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Salesforce peilt bis 2030 einen Umsatz von 60 Milliarden US-Dollar an, da KI das Comeback befeuert

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Salesforce peilt bis 2030 einen Jahresumsatz von 60 Milliarden US-Dollar an und signalisiert damit ein erneutes Vertrauen in das langfristige Wachstum.
  • Die Prognose berücksichtigt nicht die Einnahmen aus der bevorstehenden Übernahme vonmatic, deren Abschluss bis Mitte 2026 erwartet wird.
  • Das Unternehmen setzt auf Agentforce 360, eine KI-gesteuerte Automatisierungsplattform, um seine nächste Wachstumsphase voranzutreiben.

Salesforce Inc. hat einen ehrgeizigen Plan vorgestellt, bis Januar 2030 einen Jahresumsatz von 60 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Dies signalisiert ein erneutes Vertrauen in die Annahme, dass künstliche Intelligenz das Wachstum des Cloud-Software-Giganten vorantreiben wird.

Die Prognose, die Finanz- und Betriebschef Robin Washington am Mittwoch auf der Investorenveranstaltung des Unternehmens vorstellte, beinhaltet keine Einnahmen aus einer noch ausstehendenmaticInc., deren Abschluss Salesforce für Mitte 2026 erwartet.

Washington erklärte, das Unternehmen seident , wieder zweistelliges Wachstum zu erzielen, und merkte an, dass die Trendwende etwa 12 bis 18 Monate dauern werde. Sie fügte hinzu, dass Salesforce für das im Januar abgeschlossene Geschäftsjahr einen Umsatz von 37,9 Milliarden US-Dollar gemeldet habe – das langsamste Wachstum seit dem Börsengang.

KI-Agenten treiben die Wiederbelebung von Salesforce voran

Nachdem Salesforce in den letzten Jahren langsamer gewachsen ist, setzt das Unternehmen nun verstärkt auf künstliche Intelligenz, um sein Comeback voranzutreiben. Im Zentrum steht Agentforce 360, eine KI-gestützte Automatisierungsplattform, mit der Unternehmen „digitale Agenten“ einsetzen können, um Aufgaben wie Kundensupport, Dateneingabe und erste Verkaufsgespräche zu übernehmen.

Das Unternehmen gab bekannt, dass Agentforce bereits von über 12.000 Kunden genutzt wird und auch intern zur Kostensenkung eingesetzt wird. Laut Angaben des Unternehmens, die auf der Dreamforce 2025-Konferenz Anfang dieser Woche veröffentlicht wurden, spart das Tool Salesforce jährlich rund 100 Millionen US-Dollar.

Um seine KI-Fähigkeiten zu stärken, hat Salesforce die Zusammenarbeit mit OpenAI und Anthropic intensiviert und deren neueste Modelle in die Suite Agentforce 360 ​​integriert. Durch diese Integration können Kunden generative KI mit dem eigenen Einstein Copilot-System von Salesforce kombinieren, wodurch intelligentere, kontextbezogene Vorschläge bereitgestellt werden.

Das Unternehmen kündigte außerdem an, in den kommenden fünf Jahren 15 Milliarden US-Dollar in San Francisco zu investieren. Mit diesen Investitionen will es seine Rechenzentren ausbauen, lokale KI-Startups fördern und die Forschung zur verantwortungsvollen Nutzung von KI vorantreiben. Dieses Engagement steht im Einklang mit den Bemühungen von CEO Marc Benioff, die globale KI-Wirtschaft in San Francisco zu etablieren.

Benioff erklärte auf der Dreamforce-Konferenz, dass das KI-Ökosystem des Unternehmens rasant wachse, und beschrieb Agentforce als mehr als nur ein Werkzeug; er nannte es die Zukunft der Interaktion von Unternehmen mit ihren Kunden.

Salesforce stärkt das Vertrauen der Anleger durch Aktienrückkäufe und Übernahmen

Washington kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 7 Milliarden US-Dollar für die kommenden sechs Monate an – ein Versuch, nach einem turbulenten Jahr das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen. Diese Nachricht ließ die Salesforce-Aktie im nachbörslichen Handel um etwa 4 % steigen, obwohl sie seit Jahresbeginn immer noch fast 29 % im Minus liegt.

Die Schwierigkeiten des Unternehmens spiegeln zudem die Befürchtungen der Investoren wider, dass Firmenkunden ihre Ausgaben von traditionellen Anwendungen hin zu KI-Startups und neuen Tools verlagern könnten. Washington hat diese Bedenken jedoch zurückgewiesen und die Rede vom Aussterben von Softwareanwendungen als „Mythos“ bezeichnet

Salesforce setzt im Rahmen seiner Wachstumsstrategie auf die Übernahme des Datenintegrations- und Analyseunternehmensmatic. Analysten gehen davon aus, dass Salesforce durch diesen Deal Daten nahtloser in seine Produkte integrieren kann, was KI-Modellen zu besseren Ergebnissen verhelfen könnte.

Daten sind die Grundlage für künstliche Intelligenz, und die Übernahme von Informaticamatices Salesforce ermöglichen, diesen Kreislauf vollständig zu schließen, indem Kundendaten mit Automatisierung und Analysen an einem Ort kombiniert werden, so der Technologieanalyst Kirk Materne von Evercore ISI.

Salesforces Fokus auf KI und Automatisierung erfolgt vor dem Hintergrund des Bestrebens des Unternehmens, seine Vormachtstellung in einer veränderten Cloud-Welt zu festigen. Der Wettbewerb verschärft sich – auch Microsoft, Oracle und ServiceNow integrieren generative KI in ihre Unternehmenssoftware-Lösungen.

Salesforce ist jedoch überzeugt, für das nächste Wachstumskapitel bereit zu sein. Die stärkere Fokussierung auf KI, Daten und Effizienz soll dem Unternehmen helfen, sich von den jüngsten Wachstumsrückgängen zu erholen und das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen.

Benioff stellte fest, dass die KI-Welle real sei und Salesforce nicht länger warten wolle, um davon zu profitieren. Er sagte, die Menschen suchten nach intelligenter Software, die ihnen Aufgaben abnehme, und nicht umgekehrt.

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Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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