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Der Wall-Street-Riese Morgan Stanley verstärkt sein Krypto-Engagement mit Bitcoin -ETF-Partnern

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Morgan Stanley hat Coinbase und BNY Mellon als Verwahrstellen für seinen geplanten Bitcoin ETF benannt.
  • Der ETF tracden Spotpreis von Bitcoinab und ermöglicht es Anlegern, an Bitcoin zu partizipieren, ohne Kryptowährungen direkt halten zu müssen.
  • Dieser Schritt zeigt, dass traditionelle Banken im Zuge des Wachstums der Branche regulierte Kryptoprodukte entwickeln.

Morgan Stanley treibt sein Krypto-Projekt voran und gibt Coinbase und die Bank of New York Mellon (BNY Mellon) als Partner für seinen geplanten Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) bekannt. 

Diese Maßnahme verdeutlicht, wie etablierte Finanzdienstleister in den Markt für digitale Vermögenswerte einsteigen und die Infrastruktur für deren sichere Überwachung aufbauen. Morgan Stanley hat die bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereichten Unterlagen zur Funktionsweise des geplanten Morgan Stanley Bitcoin Trust  aktualisiert

Die geänderte Registrierungserklärung S-1 benennt Coinbase Custody und BNY Mellon als Verwahrstellen für den Fonds. Kurz gesagt, die Verwahrstellen sind für die Aufbewahrung der Fondsvermögenswerte – in diesem Fall Bitcoin– verantwortlich. BNY Mellon fungiert zudem als Fondsadministrator, Transferstelle und Verwahrstelle cash . 

Coinbase fungiert dabei als Prime Broker und bietet Handelsunterstützung sowie weitere wichtige Dienstleistungen an. Wie andere derzeit gehandelte Bitcoin Spot-ETFs orientiert sich der Morgan Stanley Bitcoin Trust am aktuellen Bitcoin-Spotpreis. 

Das heißt, Anleger werden Bitcoin voraussichtlich nicht direkt besitzen. Stattdessen erwerben sie Anteile an einem ETF, der den Marktwert von Bitcoinabbildet. Die Ankündigung überraschte andere Analysten, da Morgan Stanley – anders als einige Wettbewerber – Kryptoprodukte bisher weitgehend gemieden hat. 

Obwohl die Bank rund 20 ETFs besitzt, tragen derzeit nur zwei den Namen Morgan Stanley. Daher könnte der geplante Bitcoin Trust ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des Angebots an Marken-Anlageprodukten sein. 

Morgan Stanley, gemessen am Gesamtvermögen an sechster Stelle in den USA, hat außerdem die Unterlagen für ein separates Kryptoprodukt, den Morgan Stanley Solana Trust. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren die Unterlagen für diesen Fonds jedoch noch nicht aktualisiert.

Spot- Bitcoin -ETFs setzen ihr rasantes Wachstum fort

Morgan Stanleys Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin ETFs im US-Markt aufgrund des rasanten Wachstums stark im Aufwind sind. Die meisten in den USA notierten Bitcoin ETFs nutzen Coinbase als primären Verwahrer – Fidelity bildet hier eine bemerkenswerte Ausnahme. 

Seit ihrer Genehmigung und dem offiziellen Start in diesem Jahr haben diese Fonds Milliarden von Dollar an Vermögentrac. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock ist eine der größten Erfolgsgeschichten. Seit seiner Einführung hat IBIT mehrere Rekorde als einer der weltweit am schnellsten wachsenden ETFs aufgestellt. 

DietronNachfrage von Investoren nach Bitcoin -ETFs hat traditionelle Finanzinstitute dazu veranlasst, sich verstärkt mit der Kryptowährungs-Community auseinanderzusetzen. Bitcoin ETFs ermöglichen es großen Banken wie Morgan Stanley, ihre Kunden zu bedienen und gleichzeitig die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen einzuhalten. 

auch Bitcoin über allgemeine Brokerkonten erwerben, ohne Krypto-Wallets anzulegen oder private Schlüssel zu verwalten. Anfang des Jahres stellte Amy Oldenburg, eine langjährige Führungskraft, für eine neu geschaffene Position ein, die sich auf den Ausbau der Digital-Asset-Strategie des Unternehmens konzentriert. 

Ihre Ernennung ließ erkennen, dass die Bank Kryptowährungen nicht nur als kurzfristigen Trend betrachtete, sondern als einen Bereich mit einer längerfristigen Entwicklungsagenda.

Kryptofirmen streben Banklizenzen an, da die Verwahrung immer wichtiger wird

Mehrere große Krypto-Unternehmen bemühen sich um Banklizenzen in den USA. Firmen wie Coinbase und World Liberty Financial – ein von US-Präsident Donald Trump unterstütztes Krypto-Unternehmendent haben beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) Anträge auf Banklizenzen gestellt. 

Die Genehmigung des OCC erfolgte unter Auflagen, und Unternehmen wie Crypto.com, Ripple, Circle und BitGo erhielten ebenfalls eine Genehmigung. Eine Banklizenz würde es Krypto-Unternehmen ermöglichen, Kundengelder zu verwahren und zu transferieren, genau wie reguläre Banken. 

Dies würde ihnen zudem eine klarere regulatorische Position verschaffen und ihre Glaubwürdigkeit bei institutionellen Kunden stärken. Die Nennung vertrauenswürdiger Verwahrstellen wie Coinbase und BNY Mellon durch Morgan Stanley unterstreicht die Bedeutung von Verwahrung und regulatorischer Aufsicht für den Kryptosektor. 

Für große Vermögensverwalter und Banken ist die sichere Verwahrung digitaler Gelder ebenso wichtig wie neue Anlageprodukte – und genau das ist für sie schwer zu erreichen. Diese jüngste Anmeldung markiert in vielerlei Hinsicht eine bemerkenswerte Annäherung zwischen dem traditionellen Finanzsektor und der Kryptoindustrie. 

Die Giganten der Wall Street entwickeln Kryptoinstrumente innerhalb bestehender Rechtsrahmen, während Kryptounternehmen um bankähnliche Lizenzen wetteifern, um ihre Legitimität zu stärken.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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