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Gibt es in der amerikanischen Linken überhaupt jemanden, der Bidenomics unterstützt?

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Gibt es in der amerikanischen Linken überhaupt jemanden, der Bidenomics unterstützt?

Die Meinung der Amerikaner zu Präsidentdent Bidens Wirtschaftspolitik (Bidenomics) schwankt angesichts neuer Daten, die auf breite Unzufriedenheit hindeuten. Laut einer aktuellen Umfragegeben überwältigende 80 % der Wähler an, dass die steigenden Preise sie finanziell stark belasten, was den Druck auf Bidens Wiederwahlkampagne erhöht.

Die neuesten Umfrageergebnisse verheißen nichts Gutes für Biden. Die Zahlen zeigen einen Rückgang seiner Zustimmungswerte in Bezug auf seine Wirtschaftspolitik. Von 55 % Ablehnung im Vormonat sind es nun 58 %. Nur 28 % glauben, dass er etwas Gutes für die Wirtschaft tut – ein Rückgang um vier Punkte gegenüber dem Vormonat. Es ist deutlich: Die Bevölkerung ist unzufrieden.

Der Verbraucherpreisindex gibt ebenfalls Anlass zur Sorge: Die jüngsten Zahlen zeigen einen Anstieg auf 2,7 % im März, nach 2,5 % im Vormonat. Dieser Anstieg übersteigt das Ziel der US-Notenbank von 2 % und signalisiert anhaltenden Inflationsdruck trotz der Bemühungen zur Eindämmung der Preissteigerungen. Die Zahlen der kommenden Woche sind entscheidend, da sie weitere Hinweise auf die zukünftige Preisentwicklung liefern.

Anliegen der Wähler und Auswirkungen auf die Wahl

Da diedentin weniger als sechs Monaten stattfinden, stehen wirtschaftliche Themen für die amerikanischen Wähler im Vordergrund. Hohe Preise für lebensnotwendige Güter wie Benzin und Lebensmittel belasten die Haushalte, und die Öffentlichkeit macht dafür nach wie vor Biden verantwortlich, ohne ihm nennenswerte Erfolge bei der Wirtschaft oder Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt anzurechnen.

Auch die Einkommenssorgen haben zugenommen: 49 % der Wähler sind besorgt um ihr Einkommen, ein Anstieg von 45 %. Die Sorgen um die Wohnkosten steigen ebenfalls; 32 % der Befragten gaben an, sich Sorgen zu machen, gegenüber 27 % zuvor. Diese Ängste könnten den Wahlkampf prägen, wenn Biden erneut gegen Donald Trump antritt.

Laut Umfragen genießt Trump in Wirtschaftsfragen offenbar mehr Vertrauen. Aktuell sprechen sich 43 % für Trump und gegen Biden aus, im Vergleich zu 41 % im Vormonat. Nur 35 % unterstützen Biden, ein Rückgang gegenüber früheren Werten, und 16 % misstrauen beiden. Dieses wachsende Misstrauen könnte bei den anstehenden Wahlen eine entscheidende Rolle spielen.

Der Kampf um die Stimmen der Arbeiterklasse spitzt sich zu. Beide Kandidaten buhlen um diese wichtige Wählergruppe, doch die Nation scheint gespalten. Rund 40 % sind der Meinung, Biden vertrete die Interessen der Arbeiterklasse gut, genauso viele wie Trump. Die Kluft vertieft sich jedoch mit Blick auf den Bildungsstand: 52 % der Hochschulabsolventen neigen zu Biden, während dies nur auf ein Drittel derjenigen ohne Hochschulabschluss zutrifft.

Trump gilt als Wunschkandidat der Wall Street und großer Konzerne, was darauf hindeutet, dass seine Beliebtheit bei Wählern mit hohem Einkommen weiterhintronist. Biden hingegen genießt die Unterstützung der Gewerkschaften, was seine Herausforderung unterstreicht, diese Wählerbasis unter den amerikanischen Arbeitern zu erhalten und auszubauen.

Wirtschaftsaussichten und Maßnahmen der Fed

Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben uneinheitlich. Zwar strebt die US-Notenbank ein Inflationsziel von 2 % an, doch die jüngsten Miet- und Immobilienpreissteigerungen sowie die höheren Benzin- und Fahrzeugkosten treiben die Inflation weiter in die Höhe. Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Inflation abschwächen könnte, was die Erwartungen auf Zinssenkungen im Laufe des Jahres bestärken könnte.

Markthändler haben ihre Prognosenmaticangepasst. Erwartet man zu Jahresbeginn sechs Zinssenkungen, scheinen nun nur noch ein oder zwei wahrscheinlich. Eine schwächere Inflationsrate könnte jedoch die Hoffnungen auf diese Senkungen stärken und möglicherweise den Weg für eine Zinssenkung der Fed im September ebnen.

Diese umfassende Datenerhebung der Financial Times und Michigan Ross, durchgeführt von der Global Strategy Group und North Star Opinion Research, spiegelt die Stimmungen von 1.003 registrierten Wählern wider und beleuchtet die drängenden wirtschaftlichen Sorgen, die die bevorstehendedentbeeinflussen könnten. Angesichts des bevorstehenden politischen Kräftemessens in den USA gewinnt die Frage der Unterstützung für Bidens Wirtschaftspolitik zunehmend an Bedeutung und polarisiert die Gesellschaft.

Wird er genügend Unterstützung finden, um sich durchzusetzen, oder hat sich das Blatt zu stark gegen ihn gewendet?

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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