Privatanleger stiegen nach dem Kursrückgang infolge der Trennung von Trump und Musk auf die Tesla-Aktie

- Privatanleger kauften am Donnerstag Tesla-Aktien im Wert von 201,3 Millionen Dollar, nachdem deren Kurs um 14,3 % gefallen war.
- Der Kurssturz erfolgte im Anschluss an Trumps Drohung, dietracmit Elon Musks Unternehmen zu kündigen.
- Die Tesla-Aktie erholte sich am Freitag um 5,6 %, da Händler auch über gehebelte ETFs und Optionen spekulierten.
Privatanleger stürzten sich am Donnerstag direkt ins Feuer, nachdem die Tesla-Aktie während einer sehr öffentlichen und unschönen Trennung zwischen US-dent Donald Trump und Elon Musk stark eingebrochen war.
Die Folgen des Scheiterns ihrer Allianz ließen den Kurs von Tesla um 14,3 % fallen, was den elftgrößten Tagesverlust seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2010 darstellte. Und während der Markt das Drama noch verarbeitete, nutzten Kleinanleger die Gelegenheit und griffen zu, da sie dies als Schnäppchen ansahen.
Der Streit entbrannte, als Trump, inzwischen wieder im Weißen Haus, drohte, alletracmit Elons Unternehmen zu kündigen. Diese Drohung erfolgte unmittelbar nach einem Schlagabtausch der beiden auf ihren konkurrierenden Social-Media-Plattformen.
Die Spannungen eskalierten, nachdem Elon Trumps Steuerreform öffentlich kritisiert hatte, was eine Warnung desdentauslöste. Die einst freundschaftliche Beziehung zwischen dem reichsten Mann der Welt und dem mächtigsten Politiker der Erde zerbrach vor aller Augen, und Tesla musste die Konsequenzen tragen.
Privatanleger investierten am Donnerstag über 200 Millionen Dollar in Tesla.
Laut Reuters-Daten investierten Privatanleger nach dem Kurssturz 201,3 Millionen US-Dollar in Tesla-Aktien. Sie waren an diesem Tag auch für ein Handelsvolumen von 2,6 Milliarden US-Dollar verantwortlich, was Tesla zur zweitmeistgekauften Aktie von Privatanlegern machte.
Marco Iachini, Senior Vicedent Research bei Vanda Research, sagte: „Tesla ist seit einiger Zeit eine Lieblingsaktie dieser Gruppe. Wenn sie also einen Kursrückgang von 14 % oder mehr sehen, steigen sie ein und kaufen.“
Privatanleger beschränkten sich nicht nur auf den Kauf einzelner Aktien. Sie investierten auch massiv in gehebelte ETFs, die an die Tesla-Aktie gekoppelt sind. Der Direxion Daily 2x Bull ETF (TSLL.O), mit dem Händler auf steigende Tesla-Kurse und damit höhere Renditen spekulieren können, verzeichnete allein an diesem Tag Nettozuflüsse von 41,5 Millionen US-Dollar. Selbst als der Aktienkurs einbrach, hielten die Händler an ihren Long-Positionen fest.
Auch auf dem Optionsmarkt herrschte kein Chaos. Chris Murphy, Co-Leiter der Derivatestrategie bei der Susquehanna International Group, sagte: „Wir beobachten keine gravierenden Volatilitätsschwankungen.“
Statt in Panik zu geraten, verkauften Händler Put-Optionen – ein Schritt, der üblicherweise Zuversicht signalisiert, dass der Aktienkurs nicht weiter stark fallen wird. Mit einer Put-Option kann der Käufer Aktien zu einem festgelegten Preis vor einem bestimmten Stichtag verkaufen. Der Verkauf von Put-Optionen bedeutet, dass jemand entweder bereit ist, die Aktie zu diesem Preis zu kaufen, oder erwartet, dass der Kurs stabil bleibt.
Die Optionsdaten bestätigten dies. Teslas implizite 30-Tage-Volatilität schnellte am Donnerstag auf 77 hoch, den höchsten Stand seit sechs Wochen. Das lag aber immer noch deutlich unter dem Niveau von 106,1 von Anfang April, als der Gesamtmarkt einbrach. Am Freitagmorgen erholte sich Tesla auf 299,14 US-Dollar, ein Plus von 5 % gegenüber dem Vortag, und die Volatilität ging wieder auf 68 zurück.
Händler kaufen weiter, während Tesla um 5,6 % zulegt.
Am Freitagnachmittag hatte Tesla wieder etwas an Boden gutgemacht, stieg um 5,6 % und pendelte sich bei rund 299 US-Dollar ein. Auch wenn unklar ist, in welchem Maße Privatanleger zu diesem Aufschwung beigetragen haben, war ihre Beteiligung deutlich erkennbar.
Statt sich zurückzuziehen, setzten sie noch einen drauf. Selbst als Trump drohte, Elons Imperium finanziell zu treffen, und selbst als der Markt einbrach, behandelten die Händler Tesla weiterhin so, als stünde das Unternehmen zum Verkauf.
Diese Überzeugung war auf Reddit und X allgegenwärtig, wo Iachini zufolge seine Modelle eine massive Unterstützungswelle verzeichneten. Er sagte, die Nutzer beider Plattformen seien weiterhin optimistisch, was die Aktie angehe. „Die vorherrschende Meinung ist: Kursrückgänge nutzen und kaufen“, erklärte er.
Das ist für Tesla nichts Neues. Die Aktie ist seit Jahren bei Privatanlegern sehr beliebt. Nach Trumps Wahlsieg am 5. November explodierte ihr Kurs innerhalb von nur sechs Wochen um 90 %.
Seit dem Höchststand am 17. Dezember ist der Kurs jedoch um 37 % gefallen. Trotz dieses Rückgangs kaufen Privatanleger weiterhin. Diese Treue war nach dem Kurssturz am Donnerstag deutlich zu spüren. Kein Zögern, nur Handeln.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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