Die bereits eingepreisten Erwartungen führen zu einer verhaltenen Reaktion des Aktienmarktes auf positive Gewinnzahlen

- Die Unternehmen übertreffen die Gewinnerwartungen, aber der Aktienmarkt reagiert nicht, weil die Erwartungen bereits hoch waren.
- Anleger bestrafen selbst kleine Fehlschläge härter als in den letzten drei Jahren.
- Die Verbrauchernachfrage isttron, reicht aber nicht aus, um die meisten Aktienkurse zu bewegen.
Die Berichtssaison zum zweiten Quartal ist in vollem Gange, und Unternehmen aus allen Branchen melden Zahlen, die – rein theoretisch – den Markt beflügeln sollten.
Doch die Anleger sind offensichtlich nicht beeindruckt. Trotz hervorragender Ergebnisse im Banken-, Technologie-, Konsumgüter- und Reisesektor reagiert der Aktienmarkt kaum, und in vielen Fällen bestraft er alles, was nicht perfekt ist.
All dies geschieht, während der S&P 500 nahe Rekordhochs notiert und am Freitag nach sieben neuen Allzeithochs innerhalb von nur fünfzehn Handelstagen schloss. Laut Bloomberg sind die Bewertungen extrem hoch, und der Markt hat den größten Teil des Optimismus bereits eingepreist.
Eines der deutlichsten Beispiele kam aus dem Finanzsektor. Goldman Sachs erzielte den höchsten Aktienhandelsumsatz in der Geschichte der Wall Street. Morgan Stanley übertraf die Umsatzprognosen. JPMorgan Chase verzeichnete das beste zweite Quartal aller Zeiten im Aktienhandel, wobei der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren die Erwartungen weit übertraf.
Das alles spielte keine Rolle. Die Aktien von Goldman Sachs bewegten sich kaum. Morgan Stanley schloss mit einem Minus von 1,3 %. JPMorgan fiel um 0,7 %. Die Analysten von Bloomberg Intelligence, Gina Martin Adams und Michael Casper, erklärten: „Finanzwerte haben die Gewinnerwartungen für das zweite Quartal mit einer Quote von 94,4 % deutlich übertroffen, dennoch reagierten die Aktienkurse nur verhalten, da die Anleger die Ergebnisse größtenteils erwartet hatten.“
Die Wall Street ignoriert Beats und bestraft Fehlschläge
Die gleiche abweisende Haltung zeigte sich auch in anderen Branchen. Netflix übertraf zwar alle wichtigen Kennzahlen, verlor aber bis Freitagabend dennoch über 5 %. United Airlines war optimistisch, was eine Erholung der Reisenachfrage anging, doch auch hier blieb der Aufschwung aus. Investoren suchen nicht nach guten Ergebnissen. Sie wollen Außergewöhnliches, Unerwartetes und Zukunftsweisendes.
„Bei den aktuellen Aktienbewertungen sind alle guten Nachrichten bereits im Markt eingepreist“, sagte Greg Taylor, Chief Investment Officer bei PenderFund Capital Management.
Und was passiert, wenn ein Unternehmen ins Straucheln gerät? Der Markt kennt keine Gnade. Die Kluft zwischen der Bewertung von verfehlten und übertroffenen Erwartungen ist laut Zahlen von Bloomberg Intelligence so groß wie seit fast drei Jahren nicht mehr. „Der Spielraum für Fehler ist hier gering“, sagte Michael Arone, Chief Investment Strategist bei State Street Investment Management. „Wenn die Bewertungen hoch sind und man die Erwartungen verfehlt, fallen die Strafen umso härter aus.“

Selbst Unternehmen, die sowohl Gewinn als auch Umsatz übertroffen haben, ernten nur verhaltenen Beifall. Die einzigen wirklichen Gewinner in diesem Quartal in Bezug auf den Aktienkurs waren PepsiCo und Delta Air Lines, die beide vor ihren Berichten hinter dem Markt zurückgeblieben waren. Ihretronals erwarteten Zahlen trieben die Aktienkurse schließlich nach oben. Die meisten anderen hatten nicht so viel Glück.
Auch hinsichtlich der Entwicklung des breiten Aktienmarktes herrscht wenig Optimismus. „Auf Indexebene dürften gute Unternehmensgewinne nicht der breite Marktimpuls sein, auf den Anleger warten“, sagte Julian Emanuel, Chief Equity and Quantitative Strategist bei Evercore ISI.
Die Konsumausgaben halten die Ergebnisse am Leben, begeistern die Händler aber nicht
Die Konsumstärke hält sich branchenübergreifend weiterhin gut, was wohl der einzige Grund dafür ist, dass die Gewinne nicht schlechter ausgefallen sind. Doch auch das begeistert die Anleger nicht. Mark Malek, Chief Investment Officer bei Siebert, sagte:
„Banken können nur dann gesund sein, wenn die Wirtschafttronist. Daher dienen ihre Gewinne zusammen mit ihren Kommentaren als umfassender Maßstab für die wirtschaftliche Gesundheit.“
Dieser Richtwert ist nach wie vor solide. Unternehmen wie PepsiCo, Levi Strauss, Delta und Netflix haben gezeigt, dass die Nachfrage vorhanden ist. Selbst bei hoher Inflation und stagnierenden Zinsen geben die Menschen weiterhin Geld aus.
Die am Donnerstag veröffentlichten Einzelhandelszahlen bestätigten dies. Das US-Handelsministerium meldete einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,6 Prozent im Vormonat. Dies folgte auf zwei Monate mit rückläufigen Umsätzen und übertraf nahezu alle von Bloomberg eingeholten Prognosen.
Die Ruhe täuscht jedoch, denn die Anleger sind nicht nervös. Nächste Woche stehen zahlreiche Quartalsberichte von Schwergewichten wie Alphabet, Tesla, Honeywell, Dow, Lockheed Martin, Northrop Grumman und General Motors an. Die Erwartungen sind bereits extrem hoch, und das Risiko, für weniger als spektakuläre Ergebnisse bestraft zu werden, steigt.
Erschwerend kommt hinzu, dass Analysten ihre Erwartungen bereits vor Quartalsbeginn deutlich gesenkt hatten. Im Januar wurde das Gewinnwachstum des S&P 500 noch auf 9,5 % geschätzt. Bis Freitag war diese Zahl auf 3,3 % eingebrochen.
Das ist also die aktuelle Lage: hervorragende Zahlen, schwache Reaktionen, harte Strafen für Fehler und hohe Erwartungen für die Zukunft. Und da Trumps Handelsregeln weiterhin einen Schatten werfen, fragt sich jeder, wer als Nächstes von den Zöllen betroffen sein wird.
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