SEC und FINRA untersuchen Kursanstiege bei Krypto-Treasury-Aktien von über 200 Unternehmen

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Die SEC und FINRA untersuchen über 200 Unternehmen wegen verdächtiger Kursausschläge im Zusammenhang mit Ankündigungen zu Krypto-Treasurys.
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Die Aufsichtsbehörden vermuten mögliche Verstöße gegen die Reg FD und Insiderhandel im Zusammenhang mit durchgesickerten Krypto-Plänen.
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Diese Firmen sammelten 102 Milliarden Dollar ein, um Kryptowährungen zu kaufen, und verwendeten dabei häufig Geheimhaltungsvereinbarungen mit Investoren, bevor sie an die Börse gingen.
Mehr als 200 Unternehmen, die behaupteten, auf eine Krypto-Treasury-Strategie umzusteigen, stehen nun im Visier der US-Regulierungsbehörden.
Sowohl die Securities and Exchange Commission als auch die Financial Industry Regulatory Authority haben diese Unternehmen kontaktiert, nachdem sie wenige Tage vor deren öffentlichen Krypto-Ankündigungen plötzliche Spitzen bei den Aktienkursen und der Handelsaktivität festgestellt hatten.
Laut dem Wall Street Journal erkannten die Aufsichtsbehörden ein Muster: große Handelsaktivitäten, rasante Kurssprünge und dann – Überraschung! – verkündete ein Unternehmen, voll auf Kryptowährungen zu setzen. Die SEC und FINRA ermitteln nun, wer wann was wusste.
In diesen Kontakten warnte die SEC die Unternehmen angeblich vor einem Verstoß gegen die Verordnung zur fairen Offenlegung (Reg FD), die es Unternehmen verbietet, wichtige, nicht-öffentliche Informationen an Personen weiterzugeben, die möglicherweise versuchen könnten, damit Handel zu treiben.
Regulierungsbehörden warnen vor Preissprüngen und durchgesickerten Krypto-Deals
Die Schreiben der Finra waren mehr als nur eine Begrüßung. Laut Rechtsexperten sind solche Schreiben in der Regel der Auslöser für ernsthafte Ermittlungen. „Wenn diese Schreiben verschickt werden, sorgt das für ordentlich Wirbel“, sagte David Chase, ein ehemaliger Anwalt der SEC, der heute Mandanten in solchen Fällen verteidigt. „Es ist typischerweise der erste Schritt einer Untersuchung. Ob es zu einer umfassenden Untersuchung kommt, steht in den Sternen.“
Es ist derzeit unklar, ob tatsächlich Maßnahmen ergriffen werden oder ob bereits ein bestimmtes Unternehmen oder ein Investor ins Visier genommen wurde. Doch allein diese Schreiben reichen aus, um Führungskräfte zu beunruhigen.
Die Situation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SEC versucht, ihren Ton gegenüber der Kryptoindustrie zu ändern. In einer Rede kritisierte SEC-Chef Paul Atkins die alten Taktiken und warf der Behörde vor, ihre Vollzugsbehörde in der Vergangenheit als Waffe gegen die Branche eingesetzt zu haben. Er versprach, die SEC werde sich nun auf die Festlegung „klarer und vorhersehbarer Regeln“ konzentrieren.
Auch wenn diese Rede wie ein Friedensangebot geklungen haben mag, lassen diese neuen Untersuchungen vermuten, dass die SEC ihre Befugnisse nicht so schnell aufgeben wird.
Unternehmen stürzten sich mit 102 Milliarden Dollar und wackeligen Geheimhaltungsvereinbarungen in den Kryptomarkt
Der Trend zu Krypto-Treasurys hat in diesem Jahr einen regelrechten Boom erlebt. Laut Architect Partners, einem Unternehmen, das tracaufzubringen bitcoin und anderen Token
Das Geschäftsmodell, das sie kopieren? Strategy, das Unternehmen, das früher unter dem Namen MicroStrategy bekannt war. Sie beschaffen sich Kapital durch den Verkauf von Aktien oder die Aufnahme von Schulden und investieren cash dann in Kryptowährungen.
Bevor diese Unternehmen ihre Strategie öffentlich machen, sprechen sie üblicherweise mit einigen handverlesenen Investoren, um herauszufinden, wer an einer Beteiligung interessiert ist. Doch es gibt einen Haken: Von diesen Investoren wird erwartet, dass sie durch die Unterzeichnung von Geheimhaltungsvereinbarungen Stillschweigen bewahren. Das Problem ist nur, dass diese Vereinbarungen nicht immer absolut wasserdicht sind.
Bei einigen Unternehmen schossen die Aktienkurse in die Höhe, noch bevor sie irgendwelche Ankündigungen machten. Das weckte das Interesse der SEC und der FINRA. Wenn jemand Informationen durchsickern ließ und Anleger damit handelten, deutet das stark auf Insiderhandel hin.
Und dieses Leck verstößt nicht nur gegen Regeln, es kann den Deal zum Scheitern bringen. Justin Platt, Partner der Anwaltskanzlei Goodwin, sagte: „Wenn der Aktienkurs in den Tagen vor der Preisfindung einer Transaktion stark schwankt, kann das die Einigung auf einen Preis erheblich erschweren und die Durchführung des Deals gefährden.“
Was als regelrechter Krypto-Rausch begann, könnte sich nun als Lektion entpuppen, wie man seine Finanzstrategie nicht vor aller Augen verpatzt.
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