Zohran Kwame Mamdani wurde am Donnerstag zum Bürgermeister von New York City gewählt und übernahm die Kontrolle über das Rathaus nach einem harten Wahlkampf, in dem er gegen einige der reichsten Menschen der Welt antrat.
Dem Sieg gingen monatelange Angriffe von Managern und milliardenschweren Spendern voraus, die versucht hatten, ihn zu stoppen – jedoch erfolglos. Zohran trat sein Amt mit einem klaren Fokus auf die New Yorker Arbeiterklasse, die steigenden Lebenshaltungskosten und die Rolle der Großkonzerne in der Wirtschaft der Stadt an.
Zohran wurde kurz nach Mitternacht in einer stillgelegten U-Bahn-Station unterhalb des Rathauses vereidigt. Er legte seine Hand auf einen Koran, als er den Eid direkt neben seiner Frau, der First Lady Rama Duwaji, ablegte.
Zohran verbrachte einen Teil der Nacht in seinem neuen Büro und fuhr gegen Mittag mit dem Taxi zum Rathaus, um an der öffentlichen Amtseinführung teilzunehmen. Bernie Sanders, US-Senator und langjähriger Mentor Zohrans, nahm ihm im Rahmen der Zeremonie am Tag erneut den Amtseid ab.
Zohran betritt das Rathaus, nachdem die Wall Street Millionen ausgegeben hat, um ihn aufzuhalten
Führungskräfte und milliardenschwere Geschäftsleute aus New York City gaben mehr als 40 Millionen Dollar aus, um seinen Aufstieg zu verhindern, doch dieser Versuch scheiterte eindeutig und zwang die Finanzwelt, sich einer Regierung anzupassen, die sie offen ablehnten.
Der milliardenschwere Hedgefonds-Manager Billy Ackman investierte rund 2 Millionen Dollar in die Bemühungen, ihn zu besiegen, aber nachdem Zohran gewonnen hatte, sagte :
„Jetzt trägst du eine große Verantwortung. Wenn ich New York City helfen kann, sag mir einfach, was ich tun kann.“
Während seines Wahlkampfs versprach Zohran, in den ersten 100 Tagen konkrete und substanzielle Maßnahmen zu ergreifen, um die Lebenshaltungskostenkrise anzugehen, die vieledentaus der Stadt vertreibt. Er kündigte außerdem an, gegen die „Gier der Konzerne“ vorzugehen
Der mit der Wall Street verbündetedent Donald Trump warnte während des Wahlkampfs, dass die Bundesmittel gekürzt werden könnten, sollte Zohran gewinnen. Trump sprach sich außerdem öffentlich für den Einsatz von Nationalgardisten in der Stadt aus.
Nach der Wahl änderte Trump seinen Ton und lud Zohran im November ins Weiße Haus ein. Das Treffen verlief ohne Konfrontation. „Ich möchte, dass er hervorragende Arbeit leistet, und werde ihm dabei helfen“, sagte Trump.
Zohran stößt jedoch an rechtliche Grenzen, da er ohne Zustimmung der Abgeordneten des Staates New York keine Steuern erhöhen kann.
Die Wall Street setzt weiterhin auf KI, während Zohran den wirtschaftlichen Druck im Inland erhöht
Während sich Zohran auf sein Regierungsamt vorbereitet, hält die Wall Street trotz der offenkundigen Risiken weiterhin an ihren aggressiven Investitionen in KI fest. Über 60 Finanzinstitute veröffentlichten Prognosen, die ein nahezu einhelliges Vertrauen in KI belegen. Fidelity International bezeichnete sie als „das defiThema für die Aktienmärkte“ im Jahr 2026.
Das BlackRock Investment Institute erklärte, KI werde Zölle und traditionelle makroökonomische Faktoren weiterhin übertrumpfen. NatWest bezeichnete die Technologie als „starken Motor des Wirtschaftswachstums“. BCA Research, das vor einer möglichen Rezession in den USA warnte, blieb aufgrund der hohen Investitionen in KI-Technologie neutral in Bezug auf Aktien.
JPMorgan Wealth Management formulierte das Risiko unmissverständlich: „Das größte Risiko für uns besteht darin, keinen Zugang zu dieser bahnbrechenden Technologie zu haben“, so das Unternehmen.
Laut Bloomberg ist die Wall Street zudem äußerst besorgt über geopolitische Entwicklungen, Handelsbarrieren und einen sich abschwächenden US-Arbeitsmarkt. Trotz dieser Risiken bestehen weiterhin Erwartungen an ein anhaltendes globales Wachstum.
Analysten gehen davon aus, dass die Federal Reserve die Zinsen im nächsten Jahr mehrmals senken wird, da Trumps erwartete Ernennung die Zentralbank höchstwahrscheinlich zwingen wird, ihredentzu verlieren.
„Regionale Politikwechsel deuten auf ein günstigeres makroökonomisches Umfeld für das globale Wachstum im Jahr 2026 hin“, so State Street. „Angesichts eines rückläufigen Inflationstrends, der voraussichtlichen Senkung der US-Leitzinsen aufgrund der sich abschwächenden Arbeitsmarktlage durch die Fed und der zunehmend stimulierenden geldpolitischen Maßnahmen herrscht ein günstiges Umfeld für risikoreiche Anlagen.“
Fidelity warnte jedoch: „Es besteht ein Widerspruch zwischen dem positiven kurzfristigen Umfeld für Risikoanlagen und einer umfassenderen strukturellen Instabilität. Globale Fragmentierung, ein abwertender Dollar, die Unabhängigkeit der US-Notenbank und die Investitionstrends im Bereich KI sind Themen, die ab 2026 im Auge behalten werden sollten.“

