzige Weg sei, die Schwäche des Yen zu stoppen und das Handelsungleichgewicht zwischen beiden Ländern zu beheben.
Diese Warnung enthielt der jüngste Devisenbericht des Finanzministeriums an den Kongress, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das Finanzministerium erklärte, die Bank von Japan (BOJ) solle auf die Entwicklungen in der japanischen Wirtschaft – vor allem Wachstum und Inflation – reagieren und diese als Grundlage für Zinserhöhungen nutzen.
Sie sagten, dies würde „eine Normalisierung der Yen-Schwäche gegenüber dem Dollar und eine dringend notwendige strukturelle Neuausrichtung des bilateralen Handels unterstützen“. Das bedeutet, Washington möchte einentronYen, um das defizu verringern und gleiche Wettbewerbsbedingungen für amerikanische Exporteure zu schaffen.
Das Finanzministerium kritisiert Pensionsfonds und das langsame Tempo der Bank von Japan
Neben den Zinssätzen kritisierte das Finanzministerium auch Japans große Pensionsfonds und erklärte, diese sollten nicht im Ausland investieren, um den Wechselkurs zu beeinflussen. „Das Finanzministerium betont außerdem, dass staatliche Anlageinstrumente wie große öffentliche Pensionsfonds im Ausland investieren sollten, um risikoadjustierte Renditen zu erzielen und ihr Portfolio zu diversifizieren, und nicht, um den Wechselkurs aus Wettbewerbsgründen zu manipulieren“, heißt es in dem Bericht.
Die USA haben sich selten so direkt zur japanischen Geldpolitik geäußert, doch der schwache Yen steht seit Jahren im Fokus Washingtons. Er verschafft japanischen Exporteuren einen Vorteil. Laut US-Beamten tragen die extrem niedrigen Zinsen mit dazu bei, dass der Yen auf einem niedrigen Niveau verharrt.
Auf die Äußerungen der USA am Freitag angesprochen, erklärte Finanzminister Katsunobu Kato, die Regierung mische sich nicht in die Entscheidungen der Bank von Japan ein. „Daher möchten wir uns zu den im Bericht angesprochenen Punkten nicht äußern“, sagte Kato während seiner regulären Pressekonferenz. Zu Pensionsfonds fügte er hinzu, es sei „selbstverständlich“, dass diese ihre Portfolios nach ihren eigenen Zielen verwalten.
Das US-Finanzministerium hat zwar im Jahr 2024 noch kein Land als Währungsmanipulator bezeichnet, erklärte aber, Japan sowie China, Südkorea, Taiwan, Singapur, Vietnam, Deutschland, Irland und die Schweiz weiterhin zu beobachten. Diese Länder stehen nun aufgrund ihrer Devisenpolitik verstärkt im Fokus der USA.
Die Bank von Japan hinkt bei Zinserhöhungen hinterher, während Trump mit härteren Vergeltungsmaßnahmen droht
Die japanische Zentralbank (BOJ) beendete ihre extrem lockere Geldpolitik im vergangenen Jahr offiziell und hob im Januar ihren kurzfristigen Leitzins auf 0,5 % an. Dies geschah, nachdem Anzeichen dafür bestanden hatten, dass Japan sein Inflationsziel von 2 % erreichen könnte. Höhere US-Zölle belasten jedoch zunehmend das Wachstum, und die BOJ senkte im Mai ihre Wirtschaftsprognose. Trotz dieser frühen Zinserhöhung hat die BOJ bisher keine weiteren Schritte unternommen, was die Märkte zu der Annahme veranlasst, dass der Yen weiterhin schwach bleiben wird.
Eine Reuters-Umfrage vom 7. bis 13. Mai ergab, dass die meisten Ökonomen frühestens Ende 2024 mit einer weiteren Zinserhöhung rechnen, falls diese überhaupt erfolgt. Einige glauben, die Bank of Japan könnte noch vor Jahresende Maßnahmen ergreifen, doch das ist keineswegs sicher.
des Finanzministeriums Bericht ist die erste umfassende Devisenmarktanalyse seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Obwohl der Bericht keinem Land direkte Manipulation vorwirft, kritisiert er China scharf für dessen mangelnde Transparenz.
Finanzminister Scott Bessent erklärte in einer Stellungnahme: „Die Trump-Regierung hat unseren Handelspartnern deutlich gemacht, dass makroökonomische Maßnahmen, die ein unausgewogenes Handelsverhältnis mit den Vereinigten Staaten begünstigen, nicht länger akzeptiert werden.“
Scott fügte hinzu, Washington werde „seine Analyse der Währungspraktiken weiter verstärken und die Konsequenzen einer Einstufung als Währungsmanipulation verschärfen“
Während seiner ersten Amtszeit ging Trump häufig gegen Länder wie China und Japan vor, weil er deren Handelspraktiken als unfair und auf unterbewertete Währungen zurückzuführen ansah. Bislang beschränkte er sich dabei jedoch hauptsächlich auf Zölle.
Obwohl die Biden-Administration in ihrem letzten Bericht vom November sieben Länder auf der Beobachtungsliste hatte, hat das Finanzministerium unter Trump nun Irland und die Schweiz hinzugefügt und die Gruppe damit auf neun erweitert.
Ein 2015 verabschiedetes Gesetz sieht vor, dass Länder, die zwei von drei Kriterien im Bereich Handel und Währung erfüllen, unter Beobachtung gestellt werden. Aus diesem Grund stehen Japan, China, Korea, Taiwan, Singapur, Vietnam, Deutschland, Irland und die Schweiz auf der aktuellen Liste.
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