Michael Dell sagt, der Ausbau von KI werde letztendlich über das Ziel hinausschießen, selbst wenn die Verkaufszahlen explodieren

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Michael Dell warnte davor, dass das Wachstum von KI-Rechenzentren die Nachfrage irgendwann übersteigen wird.
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Das Servergeschäft von Dell erlebte einen rasanten Aufschwung mit einem Wachstum von 69 % im letzten Quartal.
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Stromausfälle verzögern die Auslieferung von KI-Servern an Kunden wie OpenAI.
Michael Dell erklärte am Dienstag, dass der Wettlauf um KI so rasant voranschreite, dass er irgendwann an seine Grenzen stoßen werde. Der Chef von Dell Technologies erläuterte, dass der Bedarf an Rechenleistung zwar „enorm“ sei, der unaufhörliche Bau von KI-Rechenzentren aber nicht ewig andauern könne.
„Ich bin mir sicher, dass irgendwann zu viele davon gebaut werden, aber wir sehen keine Anzeichen dafür“, sagte Michael in der CNBC-Sendung „Closing Bell: Overtime“. Im Moment hält der Boom noch an, und sein Unternehmen ist mittendrin.
Die Zahlen belegen es. Laut Michael stieg das Servernetzwerkgeschäft bei Dell im vergangenen Jahr um 58 % und allein im letzten Quartal um weitere 69 %.
Das Wachstum wurde durch große Sprachmodelle befeuert, die mittlerweile über Text hinausgehen und multimodale sowie Multiagentensysteme umfassen, die jeweils immer mehr Rechenleistung von Chips und Infrastruktur beanspruchen. Dieser Bedarf sorgt für einen stetigen Auftragsfluss.
Dell steigert Umsatz mit Nvidia-Chips und Großkunden
Michael erklärte, dass die KI-Server des Unternehmens mit Nvidias Blackwell-Ultra-Chips ausgestattet sind. Diese Maschinen werden dann an Branchengrößen wie CoreWeave, einen Cloud-Service-Anbieter, und xAI, das von Elon Musk geführte Startup, verkauft. Der Aktienmarkt reagierte prompt auf diesen Boom.
Die Dell-Aktien stiegen am Dienstag um mehr als 3 %, unmittelbar nachdem das Unternehmen vor Analysten seine langfristigen Wachstumsaussichten angehoben hatte.
Michael hob die Prognose für das jährliche Umsatzwachstum des Unternehmens auf 7 % bis 9 % an, gegenüber der vorherigen Prognose von 3 % bis 4 %. Der verwässerte Gewinn je Aktie soll nun um 15 % steigen, fast doppelt so viel wie die zuvor angestrebten 8 %.
Dies folgte auftronErgebnisse im zweiten Quartal im August. Mit Blick auf die Zukunft erklärte Michael, das Unternehmen plane, im Geschäftsjahr 2026 KI-Server im Wert von 20 Milliarden US-Dollar auszuliefern, was einer Verdopplung des Vorjahreswertes entspreche.
Doch während die Verkaufszahlen explodieren, gibt es ein Problem, das niemand ignorieren kann: die Macht.
„Das ist die klare Einschränkung, von der uns unsere Kunden, darunter auch OpenAI, berichten“, sagte Michael. „Viele Kunden sagen uns tatsächlich: ‚Liefern Sie es erst an diesem Tag, da wir im Gebäude dann keine Stromversorgung haben.‘“
Stromversorgungsfragen überschatten den KI-Ausbau
Das Ausmaß dieser Projekte ist gewaltig. Im September kündigte OpenAI eine Partnerschaft mit Nvidia zum Bau von Rechenzentren mit einer Kapazität von mindestens 10 Gigawatt an.
Das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von etwa 8 Millionen US-Haushalten, basierend auf einer Analyse von CNBC mit Daten der US-Energiebehörde (EIA). Die größten Technologiekonzerne (Microsoft, Google und Amazon) haben zudem Milliarden von Dollar in neue KI-Einrichtungen investiert.
Michael wies darauf hin, dass Dell zwar Server so energieeffizient wie möglich konstruieren könne, die Realität aber sei, dass diese neuen Projekte Unmengen an Strom verbrauchen würden.
Die Sorge besteht darin, ob diese Energie überhaupt schon existiert. Regierungsdaten zeigen, dass das US-Stromnetz bis 2025 voraussichtlich um 63 Gigawatt Kapazität erweitert wird. Die 10 Gigawatt, die mit OpenAI und Nvidia verbunden sind, würden fast 16 % dieses Gesamtzuwachses ausmachen.
„Wenn man am Ende des Tages zig Billionen Token generieren und Intelligenz schaffen und die Wirtschaft vorantreiben will, braucht man Rechenleistung und Energie“, sagte Michael.
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