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Trump riskiert, seine Freundschaft mit Putin durch Drohungen gegen die Entdollarisierung zu ruinieren

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Ein Bild von Donald Trump mit einem verschwommenen BRICS-Logo im Hintergrund
  • Trump droht den BRICS-Staaten mit 100%igen Zöllen, falls sie versuchen sollten, den US-Dollar aufzugeben, was seine Freundschaft mit Putin zerstören könnte.
  • Experten glauben, dass Trumps Drohungen die BRICS-Staaten wie Russland und China tatsächlich dazu bewegen könnten, ihre Pläne zur Beendigung der Dollar-Nutzung zu beschleunigen.
  • Die BRICS-Staaten schließen bereits Abkommen zum Handel in ihren eigenen Währungen ab, obwohl der US-Dollar nach wie vor den Welthandel dominiert.

Donald Trump könnte bei seinem „Kumpel“, dem russischendent Wladimir Putin, und der gesamten BRICS-Koalition einen wunden Punkt getroffen haben.

Wie wir berichteten am Wochenendedent griff der US-Präsident den Staatenbund scharf an und warnte ihn davor, eine neue Währung zu schaffen, die ihren Dollar herausfordern würde

Trump drohte allen BRICS-Staaten mit 100-prozentigen Zöllen, sollten sie es wagen, den US-Dollar zu ersetzen. Angesichts der Tatsache, dass die BRICS-Staaten die Entdollarisierung vehementer denn je vorantreiben, könnte Trumps Ultimatum einen Bruch in seinem ohnehin schon komplexen Verhältnis zu Putin verursachen, der ihn tatsächlich davor gewarnt hat.

Trumps Drohungen erschüttern die globalen Märkte

Die BRICS-Staaten kontrollieren über 40 % der weltweiten Zentralbankreserven und haben die Idee einer gemeinsamen Währung für den Handel ins Gespräch gebracht. Während Ökonomen wie Mark Sobel, ein ehemaliger Beamter des US-Finanzministeriums, diese Idee als „heiße Luft“ abtun, glauben andere, dass Trumps Rhetorik diese Bemühungen beschleunigen könnte.

„Der Dollar bleibt aus mehreren Gründen dominant: Er ist die liquideste Währung, wird frei gehandelt und ist die weltweit wichtigste Kreditwährung“, sagte Rodrigo Catril von der National Australia Bank in Sydney.

Er warnte , dass Trumps harte Vorgehensweise die BRICS-Staaten dazu veranlassen könnte, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar schneller zu reduzieren. Derzeit macht der Dollar 88 % aller täglichen Devisengeschäfte aus.

Dennoch zeichnen sich Risse ab. Brasilien und China handeln bereits in ihren eigenen Währungen, während Indien und Malaysia Abkommen zur Förderung des Rupienhandels unterzeichnet haben. Auch Thailand und China haben Vereinbarungen über lokale Währungsswaps getroffen. Trumps Drohungen könnten weitere derartige Abkommen erzwingen.

Der Putin-Faktor: Einmatic Wagnis

Trumps harte Rhetorik birgt die Gefahr, seine sorgsam gepflegte Beziehung zu Putin zu gefährden. Jahrelang lobte Trump den russischendentöffentlich und bezeichnete ihn sogar einmal als „Genie“. Doch hinter dieser Bewunderung verbirgt sich eine rein geschäftsmäßige Beziehung.

Beide Staatschefs haben ihr gutes Verhältnis genutzt, um ihre eigenen Ziele voranzutreiben, von Syrien bis zur Ukraine. Doch angesichts der zunehmenden Sanktionen und der Veränderungen im Welthandel versucht Putin seit Langem, die finanzielle Hegemonie der USA zu schwächen.

Obwohl er gegenüber Trump den Wunsch geäußert hatte, seine Pläne zur Entdollarisierung aufzugeben, waren die jüngsten Äußerungen desdentim wahrsten Sinne des Wortes überflüssig. Er testet die Grenzen ihrer sogenannten Freundschaft.

Trumps Bestreben, die Vorherrschaft des Dollars zu erhalten, ist nichts Neues. Schon in seiner ersten Amtszeit nutzte er Zölle als Druckmittel, von China bis Europa. Doch diesmal zielt er auf einen ganzen Staatenblock ab, der zusammen einen bedeutenden Teil der Weltwirtschaft ausmacht.

Diese Dominanz beruht auf der beispiellosen Größe der US-Wirtschaft und der Vertrauenswürdigkeit ihrer Staatsanleihen. Selbst in Krisenzeiten bleibt der Dollar der ultimative sichere Hafen. Analysten warnen jedoch, dass je mehr die USA ihre Finanzmacht demonstrieren, desto mehr andere Nationen nach Alternativen suchen könnten.

Der lange Weg zur Entdollarisierung

Trotz aller Diskussionen ist die Schaffung einer neuen BRICS-Währung leichter gesagt als getan. Die logistischen Herausforderungen sind enorm. Eine gemeinsame Währung würde die Koordination zwischen sehr unterschiedlichen Volkswirtschaften mit verschiedenen Entwicklungsständen und Regierungsstrukturen erfordern.

Russland unter Putin agierte besonders aggressiv. Angesichts der aus seiner Sicht ungerechten westlichen Sanktionen von Biden und der NATO sowie des sinkenden Rubelkurses verfolgte Moskau die Entdollarisierung als Überlebensstrategie – eine Strategie, die Putin selbst für überflüssig hielt.

Trumps Vorliebe für Zölle ist kein Geheimnis. Von Stahl bis Sojabohnen – er hat sie in seiner gesamten politischen Karriere sowohl als Anreiz als auch als Druckmittel eingesetzt. Seine jüngste Drohung mit 100-prozentigen Zöllen gegen die BRICS-Staaten passt in dieses Muster, doch die Auswirkungen sind weitreichend.

Zum einen könnten Zölle amerikanische Unternehmen und Verbraucher schädigen, da die Kosten entlang der Lieferkette weitergegeben werden. Sie könnten auch die Gräben zu Verbündeten und Handelspartnern vertiefen und es den USA erschweren, Unterstützung gegen China oder Russland zu mobilisieren.

Wie Trump diese heikle Situation meistert, könnte nicht nur seine Präsidentschaft, sondern auch die Zukunft der Beziehungen zwischen den USA und Putin defi. Wird seine Freundschaft mit Putin diesen jüngsten Konflikt überstehen? Oder wird der Wirtschaftsnationalismus einen Keil zwischen sie treiben? Die Welt schaut zu.

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