SBFs Äußerungen zu FTX vor dem Zusammenbruch haben ihm Ärger eingebracht

- Sam Bankman-Fried steht wegen früherer Aussagen über die Beziehung zwischen Alameda Research und FTX unter Beobachtung.
- Die Staatsanwaltschaft legte Beweise vor, die den Behauptungen der SBF über die Unabhängigkeit Alamedas von FTX widersprachen.
- SBF räumte ein, dass in Alameda spezielle Handelsregeln für FTX galten, die den Kunden nicht offengelegt wurden.
Sam Bankman-Fried (SBF), einst ein Kryptowährungsmogul, sieht sich nun in einem selbstgeschaffenen Netz verstrickt, da seine früheren öffentlichen Aussagen über FTX und Alameda Research vor Gericht eingehend geprüft werden.
Am Montag wurde SBF von New Yorker Staatsanwälten mit einer Flut von Fragen bombardiert, die untersuchten, ob er während seines Betrugsprozesses die komplexen Verbindungen zwischen seiner privaten Handelsfirma Alameda Research und der FTX-Börse offengelegt hatte.
Sein Fall vom Sockel war schnell und unerbittlich, wobei jede frühere Äußerung nun als potenzielle Waffe gegen ihn dient.
Die Vergangenheit kritisch betrachten, die Wahrheit hinterfragen
Die Staatsanwaltschaft legte der Jury Notizen vor, die SBF nach der Insolvenzanmeldung seines Unternehmens im November 2022 verfasst hatte.
In diesen Notizen behauptete SBF, sein Krypto-Imperium hätte sich als widerstandsfähig erwiesen, wenn Alameda tatsächlich „zu 100 Prozent getrennt“ und „in jeder Hinsicht völlig unabhängig“ von FTX gewesen wäre.
Die von den Staatsanwälten geschilderte Realität sah jedoch völlig anders aus. Sie präsentierten E-Mails, Aussagen vor dem Kongress und Pressemitteilungen, in denen SBF Alameda durchweg als unabhängigedent darstellte.
In einer 2022 im Gerichtssaal vorgelegten E-Mail erklärte SBF: „Ihr Konto ist wie jedes andere.“ Diese Aussagen stehen nun im Widerspruch zu seinem Eingeständnis, dass für Alameda im Vergleich zu anderen Kunden „besondere Regeln“ für Liquidationen auf FTX gelten – eine Tatsache, die ihm nach eigenen Angaben seit mindestens 2020 bekannt war.
Im Mittelpunkt des Prozesses stehen die angeblich Alameda bei FTX gewährten, geheimen Sonderprivilegien, die es ihm nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ermöglichten, Milliarden von der Börse abzuzweigen, was schließlich dazu führte, dass FTX nicht mehr in der Lage war, Kundenauszahlungen zu bearbeiten.
Das Eingeständnis von SBF, diese Privilegien gegenüber Kunden und Investoren nicht offengelegt zu haben, heizt den erbitterten Rechtsstreit, in den er verwickelt ist, nur noch weiter an.
Ein turbulenter Prozess und zweifelhafte Aussagen
Während der Prozess in seine fünfte Woche geht, zeichnet eine Flut von Beweismitteln von ehemaligen Freunden, Kollegen und SBF selbst ein Bild von Täuschung und Missachtung regulatorischer Standards.
Caroline Ellison, Gary Wang und Nishad Singh, allesamt ehemalige Mitarbeiter, die nun mit der Staatsanwaltschaft kooperieren, haben vernichtende Aussagen gegen SBF gemacht.
Die Staatsanwälte legten außerdem SBFs Verachtung für Regulierungsbehörden und sein oberflächliches Eintreten für die Regulierung von Kryptowährungen offen, indem sie seine früheren Aussagen präsentierten, in denen er einen Teil der Krypto-Investoren als „dumme Mistkerle“ bezeichnete und zugab, dass seine Behauptungen, er unterstütze die Regulierung, nichts weiter als ein PR-Gag waren.
SBFs Versuche, sich von der Führung von Alameda zu distanzieren, wurden ebenfalls zunichte gemacht, als er zugab, an Gesprächen über die Handelsstrategien des Unternehmens beteiligt gewesen zu sein, obwohl er zuvor behauptet hatte, „überhaupt nicht involviert“ zu sein.
Dieser eklatante Widerspruch ist nur ein weiterer Faden in dem komplexen Geflecht aus Täuschung und Lüge, das die Staatsanwaltschaft unbedingt aufdecken will. Konfrontiert mit seinen eigenen Worten und Taten, unterschied sich SBFs Verhalten vor Gericht merklich von früheren Anhörungen.
Seine Antworten waren kurz und bündig, ein deutlicher Kontrast zu seinen früheren, weitschweifigen und mit Vorbehalten gespickten Ausführungen, die den Richter verärgert hatten. Dennoch trägt dieser Strategiewechsel kaum dazu bei, die erdrückende Beweislast gegen ihn zu entkräften.
Auf Nachfrage zur finanziellen Stabilität von FTX wenige Tage vor dem Zusammenbruch beharrte SBF darauf, dass sich die Börse in guter Verfassung befinde, obwohl sie eine drohende Liquiditätskrise aufgrund massiver Kundenabhebungen einräumte.
Sein Versuch, die Verantwortung dafür, dass Alamedas Positionen im Zuge der sich verschlechternden Bilanzlage im Sommer 2022 nicht ausreichend abgesichert wurden, auf Ellison abzuwälzen, trägt kaum dazu bei, ihn von seiner Rolle in dem Debakel freizusprechen.
Im Verlauf des Prozesses holen SBF seine früheren, von Arroganz und eklatanter Missachtung regulatorischer Standards geprägten Äußerungen ein. Seine einstige Berühmtheit in der Kryptowelt, einst ein Ehrenzeichen, ist nun eine schwere Last für ihn.
Die Staatsanwaltschaft lässt nichts unversucht, analysiert akribisch jedes seiner Worte und jede seiner Handlungen, fest entschlossen, SBF für seine Rolle beimmatic Zusammenbruch von FTX zur Rechenschaft zu ziehen.
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