Der Rechtsstreit zwischen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC und Ripple Labs sorgt aufgrund seiner Auswirkungen auf die Kryptowährungsbranche für Schlagzeilen. Ripple Labs, gegründet 2012, führte das Ripple -Netzwerk und seine digitale Währung XRP und versprach damit eine Revolutionierung des grenzüberschreitenden Geldtransfers. Im Jahr 2020 reichte die SEC jedoch Klage gegen Ripple Labs sowie deren aktuellen und ehemaligen CEO, Chris Larsen und Brad Garlinghouse, wegen angeblicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze ein. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Vorwürfe der SEC in diesem andauernden Rechtsstreit.
Ripple Labs betrat 2012 den Fintech-Markt und bot Finanzinstituten eine Lösung für kostengünstige und schnelle grenzüberschreitende Geldtransfers. Kernstück ihrer Plattform war die Kryptowährung XRP, die die Echtzeit-Abwicklung und -Verrechnung von Transaktionen im Ripple-Netzwerk ermöglichte. Im Laufe der Zeit wurde XRP jedoch über seinen ursprünglichen Zweck hinaus eingesetzt.
Ripple und die SEC enthüllen die Wertpapierklassifizierung
Kern der Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple Labs ist der Vorwurf, Ripple habe einen Börsengang (IPO) von XRPdurchgeführt, den die SEC zum Zeitpunkt der Kapitalbeschaffung als nicht registriertes Wertpapier einstufte. Laut SEC-Klage verkaufte Ripple XRP Token im Rahmen nicht registrierter Wertpapierangebote an Investoren in den USA und international. Darüber hinaus behauptet die SEC, Ripple habe Milliarden von XRP gegencash wie Market-Making und Arbeitsleistungen eingetauscht.
Die Klage wirft Chris Larsen und Brad Garlinghouse, Mitgründer bzw. CEO von Ripple Labs, zudem vor, private, nicht registrierte XRP XRP gefördert zu haben, um die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu unterstützen und damit gegen die Registrierungspflichten des US-amerikanischen Wertpapiergesetzes verstoßen zu haben.
# XRP Ripple Community #SECGov gegen #Ripple #XRP Die Parteien haben Richter Torres einen Zeitplan für die Beweisaufnahme und die Einreichung von Schriftsätzen zu den Rechtsbehelfen vorgelegt XRP pic.twitter.com/7OyVTnTeyc
— James K. Filan 🇺🇸🇮🇪 (@FilanLaw) 9. November 2023
Eine zentrale Frage in diesem Rechtsstreit ist, ob XRP als Wertpapier einzustufen ist. Wertpapiere sind im Allgemeinen Finanzinstrumente, die Eigentumsanteile an einem Unternehmen oder einer ähnlichen Einrichtung verbriefen, ohne einen inhärenten Nutzen zu haben. Die SEC argumentierte, dass XRP -Token als Wertpapiere gelten sollten, da sie zur Finanzierung der Ripple-Plattform und zur Bereicherung des Managements verwendet wurden. Die SEC unterscheidet XRP dabei deutlich von Bitcoin, das sie nicht als Wertpapier einstuft.
Die Einstufung von XRP als Wertpapier durch die SEC stützt sich auf den „Howey-Test“, ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 1946. Der Howey-Test dient der Beurteilung, ob eine Transaktion unter die defieinestracgemäß dem Securities Act von 1933 fällt. Laut diesem Test ist der entscheidende Faktor für die Einstufung einestracals Wertpapier der fehlende Einfluss des Anlegers auf den Gewinn. Haben Anleger keinen Einfluss auf den Vermögenswert, wird dieser in der Regel als Wertpapier eingestuft.
Die SEC argumentierte, dass XRP die Anforderungen des Howey-Tests erfülle, der die Registrierung von Wertpapieren bei der Behörde und die Veröffentlichung bestimmter Finanzinformationen vorschreibt. Diese Anforderungen dienen dem Schutz der Anlegerinteressen und der Bekämpfung betrügerischer Praktiken. Die Behauptung der SEC, XRP erfülle die Kriterien des Howey-Tests, ist ein zentraler Streitpunkt in dem Rechtsstreit.
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