Liechtenstein avanciert zum jüngsten Krypto-Vorreiterland

Liechtenstein passt Blockchain-Gesetze an die sich entwickelnde Kryptolandschaft an
- Liechtenstein ist mit dem Token- und Trusted Technology Service Providers Act (TVTG) aus dem Jahr 2020 ein Vorreiter bei der Verabschiedung von Gesetzen zu Kryptowährungen und Blockchain.
- Der TVTG ist flexibel und technologieneutral, sodass er neue Entwicklungen wie dezentrale Finanzanwendungen und Nonfungible Tokens (NFTs) aufnehmen kann.
- Thomas Dünser, Direktor des Liechtensteiner Büros für Finanzmarktinnovation und Digitalisierung, betont die Bedeutung der Innovationsfähigkeit des Rechtssystems.
Liechtenstein, ein kleines europäisches Land zwischen der Schweiz und Österreich, zählt seit seinen Anfängen zu den Vorreitern der Blockchain- und Kryptowährungsbranche. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung des Kryptomarktes passt das Land seine Blockchain-Gesetze proaktiv an, um auch zukünftig führend zu bleiben.
Das Token- und Trusted Technology Service Providers Act (TVTG), auch bekannt als Liechtenstein Blockchain Act, wurde im Jahr 2020 in Kraft gesetzt und schuf damit die Voraussetzungen für ein reguliertes Umfeld für tokenbezogene Dienstleistungen.
Proaktive Gesetzgebung für eine wachsende Branche
Der TVTG hattraczahlreiche Krypto-Dienstleister nach Liechtenstein gelockt, die von der hohen und der offenen Kommunikation mit der örtlichen Finanzmarktaufsicht (FMA) angezogen werden.
Da sich die Kryptolandschaft jedoch durch die Einführung dezentraler Finanzanwendungen und Nonfungible Tokens (NFTs) rasant verändert, besteht für Liechtenstein ein dringender Bedarf, seine Blockchain-Gesetze an diese neuen Entwicklungen anzupassen.
In einem Interview mit Thomas Dünser, dem Direktor des Liechtensteiner Büros für Finanzmarktinnovation und Digitalisierung, wurdedent , dass das Land gut darauf vorbereitet ist, seine Gesetzgebung an neue Technologien anzupassen.
Dünser, ein hochrangiger Berater des Premierministers und Mitverfasser des Blockchain-Gesetzes, erklärte, dass die TVTG bewusst flexibel und technologieneutral gestaltet wurde, um eine breite Palette von Tokenisierungen jenseits von NFTs zu ermöglichen.
Flexible Regulierung für eine dezentrale Zukunft
Laut Dünser haben die liechtensteinischen Regulierungsbehörden den Trend zur Dezentralisierung frühzeitig erkannt und ihn im Blockchain-Gesetz verankert. Das TVTG ist „prinzipien- und rollenbasiert“ statt „regel- und geschäftsmodellbasiert“ und lässt sich dadurch besser an technologische Innovationen anpassen.
In diesem Kontext befasst sich der Rechtsrahmen mit Risiken für die Nutzer, unabhängig vom Geschäftsmodell, und die Dienstleister sind für die Minderung dieser Risiken verantwortlich.
Dünser betonte außerdem die Bedeutung der Innovationsfähigkeit des Rechtssystems, da diese technologische Fortschritte entweder behindern oder fördern kann.
Um dies zu erreichen, hat Liechtenstein einen Innovationsrahmen geschaffen, der das Regulierungslabor der FMA umfasst. Dünser ist der Ansicht, dass sich dieser Ansatz bewährt hat, ähnliche Strukturen wären jedoch auch auf regionaler Ebene, insbesondere innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, notwendig.
Liechtenstein findet das richtige Gleichgewicht in der Regulierung
Während Liechtenstein bei der Anpassung seiner Blockchain-Gesetze proaktiv vorgegangen ist, warnte Dünser vor einer Überregulierung und betonte, dass das derzeitige Blockchain-Gesetz bereits die Token-Verwahrung und die rechtliche Trennung im Falle einer Insolvenz regelt.
Er räumte jedoch ein, dass einige Anpassungen notwendig seien, insbesondere im Hinblick auf das Staking bzw. Ausleihen und Verleihen von Kundentoken durch Kryptobörsen.
Da die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) diese Fragen noch nicht behandelt, muss Liechtenstein seine Bemühungen um ein kryptofreundliches Umfeld mit der Notwendigkeit, die Sicherheit seiner Bürger und Unternehmen zu gewährleisten, in Einklang bringen.
Indem Liechtenstein offen für Innovationen bleibt und seinen Rechtsrahmen entsprechend anpasst, positioniert es sich als Vorreiter in der sich wandelnden Kryptolandschaft.
Mit seinem zukunftsorientierten Ansatz bei der Blockchain-Regulierung und seinem Engagement für die Förderung von Innovationen ist Liechtenstein auf dem besten Weg, ein Vorreiter in der Kryptowährungsbranche zu werden.
Während das Land seinen Rechtsrahmen kontinuierlich anpasst und weiterentwickelt, wird der Rest der Welt genau hinschauen und begierig darauf sein, von Liechtensteins Pionierarbeit zu lernen.
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Jai Hamid
Jai Hamid ist Finanzjournalistin mit sechs Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale gearbeitet und dabei Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und war bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender zu sehen, um Einblicke in den Kryptomarkt zu geben.
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