Die SEC nimmt Kraken ins Visier – Große Kryptobörse unter Beobachtung

Die SEC richtet ihren Blick auf Kraken
- Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) untersucht Vorwürfe, wonach Kraken gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat, und hat eine Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet.
- Untersuchungen der SEC können zu verschiedenen Strafen führen, darunter auch Geldstrafen, die gegen Organisationen und Personen verhängt werden.
Kraken, eine prominente Kryptowährungsbörse, wird von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) wegen des Verdachts der Verletzung von Wertpapiergesetzen untersucht
Die SEC prüft, ob die Börse amerikanischen Kunden nicht registrierte Wertpapiere angeboten hat, und die Untersuchung befindet sich angeblich in einem fortgeschrittenen Stadium. DiedentIdentität der fraglichen Token oder Angebote ist weiterhin unbekannt.
Die Bedeutung einer Kraken-Untersuchung für die Kryptoindustrie
Nach dem Zusammenbruch von FTX Ende letzten Jahres richtet sich die Aufmerksamkeit der Behörden verstärkt auf den Kryptowährungsmarkt. Die SEC argumentiert, dass die meisten gehandelten Token Wertpapiere seien und daher ihren Gesetzen unterliegen sollten. Eine Einigung mit der Behörde könnte daher Druck auf andere Krypto-Unternehmen ausüben, ebenfalls Vereinbarungen mit der Aufsichtsbehörde zu treffen.
Ziel der Bemühungen von SEC-Vorsitzendem Gary Gensler zur Kryptoregulierung bis 2023 ist es, die Einhaltung geltender Gesetze durch Kryptowährungsbörsen und Kreditplattformen sicherzustellen. Dies kann entweder durch die Registrierung von Unternehmen bei der SEC oder durch die Einleitung von Durchsetzungsverfahren gegen diese erfolgen.
Dave Ripley, CEO von Kraken, erklärte, das Unternehmen sei von den Registrierungspflichten der SEC befreit, da es nicht mit Wertpapieren handle. Gary Gensler hingegen betonte wiederholt, dass er alle Kryptowährungen außer Bitcoin als Wertpapiere betrachte.
Die möglichen Ergebnisse der Untersuchung
Branchenbeobachter warten gespannt auf den Abschluss der von der SEC durchgeführten Untersuchung gegen Kraken. Untersuchungen der SEC führen nicht zwangsläufig zu behördlichen Maßnahmen; dennoch können sie Geldstrafen und verschiedene Sanktionen gegen Unternehmen und Einzelpersonen nach sich ziehen.
Kraken wurde von der SEC zwar nicht explizit wegen des Vertriebs nicht registrierter Wertpapiere angeklagt, aber sollte sich die Schuld als erwiesen erweisen, drohen der Börse empfindliche Geldstrafen.
Kraken verzeichnet ein tägliches Handelsvolumen von über 650 Millionen US-Dollar und ist damit die drittgrößte Kryptowährungsbörse der Welt. Obwohl das Unternehmen mehr als 185 digitale Währungen unterstützt, ist nicht bekannt, wie viele davon für Kunden in den USA verfügbar sind.
Das Office of Foreign Assets Control des US-Finanzministeriums und die Börse haben Ende letzten Jahres eine Einigung über Vorwürfe ausgehandelt, die Börse habe gegen US-Sanktionen gegen den Iran verstoßen; dies steht jedoch in keinem Zusammenhang damit.
Im Rahmen der Vereinbarung hat sich das Unternehmen verpflichtet, eine Zahlung von etwas mehr als 360.000 US-Dollar zu leisten sowie 100.000 US-Dollar in die Einhaltung der Sanktionen zu investieren.
Einer von Krakens Konkurrenten, Coinbase, ist nun Gegenstand einer Untersuchung der Securities and Exchange Commission (SEC) wegen seiner Token-Listings.
Obwohl die Behörde Coinbase nicht ausdrücklich vorgeworfen hat, nicht registrierte Wertpapiere zu vermarkten, bezeichnete sie in einer Beschwerde gegen einen ehemaligen Coinbase-Mitarbeiter und zwei Einzelpersonen wegen Insiderhandels bestimmte auf der Börse erhältliche Token als Wertpapiere.
Insgesamt ist die SEC-Untersuchung gegen Kraken eine große Sache für den Kryptowährungssektor, da die Regierung beabsichtigt, Kryptobörsen und Kreditplattformen zur Einhaltung des Gesetzes zu zwingen.
Die Entscheidung im Rahmen der Untersuchung könnte einendent für künftige Regulierungsverfahren schaffen und weitreichende Konsequenzen für die Branche haben.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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