Ripple erobert Japan und Europa innerhalb einer Woche – RLUSD geht weltweit an den Start

- RLUSD wurde am 24. Juni in Japan über SBI VC Trade nach Genehmigung durch die JFSA eingeführt und ist nach USDC der zweite ausländische Dollar-Stablecoin, der in dem Land zugelassen wurde.
- Japans erste Einstufung einestronZahlungsinstruments vom Typ 4 ordnet RLUSD dem nationalen Zahlungsrecht zu, wobei Transaktionen auf 1 Million Yen begrenzt sind und der Token auf Ethereumbasiert.
- Die vorläufige MiCA-Zulassung von Ripplein Luxemburg ermöglicht die Anerkennung in allen 30 EWR-Ländern und verleiht RLUSD innerhalb einer Woche Rechtsstatus in zwei der strengsten Regulierungsblöcke für Kryptowährungen.
Europa und Japan gelten bekanntermaßen als einige der strengsten Regulierungszonen im Kryptobereich. Ripple hat es geschafft, die Zulassung innerhalb einer Woche zu erhalten. RLUSD ging am 24. Juni in Japan live, nachdem die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) grünes Licht gegeben hatte – nur wenige Tage, nachdem Ripple die vorläufige Genehmigung im Rahmen des europäischen MiCA-Abkommens erhalten hatte.
Die Zulassung in Japan ist der bedeutendste Meilenstein. Wie Rippleseiner offiziellen Pressemitteilung, ist RLUSD nun über SBI VC Trade für Privat- und institutionelle Anleger verfügbar. Damit ist RLUSD nach USDC der zweite ausländische Dollar-Stablecoin, der in Japan zugelassen wurde. Zudem trägt er ein Alleinstellungsmerkmal: Er ist Japans erstes elektronisches Zahlungsinstrument des Typs 4 –tronhat defirechtlichen Platz im japanischen Zahlungsrecht
Japan öffnete die Tür, hielt sie aber eng
Alle RLUSD-Transaktionen sind zunächst auf 1 Million Yen (ca. 6.200 US-Dollar) begrenzt. Dies dient der besseren Überwachung und begrenzt das anfängliche Transaktionsvolumen. Der Token basiert zudem auf Ethereum und nicht auf dem XRP Ledger. Die erste Version von RLUSD in Japan nutzt eine Infrastruktur, die nicht Ripple kontrolliert wird.
Nur wenige Tage vor dieser Nachricht Ripple erhielt, eine CASP-Lizenz, die nach ihrer endgültigen Vergabe die uneingeschränkte Nutzung in allen 30 EWR-Ländern ermöglicht. Durch diese beiden Entwicklungen erlangt RLUSD innerhalb einer Woche Rechtssicherheit in Japan und dem Großteil Europas.
Das Adoptionssignal, dem der Sektor ein Jahrzehnt lang hinterherjagte
Stablecoins wuchsen die letzten zehn Jahre vor allem dadurch, dass sie Regulierungsbehörden umgingen. Emittenten parkten ihre Reserven im Ausland, siedelten sich in Ländern mit laxen Regulierungsrichtlinien an und kümmerten sich erst um die Durchsetzung von Vorschriften, wenn diese sie einholten. RLUSD ging den umgekehrten Weg. Es erhielt Lizenzen in den wichtigsten Regulierungsregimen, und Japan und die EU gehören zu den wichtigsten.
Dies ist der entscheidende Punkt für die Akzeptanz. Ein von der JFSA und der MiCA freigegebener Dollar-Stablecoin ist kein Trick, um die Aufsicht zu umgehen. Es handelt sich um ein Produkt, das Banken und regulierte Börsen ohne rechtliche Unsicherheit halten können. Die Tatsache, dass SBI den Vertrieb in Japan übernimmt, positioniert das Unternehmen gegenüber einem etablierten Finanzakteur und nicht gegenüber einer Krypto-Nische. Die Obergrenze von 1 Million Yen und die Anbindung Ethereum zeigen, wie vorsichtig Japan vorgeht, doch die Richtung ist klar. Für einen Sektor, der jahrelang argumentiert hat, innerhalb der Regeln agieren zu können, sind zwei so strenge Freigaben innerhalb einer Woche ein deutlicheres Indiz als ein weiterer Offshore-Launch.
Die offene Frage ist die Nutzung. Die Genehmigung durch die Regulierungsbehörden war auf dem Papier der schwierigste Teil. Ob RLUSD tatsächlich das Handelsvolumen in beiden Regionen beeinflusst, muss sich erst noch zeigen.
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Anush Jafer
Anush ist Krypto-Analyst und Journalist mit vier Jahren Branchenerfahrung. Er berichtet über Stablecoins, On-Chain-Analysen, regulatorische Entwicklungen und makroökonomische Entwicklungen im Kryptobereich. Außerdem moderiert er die Live-Markt-Streams und Podcasts von Cryptopolitan.
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