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Iran beschlagnahmt mehrere illegale Krypto-Mining-Anlagen bei einem schnellen Vorgehen

VonEdith MuthoniEdith Muthoni
Lesezeit: 2 Minuten
Iran

Iran

Zusammenfassung (TL;DR)

  • Die iranische Regierung geht hart gegen illegalen Bergbau vor.
  • Unerlaubter Bergbau trägt zu Stromengpässen im Land bei.

Die iranische Regierung ist mit der Regulierung des Krypto-Minings beschäftigt. Die Behörden gehen entschieden gegen illegales Mining vor. 

Der staatliche Energieversorger Tavanirhatdent. Daraufhin haben die Behörden zahlreiche illegale Mining-Anlagen, die das Stromnetz anzapften, vom Netz genommen.

Das staatliche Energieversorgungsunternehmen hat in der vergangenen Woche bisher 227 Mining-Rigs beschlagnahmt. Die Mitarbeiter entdeckten diese Geräte in 14 illegalen Krypto-Firmen.

Laut Tavanir wurden bei einer Stichprobenkontrolle in verschiedenen Häusern illegale Bergbaugeräte beschlagnahmt. Die Anlagen befanden sich in den Städten Teheran, Isfahan, Ost-Aserbaidschan und Chuzestan, hieß es in dem Bericht weiter.

Autorisiertes Krypto-Mining wird gefördert

Krypto-Mining ist im Iran seit 2019 legal. Für die meisten Iraner ist es eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Um jedoch mit dem Mining beginnen zu dürfen, benötigen Unternehmen eine Lizenz des Industrieministeriums. 

Bislang haben über 50 Unternehmen die Genehmigung zur Münzprägung erhalten. Die registrierten Unternehmen haben Zugang zum Stromnetz. Sie zahlen eine höhere Gebühr, die dem Exporttarif entspricht. Privatkunden hingegen nutzen subventionierten Haushaltsstrom. 

Der Zugang zu subventionierter Energie und das Wachstum der Kryptowährungspreise tragen zum Anstieg des illegalen Minings im Iran bei. 

Die Temperaturen im Sommer waren sehr hoch, was zu einem erhöhten Strombedarf für Klimaanlagen führte. Infolgedessen erlebte der Iran einen akuten Strommangel. Sowohl illegale als auch zertifizierte Krypto-Mining-Firmen trugen eine Mitschuld an dem defi.

Die Situation zwang die iranische Regierung im Mai, sämtliche Krypto-Mining-Aktivitäten zu verbieten, um die Stromknappheit zu bewältigen. Im August kündigte Tavanir an, das Verbot für autorisierte Miner aufzuheben, sobald die Temperaturen zu sinken begännen.

Die beschlagnahmten Ausrüstungsgegenstände bleiben im Besitz der Regierung

Tavanir beschlagnahmte die Ausrüstung illegaler Bergleute. Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft die Freigabe der beschlagnahmten Maschinen ausgesetzt. 

Sie argumentieren, dass sie die Instrumente erst dann ausgeben können, wenn das Parlament ein Gesetz zur Bekämpfung illegaler Kryptofirmen und ihrer Betreiber verabschiedet hat.

Bislang hat Tavanir 221.390 Bergbauwerkzeuge beschlagnahmt und 5.756 illegale Bergbaubetriebe geschlossen. Neben der Beschlagnahmung werden die Betreiber auch wegen Schäden am nationalen Stromnetz angeklagt.

Den Aufzeichnungen zufolge verbrauchen autorisierte Krypto-Firmen etwa 400 Megawatt Strom. Illegale Firmen hingegen verbrauchen möglicherweise täglich rund 2.000 Megawatt.

Tavanir rechnet mit einer möglichen Stromrationierung im Winter. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Bedarf steigen wird, und die illegalen Anschlüsse von Bergleuten an das Hauptstromnetz verschärfen die Situation. 

In einer Stellungnahme erklärten sie, dass illegale Krypto-Miner den Strombedarf zusätzlich erhöht hätten. Tavanir befürchtet, dass dies im Winter, wenn der Gasverbrauch seinen Höhepunkt erreicht, zu Stromausfällen führen könnte.

Tavanir beklagte die derzeitigen Strafen. Sie empfinden diese als so milde, dass illegale Bergleute sie nicht fürchten. Daher forderten sie härtere Strafen.

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Edith Muthoni

Edith Muthoni

Edith ist Finanzjournalistin, Traderin und Coach für persönliche Finanzen mit Schwerpunkt auf Anlageberatung im Fintech-Sektor. Zu ihren Fachgebieten gehören Aktien, Kryptowährungen, Blockchain und Krypto-Investitionen.

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