Britische Finanzriesen setzen auf Blockchain für die Zahlungsrevolution

Britische Finanzriesen setzen auf Blockchain für die Zahlungsrevolution
- Die Finanzgiganten Lloyds, Banco Santander und UBS beteiligten sich am Sterling Payment System des Blockchain-Startups Fnality und stellten damit einen bedeutenden Schritt zur Integration der Blockchain-Technologie in das traditionelle Finanzwesen dar.
- Live-Zahlungen, die über das System abgewickelt werden, deuten auf eine Zukunft digitaler Transaktionen sowohl auf den Großhandelsfinanzmärkten als auch auf den entstehenden Märkten für tokenisierte Vermögenswerte hin.
- Das erfolgreiche Projekt von Fnality, das von den Regulierungsbehörden anerkannt wurde, verdeutlicht den breiteren Trend, dass die Blockchain-Technologie in den traditionellen Finanzsektor Einzug hält, und hat Auswirkungen auf die zukünftige Landschaft der Branche.
Die Blockchain-Technologie dringt immer weiter in den traditionellen Finanzsektor vor. Große Finanzinstitute wie die Lloyds Banking Group, Banco Santander und UBS beteiligten sich an der kürzlich erfolgten Einführung eines Liquiditätsmanagement-Netzwerks. Das Sterling Fnality Payment System, entwickelt vom Blockchain-Zahlungs-Startup Fnality, ermöglichte Echtzeit-Zahlungen im Rahmen des Bruttoabwicklungssystems der Bank of England.
Finalities Meilenstein mit der Blockchain-Technologie
Das Sterling Fnality Payment System, das im August 2022 vom britischen Finanzministerium als reguliertes Zahlungssystem anerkannt wurde, untersteht nun der Aufsicht der Bank of England und der britischen Zahlungsverkehrsaufsichtsbehörde. Live-Transaktionen auf dem von Fnality geführten Sammelkonto stellen einen wichtigen Schritt hin zur Einführung digitaler Transaktionsmodelle sowohl auf den Großhandelsfinanzmärkten als auch auf den aufstrebenden Märkten für tokenisierte Vermögenswerte dar.
Der Erfolg von Fnality basiert auf einer strategischen Zusammenarbeit mit Finanzgrößen wie Goldman Sachs und BNP Paribas, die im letzten Monat gemeinsam 95 Millionen US-Dollar investierten. Fnality ist auf die Tokenisierung wichtiger Währungen wie US-Dollar, Euro, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar und Japanischer Yen spezialisiert. Diese Token sind durch bei Zentralbanken hinterlegte cash besichert, was ihre Stabilität und Zuverlässigkeit erhöht.
Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem allgemeinen Trend, dass die Blockchain-Technologie im traditionellen Finanzwesen an Bedeutung gewinnt. JPMorgan beispielsweise erforscht Tokenisierungs- und Blockchain-Initiativen, wie etwa eine Sicherheitentransaktion zwischen BlackRock und Barclays, die über eine dezentrale Anwendung abgewickelt wurde. Die Bank stellte außerdem ein programmierbares Zahlungsangebot für Blockchain-basierte Konten im JPM Coin System vor.
Blicken wir nach vorn
Laut Carlos Gonzalez Campo, Forschungsanalyst bei 21.co, befindet sich die Branche hinsichtlich der Tokenisierung in einer „experimentellen Phase“. Für das Jahr 2024 wird ein Übergang von der Experimentierphase zur Produktionsphase erwartet, wobei der Fokus auf der Bewältigung von Herausforderungen, insbesondere der kettenübergreifenden Kommunikation, liegen wird.
Die Einführung des Sterling-Zahlungssystems steht im Einklang mit dem Bestreben der Bank of England, mehr Zahlungssysteme zu integrieren, insbesondere solche, die auf Distributed-Ledger-Technologie basieren. Mit zunehmender Betriebsgröße wird die Bank of England die Einhaltung regulatorischer Vorgaben durch das System überprüfen, um einen reibungslosen Übergang zum kommerziellen Betrieb zu gewährleisten.
Der Finanzausschuss des britischen Unterhauses hat die Bank von England und das Finanzministerium dringend aufgefordert, die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) im Vereinigten Königreich sorgfältig zu prüfen. Es wurden jedoch Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität geäußert, insbesondere im Hinblick auf ein digitales Pfund. Die Federal Reserve Bank von New York schlug nach einem dreimonatigen Pilotprojekt mit großen Banken vor, dass zentralisierte Blockchain-Zahlungen Schwachstellen im Abwicklungsprozess beheben könnten.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über fünf Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor veröffentlichte er Krypto-Analysen und -Einblicke in TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy, bevor er zu Web3 wechselte. Bei Cryptopolitanist er Spezialist für Kryptopreisprognosen. Nach seinem Bachelor-Abschluss absolvierte er ein Masterstudium in IT-Cybersicherheit an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität.
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