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Neue Länder werden der BRICS-Gruppe nicht beitreten – Putin sagt, das genüge, nachdem Saudi-Arabien beim Gipfeltreffen offiziell abgesagt hat

In diesem Beitrag:

  • Die BRICS-Staaten beschlossen, für 2024 keine neuen Vollmitglieder aufzunehmen, wobei Saudi-Arabien das Angebot offiziell ablehnte.
  • Dreizehn Länder, darunter Algerien, Nigeria und die Türkei, traten als Partnerstaaten bei, die Vollmitgliedschaft ist jedoch vorerst ausgesetzt.
  • Die Gruppe arbeitet an einem neuen Zahlungssystem, um westliche Finanznetzwerke zu umgehen, insbesondere für Russland, aber sie wird den Dollar in absehbarer Zeit nicht herausfordern.

Die BRICS-Staaten haben beschlossen, in diesem Jahr keine neuen Länder als Vollmitglieder aufzunehmen.dent Wladimir Putin machte auf dem von ihm ausgerichteten Gipfeltreffen in Kasan deutlich, dass die derzeitige Zahl von neun Vollmitgliedern zumindest vorerst ausreichend sei.

Was ist daran überraschend? Saudi-Arabien hat trotz des ganzen Hypes und einer vorherigen Einladung das Angebot offiziell abgelehnt und ist nicht einmal als Partnerland beigetreten. Es bleibt abzuwarten, ob dies die enge Freundschaft zwischen Putin und Mohammed bin Salman Al Saud sowie die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen wird.

Das größere Bild der BRICS-Staaten

Dreizehn neue Länder wurden als offizielle BRICS-Partner aufgenommen und erhalten damit einen Platz am Verhandlungstisch, jedoch nicht den vollen Mitgliedsstatus. Algerien, Belarus, Bolivien, Kuba, Indonesien, Kasachstan, Malaysia, Nigeria, Thailand, die Türkei, Uganda, Usbekistan und Vietnam sind dem Bündnis beigetreten und streben eine mögliche zukünftige Mitgliedschaft an.

Saudi-Arabiens Fehlen auf der offiziellen Mitglieder- und Partnerliste sorgt für Gesprächsstoff. Da die Wirtschaftsmacht des Nahen Ostens trotz der Erweiterungsgespräche vom August 2023 nicht beigetreten ist, scheinen Riads Prioritäten woanders zu liegen.

Die BRICS-Staaten warten aber auf niemanden. Sie haben mit den bereits beigetretenen Ländern genügend Dynamik, insbesondere mit den jüngsten Neuzugängen wie Iran, Ägypten, Äthiopien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die sich den ursprünglichen fünf – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – angeschlossen haben.

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Der Gipfel bot den Nationen nicht nur die Gelegenheit, Fotos zu machen und Hände zu schütteln. Im Mittelpunkt stand das Thema Geld. Die BRICS-Staaten drängen massiv auf alternative Zahlungssysteme, die westlich kontrollierte Netzwerke wie SWIFT umgehen können.

Russland ist seit dem Einmarsch in die Ukraine vom SWIFT-System ausgeschlossen, und nun verstärkt Putin seine Bemühungen, mit den BRICS-Staaten ein neues grenzüberschreitendes Zahlungssystem zu schaffen, das Abrechnungen in lokalen Währungen ermöglicht.

Während Putin eine langfristige Strategie verfolgt, ist es auch einmatic Machtdemonstration. Der türkische PräsidentdentTayyip Erdoğan erschien trotz der NATO-Mitgliedschaft seines Landes. Er hat schon lange Interesse daran, die Türkei in die BRICS-Staaten einzubinden. Sogar UN-Generalsekretär António Guterres schaute vorbei.

BRICS-Staaten setzen auf ihre eigenen Regeln

Was ist also das Endziel? Die BRICS-Staaten existieren seit 2006, doch die Entwicklung verläuft eher schleppend. Die von den BRICS-Staaten gegründete Neue Entwicklungsbank (NDB) wird voraussichtlich in diesem Jahr Kredite in Höhe von rund 5 Milliarden US-Dollar vergeben.

Ja, das ist zwar nur ein Bruchteil der 72,8 Milliarden Dollar der Weltbank, aber der Wille ist da. Der Dollar wird zwar nicht von heute auf morgen verschwinden, doch immer mehr Länder betrachten die BRICS-Staaten als eine Art Versicherung. Sie streben eine Welt an, in der westliche Regeln nicht dominieren.

Doch mit dem Wachstum der BRICS-Staaten nehmen auch die Spannungen zwischen den nationalen Interessen der Mitgliedsländer zu. Es ist schwierig, alle an einen Tisch zu bringen, wenn Länder wie China und Indien nicht gerade die besten Freunde sind.

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Die BRICS-Staaten vereinen mittlerweile ein Fünftel des Welthandels auf sich. Bedeutet das aber, dass sie den Dollar vom Thron stoßen werden? Wohl kaum in absehbarer Zeit.

Putin spielt zwar mit dem Gedanken an ein neues Zahlungssystem, aber erwarten Sie nicht, dass der Dollar aufgrund einiger neuer Initiativen aus dem globalen Finanzwesen verschwindet. Amerika ist nach wie vor die mächtigste Nation der Welt.

Der IWF mischt sich in die BRICS-Frage ein

Der IWF beobachtet die Angelegenheit aufmerksam. IWF-Chefin Kristalina Georgieva möchte mehr erfahren. Sie erklärte, die Idee sei nicht neu, aber die Details seien entscheidend. „Wir brauchen mehr Informationen, um die Situation wirklich beurteilen zu können.“

Die BRICS-Initiative für grenzüberschreitende Zahlungen (BCBPI) könnte, zumindest theoretisch, mit SWIFT konkurrieren. Die Umsetzung könnte sich jedoch als kompliziert erweisen.

Während sich der IWF darauf konzentriert, die Inflation wieder auf die Ziele der Zentralbanken zu bringen und sich in einer Welt mit „niedrigem Wachstum und hoher Verschuldung“ zurechtzufinden, beobachtet er auch, wie die neuen Initiativen der BRICS-Staaten den Status quo verändern könnten.

Der Global Sovereign Debt Roundtable (GSDR) versucht seit einiger Zeit, Ländern bei der Umstrukturierung ihrer Schulden zu helfen, und obwohl Fortschritte erzielt werden, liegt noch viel Arbeit vor ihnen.

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