PumpFun verzeichnete im August 1,3 Millionen monatlich aktive Trader, musste aber dennoch Verluste in Millionenhöhe hinnehmen. Die Solanaansässige Launchpad-Plattform zählte weiterhin zu den aktivsten im Kryptobereich, gewann täglich Tausende neuer Nutzer und brachte im Laufe des Monats 595.000 neue Token auf den Markt.
Trotz des anfänglichen Aufschwungs beendeten die meisten Händler den Monat mit Verlusten , wodurch die anfängliche Begeisterung für den Handel mit neuen Token in einen kostspieligen Rückschlag umschlug. Defi Oasis behauptete, PumpFun sei wieder die führende Solana -Handel, obwohl die meisten Nutzer keine Gewinne erzielten. Über 60 % aller Händler schlossen den Monat mit Verlusten ab. Bemerkenswerterweise erzielte kein Händler einen Gewinn von mehr als einer Million Dollar, was die wenigen nennenswerten Erfolge unterstreicht.
Die meisten Verluste trafen Kleinanleger. Rund 882.000 Wallets verzeichneten Verluste zwischen null und 1.000 US-Dollar, mit einem durchschnittlichen Verlust von etwa 73 US-Dollar pro Wallet. Auch wenn diese Einzelbeträge gering erscheinen mögen, summierten sie sich auf über 64 Millionen US-Dollar und verdeutlichen so, wie weitreichend – wenn auch im Vergleich zu anderen Verlusten nur geringfügig – die finanziellen Auswirkungen auf die riesige Nutzerbasis von PumpFun waren.

Einige Händler erzielten zwar Gewinne, diese reichten jedoch bei Weitem nicht aus, um die Verluste auszugleichen. Rund 416.000 Adressen erwirtschafteten jeweils bis zu 1.000 US-Dollar, der durchschnittliche Gewinn lag unter 100 US-Dollar. Etwa 18.000 Wallets erzielten Gewinne zwischen 1.000 und 10.000 US-Dollar, und nur 1.665 Adressen erwirtschafteten mehr als 10.000 US-Dollar. Trotz dieser kleinen Gewinne überwogen die hohen Verluste, sodass die Plattform den Monat mit einem Nettoverlust von 66 Millionen US-Dollar abschloss.
Aktienrückkäufe stärken die Plattform, schaden aber den Händlern
PumpFun hat bereits versucht, seine Token-Ökonomie . Im August führte das Unternehmen Rückkäufe seines PUMP-Tokens im Wert von 58,7 Millionen US-Dollar durch, wodurch sich die Gesamtrückkäufe auf über 66,6 Millionen US-Dollar erhöhten. Mehr als 17,657 Milliarden Token wurden zu einem Durchschnittspreis von 0,003765 US-Dollar zurückgekauft.
Der Schritt sollte den Verkaufsdruck auf den Token verringern und seinen Preis stabilisieren. Doch trotz der Stärkung des Marktvertrauens brachte diese Maßnahme den meisten Händlern keine Gewinne. Der Monat endete weiterhin mit deutlichen Verlusten bei allen diesen Titeln, was bedeutet, dass das Wachstum von PumpFun der Plattform selbst mehr nützt als ihren Privatkunden.
Auch finanziell floriert PumpFun. Mittlerweile hat das Unternehmen über 800 Millionen US-Dollar an Gebühren eingenommen, der Großteil davon stammt aus der 1%igen Tauschgebühr für Token-Transaktionen.
Dies geht aus neuen Datendent , die zeigen, dass die Plattform im August 46,6 % des Marktanteils von Solanaim Launchpad-Bereich ausmachte. Ihr engster Konkurrent, LetsBonk, kommt auf weniger als 9 % bei einem Volumen von fast 100 Millionen US-Dollar.
Die Community der Plattform wächst ebenfalls. Mittlerweile enthalten über 71.000 Wallets PUMP-Token, und ein Großteil davon gehört Privatanlegern. Fast die Hälfte aller PUMP-Token befindet sich in kleineren Wallets mit jeweils weniger als 1.000 Token, was auf eine zunehmende Beteiligung der breiten Masse hindeutet.
PumpFun steht unter behördlicher Beobachtung
PumpFuns Erfolg erfolgt trotz anhaltender rechtlicher Auseinandersetzungen. Eine Anfang des Jahres eingereichte Sammelklage wirft der Plattform vor, wie ein „nicht lizenziertes Casino“ zu agieren. Die Token-Mechanik von PumpFun ähnelt laut Kläger einem „manipulierten Spielautomaten“, bei dem die Anleger das Verlustrisiko tragen.
Die im Juli eingereichte geänderte Klage deutet darauf hin, dass die Gesamtverluste der Anleger auf anderen Teilen der Plattform bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar betragen könnten. Diese marktbeherrschende Stellung hat PumpFun zwar ein starkes Umsatzwachstum ermöglicht, doch die Klage wirft nun einen langen Schatten auf die Zukunft des Unternehmens.
Cryptopolitan bereits berichtete , haben die beiden Anwaltskanzleien Wolf Popper und Burwick Law die Klage gegen PumpFun kürzlich auf Solana Labs, die Solana Foundation und Jito ausgeweitet. Auch Schlüsselfiguren der Solana Community, darunter die Mitbegründer Raj Gokal und Anatoly Yakovenko, wurden namentlich genannt.
In einer geänderten Klage behaupteten die Firmen, Yakovenko und Gokal hätten gegen den RICO Act verstoßen. Auch Dan Albert, Lily Liu und Austin Federa von der Solana Foundation werden in der Klage genannt.
Die RICO-Vorwürfe umfassen illegales Glücksspiel, Betrug mittels Telekommunikation, Diebstahl geistigen Eigentums und unlizenzierte Geldtransfers. Die Klage enthält außerdem Vorwürfe von Wertpapierverstößen sowie von Verstößen gegen die Paragraphen 349 und 350 des New Yorker Wirtschaftsgesetzes.
Im August trat das Paradoxon von PumpFun deutlich zutage. Einerseits ist die Plattform hinsichtlich Nutzerzahlen, Umsatz und Marktanteil sotronwie eh und je. Andererseits gibt es dort Trader, die fast ausnahmslos Verluste erwirtschaften und sich dadurch insgesamt Millionen von Dollar an Verlusten einhandeln.

