Samsung gewinnt in den USA Marktanteile von Apple zurück, während faltbare Smartphones immer beliebter werden

- Der Marktanteil von Samsung in den USA stieg im zweiten Quartal 2025 von 23 % auf 31 %, während der von Apple auf 49 % sank.
- Faltbare Smartphones wie das Z Fold 7 und das Z Flip treiben Samsungs Verkaufszahlen und das Online-Aufsehen an.
- Apple hat noch keine faltbaren Geräte im Angebot und hat die Einführung seiner KI verzögert, während Samsung bereits Gemini-Funktionen anbietet.
Samsung knabbert erneut an Apples Vormachtstellung auf dem US-Smartphone-Markt, und dieses Mal sind es faltbare Handys, die den Schaden anrichten.
Laut Canalys sank Apples Marktanteil in den USA im zweiten Quartal 2025 von 56 % auf 49 %, während Samsung von 23 % auf 31 % zulegte. Erstmals seit über einem Jahrzehnt wirkt Apples Position auf dem heimischen Markt wackelig, und alles hängt davon ab, wer die nächste Generation großer Bildschirme auf den Markt bringt.
Das ist nicht die erste Runde. 2014 verkaufte Samsung Smartphones mit großen Bildschirmen, während Apple zögerte und erst mit dem iPhone 6 aufholte. Das war Apples schwerer Schlag. Doch nun wendet sich das Blatt. Diesmal baut Samsung nicht nur größere Bildschirme, sondern faltet sie sogar – und Apple hat diesen Markt noch immer nicht betreten.
Faltbare Tablets sind überall zu sehen, während Apple stillsteht.
Im Juli erweiterte Samsung seine Galaxy-Reihe um drei neue Modelle: das Z Fold 7, das Z Flip und das schlanke Galaxy S25 Edge. Das Fold 7 lässt sich zu einem Tablet aufklappen. Das Flip wird vertikal zusammengeklappt, ähnlich wie ein Klapphandy aus den 2000er-Jahren. Alle drei sind bereits erhältlich und verkaufen sich gut.
Ein im letzten Monat viral gegangenes Video zeigte, wie jemand das Z Fold 7 in einem Livestream über 200.000 Mal faltete. Ein tracaus diesem Stream erreichte über 15 Millionen Aufrufe auf YouTube. Sprout Social verzeichnete im letzten Monat über 50.000 Erwähnungen von Samsungs High-End-Smartphones. 83 % davon waren neutral oder positiv.
Drew Blackard, Vizepräsident für mobiles Produktmanagement bei SamsungtronAmerica, sagte: „Es gibt heutzutage keine Nachteile mehr, wenn man sich für ein faltbares Gerät entscheidet.“ Blackard fügte hinzu, dass das Z Fold 7 25 % mehr Vorbestellungen als jedes andere faltbare Samsung-Gerät verzeichnete und sich 50 % schneller verkauft als das Vorgängermodell.
Der Preis spielt eine große Rolle. Apples teuerstes Smartphone, das iPhone 16 Pro Max, kostet ab 1.199 US-Dollar und in der 1-TB-Variante bis zu 1.599 US-Dollar. Samsungs Z Fold 7 ist ab 1.999 US-Dollar erhältlich und kostet bis zu 2.419 US-Dollar. Samik Chatterjee, Analyst bei JPMorgan Chase, geht davon aus, dass Apples zukünftiges faltbares Smartphone ab 1.999 US-Dollar erhältlich sein wird.
Abgesehen von faltbaren Smartphones ist Samsung erfolgreich, weil das Unternehmen alles anbietet – von Modellen für 650 US-Dollar bis hin zu Premium-Geräten für 2.400 US-Dollar. Apples Smartphone-Angebot beschränkt sich hingegen auf den Preisbereich zwischen 829 und 1.599 US-Dollar. Der Canalys-Analyst Runar Bjorhovde erklärte: „Man kann Menschen in jeder Preisklasse ansprechen und sie überall erreichen.“
Apple verzögert Verzögerungen aufgrund von Zöllen und KI-Bedrohung
Zölle haben die Situation zusätzlich verschärft. Branchenanalysten führen Samsungs Zuwächse im zweiten Quartal teilweise auf die Anpassung der Hersteller an die durch die Handelspolitik verursachten Störungen zurück. Apple hat sich nicht in gleicher Weise angepasst. Gleichzeitig stieg Samsungs weltweiter Absatz im zweiten Quartal um 16 Prozent, was vor allem auf die Premiummodelle, insbesondere das S25 Edge, zurückzuführen ist.
Apple hingegen hat sein Design seit 2017 nicht verändert. Alle vier iPhone-Modelle sehen nach wie vor aus wie ein einziges Glasrechteck. Das soll sich nächsten Monat mit dem gemunkelten 5,5 mm dünnen iPhone Air ändern, auf das laut „setzt“. Faltbar wird es allerdings nicht. Chatterjee geht davon aus, dass das erste faltbare iPhone erst im September 2026 auf den Markt kommt, möglicherweise als Teil der iPhone-18-Reihe.
Faltbare Smartphones eignen sich auch hervorragend für KI. Samsung-Handys haben vollen Zugriff auf Googles Gemini-Modell, das Siri in nahezu jeder Hinsicht übertrifft. Laut Blackard funktionieren Funktionen wie die Kreissuche auf faltbaren Geräten besser, sodass Nutzer Multitasking auf beiden Displays ermöglichen können.
Unterdessen wurde Apples Siri der nächsten Generation auf nächstes Jahr verschoben. Dies hat Befürchtungen geweckt, Apple könnte im Bereich der künstlichen Intelligenz ins Hintertreffen geraten, während Unternehmen wie OpenAI deutlich voranschreiten. Im Mai erwarb OpenAI das Startup für 6,5 Milliarden US-Dollar von Apples ehemaligem Chefdesigner Jony Ive. Das Team entwickelt nun neue Hardware, sogenannte Wearables, die komplett auf einen Bildschirm verzichten.
Apple ist noch nicht in Panik. Chatterjee erklärte, Apples übliche Strategie sei es, abzuwarten, bis eine Technologie ausgereift sei, bevor man einsteige. „Es geht darum, aufmerksam zu sein, die Entwicklung einer Technologie zu beobachten, sicherzustellen, dass es keine größeren Hindernisse für ihre Einführung gibt, und dann voranzuschreiten.“
Doch diese Geduld birgt Risiken. Investoren haben die Apple-Aktie in diesem Jahr bereits abgestraft und ihren Kurs um 7,5 % gedrückt. Nur Tesla hat sich unter den großen US-Technologieaktien schlechter entwickelt. Samsung hingegen verzeichnete seit Jahresbeginn ein Plus von 35 %.
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