Der türkischedent ernennt einen Krypto-Professor zum Mitglied des geldpolitischen Ausschusses

- Professor Fatma Ozkul, Expertin für Krypto-Assets und Blockchain, tritt dem geldpolitischen Ausschuss der türkischen Zentralbank bei.
- Die Umstrukturierung des Wirtschaftsteams vondent Erdogan folgt auf die Anhebung des Leitzinses auf 42,5 %.
- Die Türkei erkundet den Bereich der digitalen Finanzen; die Ernennung von Ozkul spiegelt den Fokus des Landes auf Blockchain und Krypto-Assets wider.
In einem kürzlich erfolgten Schritt des türkischen Präsidentendent Tayyip Erdoğan wurde Professorin Fatma Özkul, bekannt für ihre Expertise im Bereich Krypto-Assets und Blockchain-Technologie, berufen in den geldpolitischen Ausschuss der türkischen Zentralbankdentvom 22. Dezember bestätigt.
Hintergrund und Expertise
Professorin Ozkul, seit 2012 Dozentin an der Marmara-Universität in Istanbul, bringt umfassende Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen und Wirtschaftsprüfung in ihre neue Position ein. Ihre akademischen Interessen erstrecken sich auf zukunftsweisende Gebiete, insbesondere auf die Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte. Besonders hervorzuheben ist ihr 2022 erschienenes Buch über die Rechnungslegung von Krypto-Assets, das ihr Engagement für das Verständnis der Auswirkungen von Blockchain und Krypto-Assets auf die Finanzwelt unterstreicht.
Kontinuität der Geldpolitik im Wandel
Erdoğans strategische Umstrukturierung des Wirtschaftsteams nach seinem Sieg bei den Parlamentswahlen im Mai umfasste die Ernennung von Hafize Gaye Erkan, einer ehemaligen Bankerin der Goldman Sachs Group Inc., zur Zentralbankchefin im Juni. Diese Umstrukturierung ging mit einer Reihe von Leitzinserhöhungen einher, zuletzt um 2,5 Prozentpunkte, wodurch der Leitzins am 21. Dezember auf 42,5 % stieg.
Özkuls Eintritt in den geldpolitischen Ausschuss wird den aktuellen Kurs der Geldpolitik voraussichtlich nicht verändern. Ihr jüngster Fokus auf Blockchain, Krypto-Assets und deren finanzielle Auswirkungen deckt sich mit dem wachsenden Interesse der Türkei an digitalen Finanzökosystemen.
Die sich wandelnde Haltung der Türkei zu Kryptowährungen
Die türkische Zentralbank hat den Markt für digitale Vermögenswerte aktiv erkundet und 2021 eine digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira ins Leben gerufen. Die anschließenden Tests von Transaktionen mit der digitalen Lira Ende 2022 stellten einen wichtigen Schritt hin zur Akzeptanz von Blockchain-basierten Finanzsystemen dar.
Die türkische Wirtschaft hat einen starken Anstieg der Krypto-Akzeptanz erlebt, wodurch die Türkei weltweit den vierten Platz im Hinblick auf das reine Krypto-Transaktionsvolumen belegt. Zwischen Juli 2022 und Juni 2023 verzeichnete die Türkei Krypto-Aktivitäten im Wert von rund 170 Milliarden US-Dollar und liegt damit hinter den USA, Indien und Großbritannien.
Regulatorische Überlegungen für den Kryptomarkt
Da Kryptotransaktionen immer beliebter werden, erwägen die türkischen Behörden Berichten zufolge Regulierungsmaßnahmen für den Kryptomarkt. Im Fokus stehen Lizenzierung und Besteuerung, mit dem Ziel, das Land von der „Grauen Liste“ der Financial Action Task Force (FATF) zu streichen. Die erwarteten Regulierungen sollen spezifische Lizenzanforderungen festlegen, die Aspekte wie Eigenkapitalstandards, Verbesserungen der digitalen Sicherheit, Verwahrungsdienstleistungen und die Überprüfung von Reserven umfassen.
Die Ernennung von Professorin Fatma Ozkul zum Mitglied des geldpolitischen Ausschusses ist dennoch ein Zeichen dafür, dass die wachsende Bedeutung von Blockchain und Krypto-Assets in der türkischen Wirtschaft anerkannt wird.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über fünf Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor veröffentlichte er Krypto-Analysen und -Einblicke in TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy, bevor er zu Web3 wechselte. Bei Cryptopolitanist er Spezialist für Kryptopreisprognosen. Nach seinem Bachelor-Abschluss absolvierte er ein Masterstudium in IT-Cybersicherheit an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität.
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