Nvidia erhält mit AMD nach dem OpenAI-Deal einen dringend benötigten Konkurrenten

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AMD hat mit OpenAI einen milliardenschweren GPU-Vertrag abgeschlossen, um Nvidias Dominanz bei KI-Chips herauszufordern.
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Die AMD-Aktie legte diese Woche um 43 % zu und verzeichnete damit den größten Kursanstieg seit 2016.
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OpenAI könnte 10 % der AMD-Anteile besitzen, wenn die Kursziele in Zukunft erreicht werden.
Nvidias Vormachtstellung auf dem Markt für KI-Chips ist erstmals ernsthaft bedroht. Nachdem das Unternehmen über 90 % des GPU-Marktes für KI beherrscht, sieht es sich nun einem ernstzunehmenden Konkurrenten gegenüber: AMD.
Am Montag gab AMD bekannt, dass es GPUs im Wert von Milliarden Dollar an OpenAI verkauft. Dieser Schritt bringt das Unternehmen in direkten Wettbewerb mit Nvidia im wohl wertvollsten Technologiewettlauf der Gegenwart.
Diese neue Vereinbarung kommt fast 30 Jahre, nachdem Intel auf AMD angewiesen war, um Monopolvorwürfen zu entgehen. Nun befindet sich Nvidia in einer ähnlichen Lage. AMD springt erneut als Alternative ein.
Der Bloomberg Intelligence-Analyst Mandeep Singh brachte es auf den Punkt: „Nvidia hat derzeit fast ein Monopol, AMD hat einen niedrigen einstelligen Marktanteil im 250 Milliarden Dollar schweren Markt für KI-Rechenzentrumschips.“.
AMD erhält Auftrieb nach dem Wechsel von OpenAI
Bislang haben OpenAI und Nvidia die KI-Ära maßgeblich geprägt. Nvidias GPU-Dominanz trieb die Marktkapitalisierung auf 4,5 Billionen US-Dollar. OpenAI hingegen erreichte dank ChatGPT und umfangreicher Rechenzentrumspläne eine private Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar. Die beiden Unternehmen sind eng miteinander verbunden; Nvidia ist ein bedeutender Investor von OpenAI und sagte kürzlich bis zu 100 Milliarden US-Dollar für den Aufbau der OpenAI-Infrastruktur zu.
Doch die AMD-Aktie explodierte am Montag um 24 % – der größte Tagesgewinn seit 22 Jahren. Am Dienstag legte sie um 4 % zu, am Mittwoch um weitere 11 % und erreichte damit eine Marktkapitalisierung von 380 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 43 % innerhalb einer Woche und ist auf dem besten Weg zum stärksten Kursanstieg seit 2016. Und diesmal basiert der Höhenflug nicht auf bloßen Spekulationen. Er wird durch einentracuntermauert, der AMD ab der zweiten Hälfte des nächsten Jahres voraussichtlich einen zweistelligen Milliardenbetrag an Einnahmen bescheren wird.
Wenn die AMD-Aktie bestimmte Kursziele erreicht, könnte OpenAI bis zu 10 % des Unternehmens erwerben. CEO Lisa Su bezeichnete den Deal als „Win-Win-Situation“ und erklärte, OpenAIs Engagement zeige, dass AMDs Chips endlich schnell genug und preislich attraktiv genug seien, um wettbewerbsfähig zu sein. Sie fügte hinzu, dies sei ein klares Signal dafür, dass AMDs Software und Hardware für anspruchsvollste Großprojekte bereit seien
Nvidia gerät unter politischen Druck, da AMD seine Offensive verstärkt
Nvidias Dominanz ist nicht unbemerkt geblieben. Im vergangenen Jahr, gegen Ende der Amtszeit von Präsident Biden, soll das Justizministerium Nvidia vorgeladen haben, was das Unternehmen jedoch dementierte.
Senatorin Elizabeth Warren unterstützte die Untersuchung und behauptete, Nvidias Aufstieg sei durch wettbewerbswidrige Taktiken beschleunigt worden, die den Wettbewerb erstickt und Innovationen gehemmt hätten. Nvidias Antwort? Das Unternehmen erklärte, es gewinne aufgrund seiner Leistungen.
Die Vereinbarung zwischen OpenAI und AMD hilft OpenAI zudem, sich von einzelnen Zulieferern zu distanzieren. CEO Sam Altman erklärte, dass AMD-Chips die Nvidia-Bestellungen nur „ergänzend“ ergänzen würden, und betonte, dass generell mehr Rechenleistung benötigt werde.
Auf CNBC sagte Nvidia-CEO Jensen Huang, der Deal sei „einzigartig und überraschend“ und fügte hinzu: „Ich bin überrascht, dass sie 10 % des Unternehmens verschenken würden, bevor sie es überhaupt aufgebaut haben.“
Alden Abbott, ehemaliger General Counsel der FTC, sagte, es gebe hier keinerlei Anzeichen für Monopolisierung oder Kartellverhalten. „Soweit ich weiß, handelt es sich bei keiner dieser Angelegenheiten umtrac, die anderen Wettbewerbern den Zugang versperren“, sagte er.
AMD hat seinerseits stets versucht, einen direkten Wettbewerb mit Nvidia herunterzuspielen. Das Unternehmen schätzt nun jedoch, dass der Markt für KI-Chips bis 2028 ein Volumen von 500 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Der OpenAI-Deal soll bereits jetzt Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe generieren und könnte die Spielregeln grundlegend verändern.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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