On-Chain-KI: Der nächste große Trend im Web3?

- Web3-Projekte beschreiten zunehmend neue Wege zur Integration von KI- und Blockchain-Technologien.
- Die kürzliche Einführung von Neura durch Ankr öffnet die Tür für weitere On-Chain-KI-Operationen noch weiter.
- Einige Bedenken hinsichtlich der traditionellen KI-Entwicklung, wie Transparenz und Zentralisierung, sprechen für die Integration von KI in die Blockchain.
Blockchain und KI sind zwei leistungsstarke Technologien, die auf den ersten Blick völlig unabhängig voneinander erscheinen. Im vergangenen Jahr hat sich die Grenze zwischen den beiden Welten jedoch zunehmend verwischt, da Web3-Projekte weiterhin die Grenzen des Machbaren ausloten und erweitern.
Die Einführung von ChatGPT vor über einem Jahr war ein bedeutender Moment, der ein breites Interesse an KI-Technologie auslöste.
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass ChatGPT für viele das erste praktische Beispiel war, das die Technologie auf eine Weise erlebbar machte, die ein breites Publikum begeisterte. Die Welle des Potenzials der KI erfasste zahlreiche Branchen, und die Kryptoindustrie bildete da keine Ausnahme.
Web3-Projekte ebnen den Weg für KI und Blockchain
Mehrere Web3-Projekte haben versucht, diese Technologien zu integrieren und damit potenziell Milliarden-Dollar-Potenziale zu erschließen. Einige scheiterten, doch viele Projekte konnten sich in diesem Bereich eine solide Position erarbeiten, darunter Feitch.ai, SingularityNET, Akash Network, Render und einige weitere, die zusammen eine Marktkapitalisierung von über 20 Milliarden Dollar aufweisen.
Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass On-Chain-KI-Operationen sich zu einem größeren Teilbereich der Web3-Branche entwickeln werden, angesichts der Bemühungen der Branchenakteure, insbesondere mit dem kürzlich erfolgten Start von Neura, das wohl die erste KI-zentrierte Blockchain ist, die gezielt entwickelt wurde, um die Lücke zwischen KI und Web3 zu schließen.
Neura wurde am 26. März vom Web3-Infrastrukturanbieter Ankr eingeführt. Seine Einzigartigkeit liegt darin, dass es sich nahtlos in KI-, Cloud-Computing- und Web3-Technologien integriert und damit im Wesentlichen eine Umgebung schafft, die es KI-Entwicklern ermöglicht, ihre Modelle auf der Blockchain bereitzustellen, zu trainieren und zu betreiben.
Das Training von KI-Modellen verbraucht enorme Mengen an Rechenleistung, was für viele Entwickler eine erhebliche Herausforderung darstellt, da sie oft Schwierigkeiten haben, Zugang zu dem für den Trainingsprozess erforderlichen Speicherplatz und den leistungsstarken GPUs (Grafikprozessoren) zu erhalten.
Neura wird KI-Entwicklern die notwendige Basisinfrastruktur für das Training ihrer Modelle bereitstellen, so Ankr. Dazu gehören unter anderem der Zugriff auf skalierbare, dezentrale GPU-Ressourcen, ein neuartiges, kryptobasiertes Crowdfunding-Modell (Initial Model Offerings) zur Sicherung von Investitionen sowie On-Chain-KI-Operationsunterstützung.
„Neura bietet ein überlegenes Betriebssystem für die neuronalen Netze von KI-Modellen, das sie mit vertrauenswürdigen Daten, skalierbarem Zugriff auf GPU-Ressourcen, intelligentertracund neuen Wirtschaftsmodellen ausstattet, die besser in der Lage sind, die sekundengenauen Anforderungen zukünftiger KI-Anwendungen und Zahlungen zu bewältigen“, sagte Chandler Song, Mitbegründer und CEO von Ankr.
Warum On-Chain-KI?
Einer der besorgniserregendsten Aspekte der boomenden KI-Industrie ist die Monopolisierung von KI-Technologien, verbunden mit einem Mangel an Transparenz, Kontrolle und Zugänglichkeit.
Wie bereits erwähnt, benötigt KI enorme Ressourcen – Rechenleistung, Datensätze und spezialisierte Fachkräfte. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem große Konzerne mit tiefen Taschen einen bedeutenden Vorsprung erzielen und potenziell ein KI-Monopol errichten können.
Viele KI-Algorithmen funktionieren zudem wie komplexe „Black Boxes“. Ihre Funktionsweise ist undurchsichtig, was es schwierig macht, zu verstehen, wie sie zu ihren Entscheidungen gelangen.
Diese Eigenschaften, die bei der traditionellen KI-Entwicklung Bedenken hervorrufen – mangelnde Transparenz, das Potenzial für Monopolisierung und zentralisierte Kontrolle – sprechen alle dafür, warum KI-Startups ihre Modelle auf der Blockchain einsetzen wollen.
Die Blockchain, die Technologie hinter allen Kryptowährungen, zeichnet sich durch ihr Kernprinzip der Unveränderlichkeit aus, das die Aufzeichnung und Überprüfbarkeit von Transaktionen und Daten gewährleistet. Folglich werden KI-Algorithmen transparenter, wenn sie auf der Blockchain eingesetzt werden, was eine Überprüfung und diedentpotenzieller Verzerrungen ermöglicht.
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Ibiam Wayas
Ibiam Wayas berichtet seit 2019 über Kryptowährungen. Er studierte Informatik an der National Open University of Nigeria. Seine Artikel erschienen auf verschiedenen Krypto-Nachrichtenplattformen, darunter Coinfomania, Crypto News Australia und AltcoinBuzz. Aufbauend auf seinem Informatikstudium konzentriert er sich nun auf Nachrichten zu Kryptowährungen, Robotik und Langlebigkeit.
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