Am 10. März gab die in London ansässige Standard Chartered Bank ihre Entschlossenheit bekannt, der Tradelens-Blockchain-Plattform beizutreten, die von IBM in einer Partnerschaft mit dem Logistikunternehmen Maersk entwickelt wurde.
Tradelens, ein Blockchain-Netzwerk für die Schifffahrt, wurde entwickelt, um die Schifffahrts- und Logistikbranche zu digitalisieren und die Transparenz zu verbessern. Die Plattform ermöglicht es ihren Nutzern, Informationen sicher auszutauschen und über eine einzige Blockchain-Plattform zu interagieren. Dadurch entfällt der aufwendige, teure und arbeitsintensive Papierkram in der Lieferkette.
Laut Michael Spiegel, dem Leiter des globalen Handels bei Standard Chartered, besitzen digitale Plattformen wie die Tradelens-Blockchain das Potenzial, die Nachhaltigkeitsagenda aller am Welthandel Beteiligten zu stärken.
Über 150 Unternehmen haben sich dem Tradelens-Blockchain-Versandnetzwerk angeschlossen
Als Teilnehmer der Plattform kann die Standard Chartered Bank nun die Rechtmäßigkeit ihrer Sendungen in Echtzeit mithilfe von durch Blockchain-Technologie gesicherten Dokumenten einfach überwachen und verifizieren. Standard Chartered ist sogar das erste Finanzinstitut, das dem Tradelens-Blockchain-Versandnetzwerk beigetreten ist.
Seit ihrer Entwicklung durch IBM und Maersk im Jahr 2018 hat die Blockchain-Plattform mittlerweile über 150 Mitglieder gewonnen, darunter Kreuzfahrtunternehmen, intermodale Transportanbieter, Logistikfirmen, Terminalbetreiber und nun auch Finanzinstitute.
Darüber hinaus hat die Blockchain seit ihrer Einführung Daten von über 15 Millionen Schiffscontainern weltweit verarbeitet. Tradelens kombiniert IoT mit Blockchain-Technologie, um verschiedene Variablen wie Temperatur, Gewicht usw. zu trac.
Zu der jüngsten Entwicklung sagte Aarthi Fernandez, Leiterin des globalen Handelsgeschäfts von Standard Chartered:
„Das Handelsökosystem ist durch komplexe Prozesse, lange Bearbeitungszeiten, einen hohen papierbasierten Dokumentationsaufwand und eine begrenzte Vernetzung der verschiedenen beteiligten Parteien gekennzeichnet und stellt nach wie vor einen großen Schwachpunkt in der jahrhundertealten Handelsfinanzierungsbranche dar.“
TradeLens expandiert weltweit
Bereits im Februar schloss sich die indonesische Zollbehörde der Blockchain-basierten Versandplattform TradeLens an und war damit die elfte staatliche Behörde, die diesen Schritt unternahm. Sie reihte sich damit in die Liste anderer Zollbehörden verschiedener Länder wie Kanada, Aserbaidschan und Thailand ein.

