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Der umstrittene Ripple Aktionär Linqto meldet Insolvenz an

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
Der umstrittene Ripple Aktionär Linqto meldet Insolvenz an.
  • Linqto hat inmitten von Ermittlungen der Bundesbehörden und Vorwürfen wegen Verstößen gegen das Wertpapiergesetz Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet.
  • Ripple hat sich von dem angeschlagenen Unternehmen distanziert und klargestellt, dass trotz Linqtos Besitz von 4,7 Millionen Ripple -Aktien keine formelle Geschäftsbeziehung bestehe.
  • Privatanleger sehen sich nun potenziellen Verlusten gegenüber, da Untersuchungen strukturelle Mängel und überhöhte Preispraktiken bei Private-Equity-Angeboten aufdecken.

Linqto, eine in den USA ansässige private Investmentplattform und Anteilseigner des Krypto-Unternehmens Ripple, hat am Montag nach monatelangen Kontroversen, Ermittlungen der Bundesbehörden und zunehmenden rechtlichen Anfechtungen im Zusammenhang mit dem Umgang mit Private-Equity-Angeboten Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet.

Das Unternehmen, das es Privatanlegern ermöglichte, über sogenannte Series Limited Liability Companies (LLCs) Anteile an Unternehmen wie Ripple vor deren Börsengang zu erwerben, reichte seinen Antrag beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von Texas ein.

Laut Gerichtsdokumenten hält das Investmentvehikel des Unternehmens, LiquidShares, Wertpapiere im Wert von über 500 Millionen Dollar in 111 Unternehmen, darunter 4,7 Millionen Ripple -Aktien.

Ripple distanziert sich von dem in Bedrängnis geratenen Aktionär

Ripple -CEO Brad Garlinghouse distanzierte sich von der angeschlagenen Plattform und erklärte letzte Woche in den sozialen Medien, Linqto habe „keine Geschäftsbeziehung“ zu Ripple und habe sich nie an einer der Finanzierungsrunden beteiligt.

„Abgesehen davon, dass Linqto Anteilseigner ist, hatte Ripple nie eine Geschäftsbeziehung zu Linqto, noch hat sich Linqto an unseren Finanzierungsrunden beteiligt“, schrieb er auf X.

Linqto hält zwar weiterhin die Ripple Aktien, deren Wert auf dem Sekundärmarkt bis zu 450 Millionen US-Dollar betragen könnte, der genaue Wert ist jedoch unklar. Ein Unternehmenssprecher lehnte es ab, den Zeitpunkt des Aktienerwerbs preiszugeben, und Ripple reagierte nicht auf mehrere Anfragen nach einer Stellungnahme.

SEC-Ermittlungen und mutmaßliche Wertpapierverstöße kommen ans Licht

Der Zusammenbruch des Unternehmens erfolgt inmitten zunehmender Untersuchungen durch US-Regulierungsbehörden. Laut dem Wall Street Journalergaben interne Prüfungen gravierende Warnsignale. Linqto soll Private-Equity-Investitionen an nicht berechtigte Privatanleger vermarktet, die Eigentumsübertragung von Wertpapieren an Kunden nicht ordnungsgemäß durchgeführt und Ripple Aktien mit Aufschlägen weit über der von der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) erlaubten Obergrenze von 10 % verkauft haben.

In einem gemeldeten Fall soll der ehemalige CEO William Sarris den 11.000 Nutzern der Linqto-Plattform Ripple Aktien zu Preisen angeboten haben, die mehr als 60 % über dem Preis lagen, den das Unternehmen selbst gezahlt hatte – ein klarer Verstoß gegen die SEC-Regeln.

„Bei diesen Praktiken handelt es sich nicht um kleine, einmalige Verstöße gegen Compliance-Vorschriften oder übliche regulatorische Fehltritte“, sagte der neu ernannte CEO Dan Siciliano. „Vieles von dem, was wir über die früheren Geschäftspraktiken bei Linqto herausgefunden haben, ist beunruhigend.“

Plattformabschaltung und zunehmende rechtliche Folgen

Linqto hat seine Plattform am 13. März offiziell abgeschaltet und damit alle Einnahmen eingestellt. Das Unternehmen wird nun von der US-Börsenaufsicht SEC und dem US-Justizministerium untersucht. Die Finanzaufsichtsbehörde FINRA schloss Ende letzten Jahres eine Überprüfung der verbundenen Broker-Dealer-Tochter Linqto Capital ab.

Ein ehemaliger Manager, Gene Zawrotny, hat ebenfalls Klage gegen Linqto und dessen frühere Führungsebene eingereicht und ihnen interne und systemische Verstöße gegen Compliance-Vorschriften vorgeworfen. Die rechtlichen und finanziellen Folgen werfen grundsätzliche Fragen zu den Governance-Standards im boomenden, aber unzureichend regulierten Markt für Sekundärmarkt-Private-Equity auf.

Erste Insolvenzverhandlung anberaumt, Restrukturierung im Gange

Die erste Anhörung im Insolvenzverfahren findet heute, Dienstag, statt. Erwartet werden Aussagen von Jeffrey Stein, dem Chief Restructuring Officer, Kate Mailloux, Analystin für Unternehmensrestrukturierung bei Epiq, und Ryan Hamilton, einem leitenden Mitarbeiter der Schuldenberatung von Jefferies.

In Gerichtsakten wird behauptet, Linqto habe seine Wertpapiervehikel unsachgemäß strukturiert und keine Übertragungsgenehmigungen von Emittenten wie Ripple.

In ihrem Insolvenzantrag gab Linqto an, bis zu 60 Millionen US-Dollar an Eigenverwaltungsfinanzierung von Sandton Capital Partners zur Unterstützung der Restrukturierungsmaßnahmen anzustreben. Investoren, von denen viele glaubten, direkte Anteile an dem Unternehmen zu besitzen, sehen sich nun jedoch der Aussicht gegenüber, in einem langwierigen Verfahren zu ungesicherten Gläubigern zu werden.

Die Verbindung Rippletracweiterhin Aufmerksamkeit, da das Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte hohes Ansehen genießt. Obwohl Linqto mit eigenen Problemen zu kämpfen hat, verdeutlicht der Vorfall die Reputationsrisiken für prominente Unternehmen, wenn ihr Name – selbst indirekt – mit umstrittenen Dritten in Verbindung gebracht wird.

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