Japan schlägt im Zuge der Steuerreform 2025 niedrigere Kryptosteuern vor

- Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde hat vorgeschlagen, Krypto-Assets wie traditionelle Finanzanlagen zu behandeln.
- Die Steuersätze für Kryptogewinne in Japan liegen je nach Gewinnhöhe zwischen 15% und 55%.
- Krypto-Befürworter, darunter die Japan Blockchain Association, drängen seit Jahren auf Steuersenkungen.
Die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA hat Pläne zur Änderung der Steuergesetzgebung des Landes vorgestellt. Die neuen Regelungen könnten die Steuern auf Krypto-Assets ab 2025 potenziell senken.
die Finanzdienstleistungsbehörde reichte einen Antrag auf Steuerreform ein, in dem sie ihre Ansichten zu Krypto-Assets darlegte und sich dafür aussprach, dass diese wie traditionelle Finanzanlagen behandelt werden sollten.
Die FSA schrieb: „Hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungstransaktionen sollte Kryptowährung als Finanzanlage behandelt werden, die ein Anlageziel für die Öffentlichkeit darstellt. Es ist notwendig, diese Frage unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, ob sie als solche behandelt werden sollte.“
Krypto-Befürworter fordern niedrigere Steuersätze und Entlastungsmaßnahmen
Schon vor dem Vorschlag der FSA hatten Krypto-Befürworter ihre Bedenken hinsichtlich des geltenden Steuerrechts geäußert und seit geraumer Zeit konsequent Änderungen gefordert. Die Japan Blockchain Association beispielsweise beantragte bereits 2023 offiziell Steuersenkungen für Kryptowährungen bei der Regierung.
Am 28. Juli 2023 bezeichnete die Pro-Krypto-Lobbygruppe die Kryptosteuern als größtes Hindernis für kryptobasierte Web3-Unternehmen und schlug sogar mögliche Änderungen vor.
Am 19. Juli dieses Jahres reichte der Verband einen weiteren Antrag auf Steuerreform für das Fiskaljahr 2025 ein. Darin schlug er einen einheitlichen Steuersatz von 20 % für Kryptowährungen und einen dreijährigen Verlustvortrag vor. Er forderte außerdem die Abschaffung der Steuer beim Tausch von Kryptowährungen sowie Steuererleichterungen für Kryptospenden.
Japan besteuert Kryptogewinne mit Sätzen von bis zu 55 %
Die japanische Regierung betrachtet Kryptoeinnahmen über 200.000 Yen als „sonstige Einkünfte“, was zu Steuersätzen von bis zu 55 %. Gewinne aus Kryptoaktien werden in Japan pauschal mit 20 % besteuert.
Kryptohändler müssen zudem eine 10%ige Einwohnersteuer auf ihre Gewinne zahlen, was zu einem Gesamtsteuersatz zwischen 15% und 55% führt.
Diese Steuern werden von japanischen Kryptobörsen jedoch noch nicht uneingeschränkt akzeptiert, was dazu führt, dass einige ihre Einnahmen zu niedrig angeben. Die japanische Regierung hat diesen anhaltenden Trend zur Kenntnis genommen und Strafen, Bußgelder und strafrechtliche Verfolgung bei Nichteinhaltung der Meldepflichten für Kryptosteuern angekündigt.
Die Regierung erhöhte sogar die Anzahl der Prüfungen, um Verstöße aufzudecken. Im Jahr 2019 wurden in Japan etwa 50 Privatpersonen und 30 Unternehmen dabei ertappt, wie sie ihre tatsächlichen Krypto-Gewinne verschleierten. Außerdem wurden zwei Unternehmen aufgedeckt, die unter dem Deckmantel von „Beratungsgebühren“ Kryptowährungen im Wert von Millionen Yen transferierten, um diese dann an den Absender zurückzuschicken. Die Gebühren konnten anschließend steuerlich abgesetzt werden.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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