Laut aktuellen Daten schufen US-Arbeitgeber im Mai überraschend viele neue Stellen (272.000), was die Prognosen übertraf und Diskussionen über die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes auslöste. Allerdings ging dieses Stellenwachstum mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote einher, die mit 4,0 Prozent den höchsten Stand seit Januar 2022 erreichte.
Lesen Sie auch: 99 % der Amerikaner können sich derzeit keine Wohnung leisten.
Im Februar stieg die Arbeitslosenquote auf 3,9 Prozent – den höchsten Wert seit zwei Jahren –, bevor sie im März leicht auf 3,8 Prozent sank. Im April kletterte die Quote erneut leicht auf 3,9 Prozent und bewegt sich seit August 2023 in einer engen Spanne von 3,7 bis 3,9 Prozent.
Die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen und im öffentlichen Dienst steigt
Der Beschäftigungsanstieg wurde maßgeblich von den Sektoren Gesundheitswesen, öffentlicher Dienst, Freizeit und Gastgewerbe sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen getragen. Diese Branchen spielten eine entscheidende Rolle für die Stabilität des Arbeitsmarktes, wobei allein der Gesundheitssektor nach den pandemiebedingten Beeinträchtigungen ein massives Wachstum verzeichnete.
Der Anstieg der Gesamtbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft auf 272.000 im Mai ist bemerkenswert, insbesondere im Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Zuwachs von 232.000 in den vorangegangenen zwölf Monaten. Die Beschäftigungszahlen für März und April wurden revidiert: Die Zahlen für März wurden um 5.000 auf 310.000 neue Stellen korrigiert, die Zahlen für April um 10.000 auf einen Zuwachs von 165.000 reduziert.

Diese Korrekturen bedeuten, dass das kombinierte Beschäftigungswachstum für diese Monate um 15.000 niedriger ausfällt als ursprünglich gemeldet. Trotz dieser Anpassungen zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, auch wenn die Arbeitslosenquote schwankt.
Lesen Sie auch: Amerikas Wirtschaft im Jahr 2024 wird durch altes Geld gerettet
Die Veröffentlichung des nächsten Verbraucherpreisindex (VPI) fällt mit dem Abschluss der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank zusammen, weshalb die Inflationsentwicklung im Fokus stehen wird. Die politischen Entscheidungsträger müssen über den Sommer eine geringere Inflation feststellen, um eine Zinssenkung im Herbst in Erwägung zu ziehen.
Kryptomärkte erleiden Einbruch
Kaum waren die Daten in den Schlagzeilen, stürzten die Kryptomärkte ab. Alle Kryptowährungen der Top Ten haben entweder einen Großteil ihrer durch ETFs erzielten Gewinne wieder eingebüßt oder ihre Aufwärtsdynamik komplett umgekehrt. Bitcoin verzeichnete im Tageschart einen Rückgang von 1 %, Ether von 2,2 %.

Die Analyse des BTC/USDt-Paares auf Binancezeigt, dass der 50-Tage-Durchschnitt kürzlich den 200-Tage-Durchschnitt unterschritten hat, was auf ein bärisches Crossover hindeutet. Trader interpretieren dies üblicherweise als Verkaufssignal, da die kurzfristige Dynamik im Vergleich zum längerfristigen Trend nachlässt.
Der RSI liegt aktuell nahe der Mitte seiner Spanne bei etwa 53,61 und deutet damit weder auf überkaufte noch auf überverkaufte Bedingungen hin. Dieses Niveau signalisiert üblicherweise eine moderate Dynamik ohne unmittelbare Anzeichen einer Trendwende oder extremer Marktbedingungen. Angesichts der aktuellen technischen Konstellation erscheint der Ausblick kurzfristig leicht bärisch.
Cryptopolitan -Berichterstattung von Jai Hamid

