Minnesota ist der jüngste US-Bundesstaat, der sich mit einem Gesetz zu Kryptowährungen befasst. Der Titel des „Minnesota Bitcoin Act“ ist jedoch etwas irreführend, da der Gesetzesentwurf durchgehend von „Bitcoin und anderen Kryptowährungen“ spricht.
Der Gesetzentwurf wurde zwar am 14. März veröffentlicht, ist aber auf datiert . Er enthält keinerlei Angaben zu Rücklagen.
Der Gesetzentwurf aus Minnesota ist einfach, aber umfassend
Die Vorschläge sind recht einfach. Der Gesetzentwurf erweitert die Liste der Anlageoptionen des staatlichen Investitionsausschusses um Kryptowährungen. Er sieht außerdem vor, dass Kryptowährungen künftig als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Darüber hinaus ermöglicht der Entwurf, erhaltene Kryptowährungen vom bereinigten Bruttoeinkommentracund schließt Gewinne aus Kryptowährungen von bestimmten Steuerberechnungen aus.
Der Gesetzentwurf wird vom Republikaner Jeremy Miller im Senat des Bundesstaates eingebracht. Anschließend wird er an den Ausschuss für staatliche und lokale Angelegenheiten des Senats verwiesen. Änderungen, die durch das Gesetz vorgenommen werden, treten entweder am 31. Dezember oder am 1. Januar 2026 in Kraft.
Minnesota hat seine Gesetzgebung an die Aktualisierungen des einheitlichen Handelsgesetzbuchs angepasst, übt darüber hinaus aber kaum Aufsicht über Kryptowährungen aus. Das Handelsministerium verlangt von Kryptowährungsbörsen die Registrierung als Geldtransferdienstleister, was in den meisten Bundesstaaten üblich ist. Minnesota hat außerdem ein Gesetz zum Schutz von Verbrauchern, die Kryptowährungsautomaten nutzen; dieses Gesetz trat 2024 in Kraft.
Die Abgeordneten von Minnesota sind in der Frage der Kryptowährung auf Bundesebene gespalten
Obwohl Minnesota kaum als Krypto-Zentrum gilt, ist es die Heimat des Kryptowährungsbefürworters Tom Emmer, der seit 2014 dem US-Repräsentantenhaus angehört. Emmer ist stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte, Finanztechnologie und künstliche Intelligenz des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses.
Emmer den „Anti-CBDC Surveillance State Act“ erneut ein, der die USA an der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung hindern soll. Er setzt sich seit 2022 für diesen Gesetzentwurf ein. Eine abgewandelte Version wurde 2024 vom Repräsentantenhaus verabschiedet.
US-dent Donald Trump unterzeichnete am 23. Januar eine Exekutivanordnung, die es Bundesbehörden verbietet, CBDCs einzuführen, auszugeben oder zu bewerben.
Laut der Organisation „Stand with Crypto“ sind Emmers sieben Kollegen im Repräsentantenhaus parteiübergreifend mit 4 zu 3 Stimmen für Kryptowährungen gespalten. Die Senatoren hingegen lehnen sie entschieden ab.

