Terra Luna-Gründer Do Kwon soll an die Vereinigten Staaten ausgeliefert werden

- Do Kwon wird in die USA ausgeliefert, nachdem Montenegro entschieden hat, dass das amerikanische Auslieferungsgesuchtronsei als das Südkoreas.
- TerraUSD und Luna, die von Kwon entwickelten Kryptowährungen, brachen 2022 zusammen und vernichteten 40 Milliarden Dollar, wodurch Anleger auf der ganzen Welt mittellos zurückblieben.
- Kwon wurde 2023 in Montenegro mit gefälschten Pässen festgenommen, als er versuchte, nach Dubai zu fliehen, woraufhin sowohl die USA als auch Südkorea um seine Auslieferung kämpften.
Do Kwon, der Drahtzieher des TerraUSD- und Luna-Desasters, bei dem Kryptowährungen im Wert von 40 Milliarden US-Dollar vernichtet wurden, wird nun in die USA ausgeliefert, um sich vor Gericht zu verantworten. Montenegros Justizminister Bojan Božović unterzeichnete den Auslieferungsantrag und gabdamit dem Antrag der USA Vorrang vor dem Südkoreas.
Diese Entscheidung erfolgte, nachdem Montenegros Oberster Gerichtshof bestätigt hatte, dass alle rechtlichen Voraussetzungen für eine Auslieferung erfüllt sind. Das Gericht bewertete Kriterien wie die Schwere der Kwons mutmaßlichen Verbrechen und die Reihenfolge der Anträge und entschied sich letztendlich für die USA.
Das Justizministerium erklärte: „Die meisten der gesetzlich vorgesehenen Kriterien stützen das Auslieferungsgesuch der zuständigen Behörden der Vereinigten Staaten“, womit Südkoreas Hoffnungen auf eine Strafverfolgung von Kwon im eigenen Land faktisch zunichtegemacht wurden.
Der Aufstieg und brutale Fall von TerraUSD und Luna
Kwon schuf nicht nur TerraUSD und Luna – er baute ein Imperium auf, das auf Hype, Algorithmen und einem gefährlich fehlerhaften Finanzmodell basierte. TerraUSD wurde als Stablecoin vermarktet, der immer einen Wert von 1 US-Dollar haben sollte.
Anders als traditionelle Stablecoins, die durch Sachwerte gedeckt sind, basierte TerraUSD auf seiner Verbindung zu Luna, einer anderen Kryptowährung. Die Idee war einfach: TerraUSD konnte gegen Luna im Wert von 1 US-Dollar eingelöst werden, wodurch eine künstliche Kursbindung entstand.
Um das Angebot noch attraktiver zu gestalten, führte Kwon das Anchor-Protokoll ein, das 20 % jährliche Rendite auf TerraUSD-Einlagen bot. Ja, 20 %. Eine Zeit langtracdieser irre Zinssatz die Anleger magisch an.
Dann brach alles zusammen. Am 7. Mai 2022 fiel der Kurs von TerraUSD auf 0,99 US-Dollar. Anleger gerieten in Panik und verkauften ihre Bestände. In einem verzweifelten Versuch, die Situation zu retten, überschwemmte Terraform Labs den Markt mit Luna, was dessen Kurs einbrechen ließ.
Luna, einst mit über 100 US-Dollar bewertet, verlor innerhalb weniger Tage ihren Wert. Milliarden an Bitcoin -Reserven wurden vergeblich eingesetzt, um den Zusammenbruch zu stabilisieren. Die Folgen betrafen nicht nur TerraUSD und Luna, sondern lösten einen Dominoeffekt aus, der weitere Krypto-Unternehmen in den Bankrott trieb und 2 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtete.
Das Ausmaß der Zerstörung erregte weltweit die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden. Die US-Behörden warfen Kwon vor, Anleger getäuscht und Vermögen verschleiert zu haben. Südkorea, wo Luna 280.000 Aktionäre hatte, folgte bald darauf.
Anwälte vor Ort warfen ihm Betrug und illegale Spendensammlung vor, woraufhin die Staatsanwaltschaft im September 2022 einen Haftbefehl erließ. Zu diesem Zeitpunkt war Kwon bereits aus Singapur verschwunden, was Interpol dazu veranlasste, eine internationale Fahndungsausschreibung (Red Notice) auszustellen.
Der Fall eines Flüchtlings
Kwon blieb nicht ewig auf der Flucht. Seine abenteuerlichen Reisen um die Welt endeten am 23. März 2023 in Podgorica, Montenegro. Er und Han Chang-joon, der ehemalige Finanzchef von Terraform Labs, wurden festgenommen, als sie versuchten, mit gefälschten Pässen einen Privatjet nach Dubai zu besteigen. Die Verhaftung glich einemmatic– Interpol-Fahndungsaufrufe, gefälschte Dokumente und die Festnahme in letzter Minute am Flughafen.
Sowohl die USA als auch Südkorea forderten umgehend seine Auslieferung. Doch Montenegro hatte zunächst selbst eine Rechnung zu begleichen. Kwon hatte vier Monate wegen Urkundenfälschung in einem montenegrinischen Gefängnis verbracht. Nach seiner Freilassung wurde er in ein Aufnahmezentrum für Ausländer verlegt und wartete dort auf die Entscheidung, die ihn nun in US-Gewahrsam brachte.
Han Chang-joon hatte weniger Glück – oder vielleicht doch. Im Februar dieses Jahres schickte Montenegro ihn zurück nach Südkorea. Terraform Labs hat sich nicht kampflos geschlagen gegeben. Das Unternehmen wies die südkoreanischen Anschuldigungen als politisch motiviert zurück und argumentierte, Luna falle nach südkoreanischem Recht nicht unter die Kategorie „Sicherheit“.
Sie haben die Anschuldigungen als „unbegründet“ bezeichnet, ein Wort, das angesichts des Verschwindens von 40 Milliarden Dollar an Anlegergeldern wohl kaum noch Gewicht haben dürfte.
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