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Die Zentralbank von Nigeria dementiert, dass die Konten von Kryptobörsen eingefroren wurden

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die Zentralbank von Nigeria dementiert, dass die Konten von Kryptobörsen eingefroren wurden
  • Die Zentralbank von Nigeria hat kürzlich Richtlinien zur Überwachung von Personen und Organisationen herausgegeben, die die wichtigsten Krypto-Plattformen nutzen.
  • Diese Richtlinie bekräftigt bestehende Vorschriften, die es Finanzinstituten verbieten, Kryptowährungstransaktionen durchzuführen oder Zahlungen für Kryptobörsen zu vermitteln.
  • Überraschenderweise dementierte die CBN in einem Beitrag in den sozialen Medien die Herausgabe eines derartigen restriktiven Rundschreibens und riet der Öffentlichkeit, sich auf ihrer offiziellen Website über authentische Informationen zu informieren.

Gestern Morgen lasen wir alle, dass die Zentralbank von Nigeria (CBN) im Mittelpunkt stand und eine weitreichende Anweisung erließ, die Geschäftsbanken (DMBs), Nichtbanken-Finanzinstitute (NBFIs), andere Finanzinstitute (OFIs) und sogar die breite Öffentlichkeit miteinbezog.

Der Befehl war eindeutig: Alle, die mit Anbietern wie Bybit, KuCoin, OKX und Binancewerden. Es handelte sich nicht nur um eine weitere bürokratische Maßnahme, sondern um einen Handlungsaufruf, der zuerst in einem Schreiben entdeckt wurde, das CoinDesk nach eigenen Angaben eingesehen hatte.

Die Mitteilung erinnerte Finanzinstitute daran, dass der Einstieg in Kryptowährungsgeschäfte oder die Erleichterung von Krypto-Zahlungen weiterhin untersagt ist. Dass Kryptowährungen und die nigerianische Zentralbank (CBN) nicht gerade Freunde sind, ist kein Geheimnis, aber diese erneute Betonung unterstreicht dies noch einmal.

Das Drama geht weiter

Dieser jüngste Hammerschlag ist eine Fortsetzung des Binance-Nigeria-Dramas – eines Dramas, das international für Schlagzeilen gesorgt und so manche Kaffeepausen-Diskussion verdorben hat.

Hier die Zusammenfassung: Nigeria geht hart gegen Binancevor und macht das Unternehmen für den drastischen Wertverfall des Naira aufgrund dubioser Währungsspekulationen verantwortlich. Die Lage spitzte sich weiter zu, als die Regierung zwei hochrangige Binance Manager zunächst mit offenen Armen empfing, sie dann aber verhaftete – und, welch eine Wendung, einer von ihnen konnte fliehen!

Die neue Richtlinie der Zentralbank von Nigeria (CBN) hatte es in sich. Sie sah vor, die betroffenen Konten für sechs Monate mit einer Sperre für Abbuchungen zu belegen. Wer gegen die Regeln verstieß, musste mit strengen Sanktionen rechnen. Und es ging nicht nur um das Einfrieren von Geldern.

Der Brief enthielt auch eine Kritik an allen „Tätern“ oder „mutmaßlichen Agenten“, die unbemerkt auf dem Kryptomarkt aktiv sind, insbesondere an denen, die heimlich USDT kaufen und verkaufen. Die Botschaft der Zentralbank von Nigeria (CBN) lautete im Grunde: „Wir beobachten euch und dulden keine Spielchen.“

Interessanterweise erwähnte die strenge Richtlinie einheimische Krypto-Unternehmen wie Flincap nicht. Laut Nathaniel Luz, dem CEO von Flincap, liegt das wahrscheinlich daran, dass nigerianische Krypto-Firmen bereits Schlange stehen, um die notwendigen Lizenzen zu erhalten.

Klarheit inmitten der Verwirrung

Doch dann – am Mittwoch – meldet sich die CBN auf Twitter zu Wort: „Moment mal, das haben wir nie gesagt!“ Laut ihren Angaben stammt das beunruhigende Rundschreiben, das für so viel Aufsehen gesorgt hatte, nicht von ihnen. Sie raten allen, Ruhe zu bewahren und die Fakten auf ihrer offiziellen Website zu überprüfen, um die wahren Hintergründe zu erfahren.

https://twitter.com/cenbank/status/1783081492018602076

Doch spulen wir zurück, bevor dieses ganze Chaos begann. Im Februar 2021 ging es der nigerianischen Zentralbank (CBN) vor allem darum, Kryptotransaktionen zu unterbinden, und nannte als Gründe die üblichen Verdächtigen: Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Cyberkriminalität und die unberechenbare Volatilität von Kryptowährungen.

Springen wir ins Dezember 2023, und es ist, als befänden wir uns in einer anderen Geschichte. Das Verbot ist aufgehoben, und die Zentralbank von Nigeria (CBN) fungiert nun als Berater und gibt Banken und Finanzinstituten Richtlinien für den Umgang mit Kryptowährungstransaktionen, insbesondere mit Anbietern von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte (VASPs), heraus.

Für alle, die sich fragen, was VASPs sind: Sie fungieren als Vermittler beim Handel mit virtuellen Währungen und cash. Die jüngste Meldung der Zentralbank von Nigeria (CBN) deutet auf einen möglichen Kurswechsel oder zumindest eine Strategieänderung im Umgang mit Kryptowährungen hin.

Diese unerwartete Wendung lässt alle rätseln, was die nächste Episode in Nigerias Krypto-Drama bringen wird.

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