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Die Aktienmärkte zeigen trotz scheinbarer Stabilität Anzeichen von Schwäche

In diesem Beitrag:

  • Die Aktienmärkte wirken ruhig, doch plötzliche Volatilitätsspitzen offenbaren die zugrundeliegende Fragilität.
  • Mit Hebelwirkung ausgestattete ETFs im Wert von 160 Milliarden Dollar erzeugen gefährliche Rückkopplungsschleifen, die Markteinbrüche verstärken könnten.
  • Banken sind einem Aktienrisiko von 300 Milliarden Dollar aus dem Engagement in gehebelten Fonds ausgesetzt, zuzüglich eines Gap-Risikos, das massive Verluste verursachen könnte.

Die Finanzmärkte mögen oberflächlich betrachtet stabil erscheinen, doch jüngste Ereignisse offenbaren zugrundeliegende Probleme, die Wall-Street-Experten beunruhigen. Ein sprunghafter Anstieg der Angstindikatoren inmitten eines scheinbar geringfügigen Marktrückgangs hat neue Diskussionen darüber ausgelöst, wie schnell sich die Dinge zum Schlechten wenden können.

Die Schwierigkeiten begannen am 16. Oktober, als der Cboe Volatility Index, ein wichtiger Indikator für die Marktangst, seinen höchsten Stand seit sechs Monaten erreichte. Dies geschah, obwohl der S&P 500 Index an diesem Tag lediglich um 0,6 Prozent fiel. Anleger befürchteten Kreditausfälle bei kleineren Regionalbanken.

Das Ungewöhnliche an diesem Ereignis war die deutlich stärkere Auslenkung des Angstindex im Vergleich zum tatsächlichen Börsenrückgang. Experten der UBS Group AG zufolge war diese Reaktion heftiger als bei den großen Marktturbulenzen im August 2024, dem „Volmageddon“-Crash im Februar 2018 und sogar dem Chaos nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008.

Technische Handelsprobleme verstärken den Marktstress

Experten der UBS, darunter Kieran Diamond, erklärten die Ursachen des Scheiterns. Sie stellten fest, dass der Verkauf von Optionen auf S&P-500-Aktien die Lage am 16. Oktober sogar noch verschlimmerte. Mit dem fallenden Markt wurden diese Händler zunehmend anfälliger für erhebliche Preisschwankungen . Ihre Versuche, sich durch Rückkäufe ihrer Positionen abzusichern, ließen den Angstindex noch weiter ansteigen.

Experten der Bank of America Corp. gehen davon aus, dass der Kursanstieg primär auf technische Handelsprobleme und weniger auf tatsächliche Marktsorgen zurückzuführen ist. In einer Analyse schrieben sie, dass börsengehandelte Produkte, die mit Volatilität in Verbindung stehen, nicht die erwartete große Rolle spielten. Dies liege daran, dass Anleger Gewinne realisierten, während Market Maker ihre Positionen absicherten.

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Das Team der Bank of America errechnete, dass bei einem Anstieg der VIX-Futures um 10 Punkte nur etwa 17 Prozent der Inhaber von Volatilitätsprodukten verkaufen müssten, um die Verkäufe der Händler auszugleichen.

Diese plötzlichen Angstausbrüche in ansonsten ruhigen Märkten deuten auf ein größeres Problem hin, das durch das enorme Wachstum börsengehandelter Produkte noch verschärft wird.

Einerseits erzielen einige Fonds Gewinne durch den Verkauf von Optionen und das Einziehen von Gebühren, was dazu beiträgt, die Volatilität gering zu halten. Andererseits nutzen gehebelte ETFs komplexe Transaktionen, um die versprochenen Renditen auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 Index oder auf Einzelaktien mit großem Einfluss auf diese Indizes zu erzielen.

Fremdkapitalfonds bergen neue Risiken für das Finanzsystem

„Wenn ich an den VIX-Anstieg und die damit einhergehende Liquiditätsbelastung im Zusammenhang mit Hebelprodukten denke, bereitet mir vor allem das Potenzial für negative Rückkopplungsschleifen Sorgen, die durch die Neugewichtung von 2x- und 3x-ETFs entstehen“, sagte Garrett DeSimone, Leiter der quantitativen Analyse bei OptionMetrics, mit Blick auf den Volatilitätsanstieg vom 16. Oktober.

Gehebelte Aktienfonds sind in aller Munde, insbesondere im Hinblick auf beliebte Einzelaktien wie Nvidia Corp. und Tesla Inc., die bei Privatanlegern sehr gefragt sind. Die Debatte dreht sich darum, wie sich diese Fonds auf die Märkte auswirken, wenn sie ihre Bestände täglich, typischerweise kurz vor Börsenschluss, neu ausrichten – insbesondere in Zeiten hoher Volatilität und schwieriger Handelsbedingungen.

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Der weltweite Markt für gehebelte ETFs hat ein Gesamtvolumen von rund 160 Milliarden US-Dollar. Die zehn größten Aktien machen etwa 65 Prozent dieses Volumens aus, so Antoine Porcheret, Leiter der institutionellen Strukturierung für Großbritannien, Europa, den Nahen Osten und Afrika bei Citigroup Inc.

Bei starken Kursbewegungen kaufen oder verkaufen manche Einzelaktienfonds Aktien im Umfang von 100 oder sogar 200 Prozent des üblichen Handelsvolumens zum Börsenschluss. „Das wirkt sich natürlich auf den Kurs aus“, sagte er. Er merkte außerdem an, dass Banken, die über Swaps mit Fondsanbietern die letztendlichen Partner bei diesen Transaktionen sind, einem Aktienmarktrisiko von rund 300 Milliarden US-Dollar durch gehebelte Fonds ausgesetzt sind.

Banken sind jedoch einem weiteren Risiko ausgesetzt, dem sogenannten Gap-Risiko. Im Falle einer Insolvenz eines Unternehmens könnte dessen Aktienkurs nahezu auf null fallen, was bei einem zweifach gehebelten Fonds einen Totalverlust zur Folge hätte. In diesem Fall würde sich der von den Banken gehaltene Schutz um das Doppelte verringern.

Banken mindern dieses Risiko typischerweise durch den Verkauf verschiedener komplexer und einfacher Derivate an Großkunden. Dadurch entsteht kein anhaltendes Bilanzrisiko wie in früheren Krisen, als Banken durch Derivate wie Varianzswaps ein hohes Engagement aufwiesen.

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