Großbritannien will die Erstellung sexuell expliziter Deepfakes zu einer Straftat erklären

- Die britische Regierung hat beschlossen, ein neues Gesetz zu verabschieden, um dem Trend zu sexuell expliziten Deepfakes entgegenzuwirken.
- Das Gesetz wird die Erstellung von sexuell expliziten Deepfakes auch dann verbieten, wenn keine Absicht besteht, diese zu verbreiten.
- Das Gesetz ist speziell für Erwachsene konzipiert, da Kinder, die Opfer werden, für solche Fälle bereits gesetzlich geschützt sind.
Die britische Regierung hat angekündigt, dass die Erstellung von sexuell expliziten Deepfake-Bildern ohne Einwilligung eine Straftat darstellen wird. Sie wird separate Gesetze verabschieden, die dies in Wales und England unter Strafe stellen.
Ein Deepfake ist ein Bild oder Video, das mithilfe von KI erstellt wird, indem das Gesicht einer Person mit dem Gesicht einer anderen verschmolzen wird, um ein irreführendes Bild zu erzeugen. Die meisten Deepfakes sind sexueller Natur. Mit den Fortschritten der KI wird es bald möglich sein, ein KI-generiertes Video einer Person zu erstellen, indem man dem System lediglich ein Bild der Person und einige Texteingaben gibt.
Ein aktuelles Forschungsprojekt von Microsoft enthüllte dasselbe Modell, an dem Microsoft arbeitet. Es ist nicht schwer zu verstehen, wozu diese Systeme fähig sind und wie sie die Arbeit von Deepfake-Erstellern erleichtern können.
Die Erstellung expliziter Deepfakes wird strafbar sein

Das Justizministerium erklärte, das Gesetz gelte unabhängig davon, ob das Bild vom Urheber zur Weitergabe bestimmt war oder nicht. Im Falle der Weitergabe drohen jedoch schwerwiegendere Konsequenzen bis hin zu einer Freiheitsstrafe.
Frauen sind oft am stärksten gefährdet, da sie meist Zielscheibe von Deepfakes sind, deren Gesichter für pornografische Zwecke missbraucht werden. Auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, vor allem Prominente, fallen dieser Straftat zum Opfer, da Deepfakes mit dem technologischen Fortschritt der letzten Zeit fast schon zum Mainstream geworden sind.
Laut Yvette Cooper, einer innenpolitischen Sprecherin der Opposition, stellt die Erstellung solchen Materials einen eklatanten Verstoß gegen die Privatsphäre dar, der von der Regierung nicht toleriert werden sollte. Sie sagte:
„Technologie wird zunehmend manipuliert, um frauenfeindliche Inhalte zu produzieren und ermutigt Täter von Gewalt gegen Frauen und Mädchen“, fügte sie hinzu. „Es ist unerlässlich, dass Polizei und Staatsanwaltschaft mit der notwendigen Ausbildung und den erforderlichen Instrumenten ausgestattet werden, um diese Gesetze konsequent durchzusetzen und zu verhindern, dass Täter ungestraft handeln können.“
Quelle: BBC.
Grenzen des Gesetzes und Hindernisse bei seiner Durchsetzung
Laut Experten, die mit dem Thema vertraut sind, sind die Täter aufgrund der Art der Technologie schwer zu finden, und die Täter können trotz der Gesetzgebung ungeschoren davonkommen, da es sich um ein weltweites Problem handelt, das nicht auf eine Region beschränkt ist.

Im vergangenen Jahr wurde ein Gesetz verabschiedet, das die Verbreitung von Deepfakes unter Strafe stellte. Das neue Gesetz geht jedoch von Anfang an gegen Deepfakes vor und verbietet die Erstellung jeglicher sexuell expliziter Deepfakes ohne Genehmigung, so das Ministerium. Deepfakes können dazu missbraucht werden, Opfer zu traumatisieren, zu demütigen oder zu verängstigen.
Manche Experten bezweifeln, dass das Gesetz nur dann eine Straftat vorsieht, wenn jemand beweisen kann, dass eine andere Person das falsche Bild erstellt hat, da die Beweislast bei demjenigen liegt, der dies behauptet, und der Beweis in diesem Fall nicht einfach sein dürfte. Fakt ist jedoch auch, dass niemand ohne Beweise angeklagt werden kann.
Das neue Gesetz gilt für Bilder von Personen über 18 Jahren, da Minderjährige bereits unter das Gesetz fallen. Ungeachtet der Wirksamkeit des Gesetzes und seiner Durchsetzung sendet es zumindest die Botschaft, dass nicht nur die Verbreitung, sondern auch die Herstellung solchen Materials unmoralisch und frauenfeindlich ist.
Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.
Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














