Der Luxusautohersteller Porsche hat als jüngstes Unternehmen der Automobilindustrie den Markt für Non-Fungible Tokens ( NFTs ) betreten. Am 29. November kündigte Porsche die Veröffentlichung seiner ersten NFT-Kollektion und wagte damit den Einstieg in das Web3. Neben NFTs verfolgt der Automobilhersteller auch Pläne, die Neupositionierung der Marke in der digitalen Welt zu festigen.
Porsche plant im Januar einen NFT mit 7.500 Teilen
classic herauszubringen . Laut Ankündigung entsteht die Kollektion in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Designer und 3D-Künstler Patrick Vogel. Porsche erklärte, die Käufer würden exklusive Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens im Web3, Metaverse und der realen Welt erhalten.
Der Automobilhersteller sieht die Einführung seiner NFT-Kollektionen als ersten wichtigen Schritt zur Neupositionierung in der entstehenden digitalen Welt. „Die NFT-Kunstwerke ermöglichen es uns, unser Verständnis von modernem Luxus und die einzigartige Markenpositionierung von Porsche in die digitale Welt zu übertragen“, sagte Detlev von Platen, ein Manager bei Porsche.
Nach dem Kauf haben Sammler laut Porsche die Möglichkeit, das Design ihrer individuellen NFTs mitzugestalten, indem sie zwischen den Kategorien „Performance“, „Heritage“ und „Lifestyle“ wählen. Basierend auf der Auswahl des Käufers erstellt ein 3D-Künstler das NFT in der Unreal Engine 5 für ein immersives Erlebnis.
NFTs sind nur eine der Web3-Strategien von Porsche
Neben NFTs plant Porsche, Blockchain, die Technologie hinter Kryptowährungsanwendungen, in seine bestehenden und zukünftigen Lösungen zu integrieren. Konkret strebt der Automobilhersteller die Einbindung der Blockchain-Technologie in seine Lieferkette und das Kauferlebnis an, unterstützt von seinen Tochtergesellschaften, darunter Porsche Digital und MHP.
„Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein unserer Digitalisierungsstrategie. Wir haben uns langfristig engagiert, und unser Web3-Team hat die nötige Autonomie, auch in diesem Bereich Innovationen zu entwickeln. Das Innovationsmanagement bei Porsche sieht zudem Potenzial im Einkaufserlebnis, im Metaverse und in der Lieferkette. Auch Fahrzeug- und Nachhaltigkeitsaspekte werden berücksichtigt“, so Porsche-Manager Lutz Meschke.
Mercedes, ein weiterer Automobilhersteller, hat sich dieses Jahr mit NFTs beschäftigt. Im April kündigte das Mercedes-F1-Team Pläne für die Veröffentlichung einer NFT-Kollektion in Zusammenarbeit mit FTX.US an, dem US-amerikanischen Ableger von FTX, der Anfang des Monats Insolvenz anmelden musste. Auch außerhalb der Automobilindustrie sind NFTs im Sport weit verbreitet.
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