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JPMorgan Chase führt mit dem GENIUS Act Krieg gegen renditebringende Stablecoins

In diesem Beitrag:

  • Der Finanzvorstand von JPMorgan Chase äußerte in einem Interview im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals Bedenken hinsichtlich des Risikos von renditebringenden Stablecoins für das Bankensystem
  • Zinstragende Stablecoins sind eine Art Stablecoin, der es Nutzern ermöglicht, im Laufe der Zeit Zinsen zu verdienen, ohne der Volatilität ausgesetzt zu sein, die mit dem traditionellen Staking von Kryptowährungen einhergeht.
  • Der GENIUS Act, ein Gesetzentwurf zur Regulierung von Stablecoins ohne Innovationshemmung, könnte durch weitere Änderungen die Antwort auf die Bedenken von JPMorgan Chase sein.

Jeremy Barnum, Finanzvorstand von JPMorgan Chase, äußerte Bedenken hinsichtlich zinsbringender Stablecoins als Bedrohung für das traditionelle Bankensystem. Manche interpretieren dies als Forderung nach einer Regulierung durch den GENIUS Act, was eine neue Konfrontation im langjährigen Kampf zwischen traditionellem und dezentralem Finanzwesen einleitet.

Der Konflikt zwischen traditionellen und dezentralen Finanzinstitutionen hat im Zusammenhang mit Stablecoins eine neue Eskalationsstufe erreicht. Führende Vertreter des Bankensektors befürchten, eine Form unregulierten Parallelbankwesens zu schaffen, die die Wirtschaft durch Liquiditätsentzug destabilisiert. Krypto-Befürworter argumentieren hingegen, dies sei nichts anderes als ein Versuch der Finanzinstitute, ihre langjährige Macht über das Wirtschaftssystem zu erhalten. Der GENIUS Act , ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz zur Regulierung von Stablecoins, steht im Zentrum dieses Dilemmas.

Der Finanzvorstand von JPMorgan Chase erklärte im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals, dass die Bank zwar Wettbewerb begrüße, aber nicht mit einem unregulierten Parallelbankensystem konkurrieren wolle. Laut Bankless bezeichnete Barnum zinstragende Stablecoins aus diesem Grund als „offensichtlich gefährlich und unerwünscht“.

JP Morgan Chase hat zwar bereits Blockchain-Technologie eingesetzt und sogar eine eigene Kryptowährung, JPMD, eingeführt, doch hier zieht das Unternehmen eine Grenze. Der GENIUS Act könnte dem Bankenriesen als Instrument dienen, um Regulierungen für zinstragende Stablecoins zu etablieren.

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Was sind renditebringende Stablecoins?

Zinsbringende Stablecoins sind eine Art von Stablecoins, die üblicherweise an den US-Dollar gekoppelt sind und sowohl einen stabilen Wert behalten als auch im Laufe der Zeit Zinsen generieren. Dies stellt einen attraktiven Anwendungsfall für Anleger dar, die nach einer dezentralen Möglichkeit suchen, Rendite auf ihr cash zu erzielen, ohne die Volatilität in Kauf nehmen zu müssen, die mit dem Staking von Kryptowährungen wie Ethereumeinhergehen kann.

Laut Crypto.com werden renditebringende Stablecoins in Rebase- und Nicht-Rebase-Typen unterteilt. Rebase-Token sind solche, deren Guthaben sich automatisch anpasst matic In diesem Fall werden durch das Rebase Token-Belohnungen (aufgelaufene Zinsen) in Form zusätzlicher Token verteilt.

Investieren Sie beispielsweise 1.000 US-Dollar in Stablecoins mit Zinszahlung, wächst Ihr Guthaben automatisch, ohne dass Sie etwas tun müssen, und der Preis des einzelnen Stablecoins bleibt unverändert. Bei Token ohne Rebase ändert sich hingegen Ihr Token-Guthaben nicht; stattdessen steigt der Wert jedes einzelnen Tokens mit der Zeit, da sich die Zinszahlung anhäuft. Diese Token basieren in der Regel auf Staking/Derivaten oder DeFi.

Stablecoins mit Rendite generieren Erträge durch verschiedene Mechanismen wie DeFi Kreditvergabe, Liquiditäts-Mining, Staking und RWA-Deckung. Beispiele für Stablecoins mit Rendite sind aUSDC (Aave), USDY (Ondo), USDM (Mountain Protocol) und auch BUIDL von BlackRock.

TradFi vs. DeFi: Die Zukunft renditestarker Stablecoins und der GENIUS Act

Der GENIUS Act bietet eine mögliche gesetzliche Antwort auf die Bedenken von JP Morgan Chase hinsichtlich renditestarker Stablecoins. GENIUS steht für „Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act“ (Gesetz zur Förderung und Etablierung nationaler Innovationen für US-Stablecoins). Dieser Titel verdeutlicht den Zweck des Gesetzesentwurfs: Innovationen im Bereich Stablecoins zu ermöglichen und gleichzeitig Verbraucherschutz und die Stabilität des US-Finanzsystems zu gewährleisten.

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Laut der Federal Reserve Bank of Richmond besagt der GENIUS Act, dass „Emittenten von Zahlungs-Stablecoins ihren Kunden, die diese halten, keine Zinsen oder Renditen zahlen dürfen“. Das bedeutet, dass ein Stablecoin allein nicht rechtlich als verzinstes Sparprodukt wie ein Bankprodukt fungieren kann. Eine Gesetzeslücke besteht jedoch darin, dass Drittanbieter wie Kryptobörsen oder DeFi Dienste nicht daran gehindert werden, Belohnungen oder Staking-Renditen für die Guthaben von Stablecoin-Inhabern anzubieten.

Genau diese Gesetzeslücke wollen Großbanken wie JPMorgan Chase schließen, was angesichts der Macht des Bankensektors eine ernsthafte Bedrohung für Emittenten von renditestarken Stablecoins darstellt. Gleichzeitig hat die Kryptoindustrie unter der kryptofreundlichen Haltung der Trump-Regierung an politischer Stärke gewonnen. Daher wird die Zukunft renditestarker Stablecoins wohl erst vor Gericht und im Kongress entschieden werden.

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