Nike wegen abrupter Schließung der RTFKT NFT-Einheit verklagt

- Nike wird von einer Gruppe von Käufern wegen der plötzlichen Schließung seiner NFT-Einheit RTFKT im Dezember 2024 verklagt.
- Die Kläger behaupten, sie hätten Geld verloren, weil ihre Nike-bezogenen NFTs nach der Abschaltung an Wert verloren hätten.
- Die Gruppe fordert Schadensersatz in Höhe von über 5 Millionen Dollar gemäß verschiedenen staatlichen Verbraucherschutzgesetzen.
Nike sieht sich einer Klage von Käufern digitaler Sammelobjekte (NFTs) gegenüber, die nach eigenen Angaben Hunderttausende Dollar verloren haben, als der Sportartikelhersteller seine Tochtergesellschaft RTFKT, die sich auf digitale Sammlerstücke spezialisiert hatte, schloss. Die Klage wurde am Freitag in Brooklyn, New York, eingereicht.
Der Hauptkläger, der australische Investor Jagdeep Cheema, behauptet, Nikes Entscheidung, RTFKT im Dezember 2024 zu schließen, habe den Wert der NFTs abrupt vernichtet. Die digitalen Vermögenswerte wurden unter den Marken Nike und RTFKT hergestellt und verkauft.
Käufer beschwerten sich, dass Nike das Projekt ohne Vorwarnung eingestellt habe. Seitdem hat sich das Interesse an den NFTs gelegt. Bei einigen NFTs wurden Bilder nicht mehr korrekt angezeigt, was die Befürchtungen verstärkte, dass die Assets nicht mehr unterstützt würden.
Die Kläger geben in ihrer Klageschrift an, dass sie keine der NFTs erworben hätten, wenn sie gewusst hätten, dass es sich um nicht registrierte Wertpapiere handelte. Sie erklären außerdem, dass sie nicht investiert hätten, wenn sie gewusst hätten, dass Nike das Projekt so schnell einstellen könnte.
Die Gruppe fordert Schadensersatz in Höhe von mindestens 5 Millionen US-Dollar. In der Klage wird behauptet, dass Nike in mehreren US-Bundesstaaten, darunter New York, Kalifornien, Florida und Oregon, gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen hat.
Nike mit Sitz in Beaverton, Oregon, hat sich noch nicht zu der Klage geäußert.
Die Klage zielt darauf ab, dass Gerichte NFTs als Wertpapiere defi
Eine noch grundlegendere Rechtsfrage für Prozessbeteiligte lautet: Sind NFTs Wertpapiere? US-amerikanische Regulierungsbehörden und Gerichte beschäftigen mit dieser Frage. Viele Anleger sind besorgt darüber, welche Rechte und Schutzmaßnahmen ihnen beim Kauf dieser Vermögenswerte zustehen.
Die Gruppe behauptet in der Klage, Nike habe die NFTs verkauft, ohne sie bei den Finanzbehörden zu registrieren. Dies verstoße, so die Kläger, gegen Gesetze zum Schutz von Anlegern.
Dieser Fall reiht sich in eine wachsende Welle von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit NFTs und Krypto-Assets ein. Da digitale Sammlerstücke immer beliebter werden, agieren Unternehmen, die schnell cash daraus schlagen wollen, mitunter ohne klare Regeln oder Verantwortlichkeiten. Dieser Fall könnte einendent für den Umgang mit Verlusten im Zusammenhang mit NFTs schaffen.
Phillip Kim, der Anwalt der Kläger, hat eine Anfrage nach weiteren Kommentaren zu dem Fall nicht umgehend beantwortet.
Nutzer melden nach der Abschaltung Störungen bei RTFKT-NFTs
RTFKT (ausgesprochen „Artifact“) wurde einst als Nikes großer Schritt in die Zukunft von Mode und Gaming gefeiert. Der Sportartikelhersteller kaufte das Startup im Dezember 2021 und bezeichnete es als mutigen Schritt in die nächste Generation von Sammlerstücken.
Nach der Abschaltung des Dienstes im Dezember 2024 berichteten zahlreiche Nutzer von technischen Problemen mit ihren NFTs. Beispielsweise wurden die Fotos der beliebten Artikel in den Klon-Nodes der Clone-X-Serie nicht mehr angezeigt. Stattdessen erhielten potenzielle Käufer eine sogenannte „Warteseite“ von Cloudflare – einem Webdienstanbieter –, die darauf hinwies, dass die Inhalte entfernt worden waren.
Dies führte zu Spekulationen, Nike habe die Zahlungen für die Server oder Serverplattformen, auf denen die NFT-Grafiken gehostet wurden, eingestellt. Seitdem sind einige digitale Kunstwerke wieder online aufgetaucht, doch der Vorfall warf ernsthafte Fragen zum langfristigen Wert digitaler Kunstwerke auf, die an einen zentralisierten Dienst gebunden sind.
Im Dezember erklärte Nike, die von RTFKT angestoßene Innovation werde durch die vielen Kreativen und Projekte, die sie inspiriert habe, weiterleben. Doch dieses Versprechen klingt für viele Käufer hohl.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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